Wochenende in Bildern 25./26.2.17

Mein kinderfreies Wochenende habe ich mit ca. 80 Kindern, einem ausverkauften Konzert, einer wunderschönen Lesung und einer ordentlichen Ladung Grippostad verbracht.

Seit Tagen habe ich Ohrenschmerzen und versuche, bis zum Wochenende gesund zu werden. Drum habe ich auch Samstag nix gemacht außer Schlafen, bis ich um 15 Uhr das Kulturzentrum aufgeschlossen habe, in dem ich arbeite. Die Kinder sind wegen der Faschingsferien schon seit Freitag bei ihrem Vater.

Ich habe mich noch gefragt, warum die Band SO früh mit dem Aufbau anfängt? Die haben tatsächlich ihre eigene Tonanlage mitgebracht (obwohl wir natürlich eine haben). Bassboxen, in denen ein Kind wohnen kann, werden in den Saal geschoben, und als um 18 Uhr der Soundcheck über die Bühne geht, fallen die Gläser aus den Regalen.

Ein großartiger, glasklarer, aber schweinelauter Sound, und mir sinkt das Herz in die Hose, denn im 2. Stock übernachten während des Konzertes Susanne und Caspar Mierau mit ihren 3 Kindern, weil Susanne am Sonntag Vormittag aus ihrem Buch „Geborgen Wachsen“ lesen wird. Na wenn das mal gut geht!

Es geht gut: der Saal ist ausverkauft, das Publikum feiert, die Band hat verdammt viel Spaß und über uns schlafen drei Kinder selig ein, puh! Leider dauert der Abbau genauso lange, und ich muss nach dem Konzert noch umbauen für unseren Familiensonntag, und so wird es 2 Uhr, bis ich ins Bett falle. Wenn man tiefer schläft, braucht man nicht so viel zu schlafen, erklärt mir noch der Kollege, aber mein Kater hatte einen anderen Plan, denn um 4 Uhr werde ich wach, weil er den Faschings-Berliner vom Sohn futtern will, verdammt! Um 9 endgültig wach, eine heiße Dusche und um 9.30 Uhr wieder auf der Arbeit. Immerhin gibt es Kaffee und diese fantastischen Nutella-Stängele, das hilft. Es kommen sehr viele Familien, die Kinder und Väter gucken die Sendung mit der Maus, die Mütter (fast alle mit Baby im Tuch) gehen zur Lesung von Susanne, die ebenfalls ihr schlafendes Baby im Tuch trägt. Es ist eine wuselige, entspannte und wirklich schöne Atmosphäre im Haus. Susanne hat die Lesung übrigens live auf ihrer facebook-Seite gestreamt.

Nach der Lesung ist noch kurz Zeit für einen Plausch mit Christine Finke, die extra aus Konstanz gekommen ist, und dann müssen alle auch schon wieder abreisen. Ich bleibe noch, denn wir haben noch einen kleinen Termin mit den Mitarbeitern. Als ich um 15 Uhr nach Hause gehe, streiken meine Füße und ich fahre die 800 Meter mit dem Bus. Jetzt kann ich aber auch echt nicht mehr!

Ich genieße die letzten Sonnenstrahlen im Garten, gieße Blümchen, füttere unsere ganzen Haustiere und falle ich einen 3 stündigen Nachmittagsschlaf. Was für ein anstrengendes, bereicherndes, aufregendes und schönes Wochenende: Ich habe mich total gefreut, Susanne und ihre Familie nach den ganzen digitalen Begegnungen persönlich kennen zu lernen, ich hab mich tierisch gefreut, dass mein Konzept mit dem Familiensonntag aufgegangen ist und ich habe die Ohrenschmerzen weggearbeitet. Ich wusste gar nicht, dass das geht?

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Durchhalten! Mit Mittelohrentzündung durchs Wochenende
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Samstag nachmittag: Soundcheck mit Alphorn
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Abends ausverkauftes Haus mit dem Loisach Marci
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Nach dem Konzert noch ab- und umgebaut für die Lesung
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Susanne Mierau liest
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Kinder tauschen Bücher
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Bushaltestelle: ich kann die 800 Meter nicht mehr laufen
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Der Himmel über meinem Garten
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Zum Schluss um die kleine Anzucht der Tochter kümmern

Noch mehr Wochenenden in Bildern gibt’s bei Susanne Mierau auf Geborgen Wachsen. Dort findet Ihr auch Ihre Version des Wochenende. So ist das mit dem digitalen Dörfchen 😉

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Wochenende in Bildern 25./26.2.17

Wochenende in Bildern 28./29.1.17

Ein kinderfreies Wochenende. Warum, steht in diesem Text.

Samstag habe ich mich durch die Wohnung gearbeitet, keinen freien Tisch gefunden, Altpapier entsorgt, Betten abgezogen, die Wohnung geputzt und den neuen Wäschekorb vom Sohn gepriesen: jetzt wird endlich die dreckige Wäsche reingepfeffert! Abends war ich auf einem Konzert, eher beruflich, aber es war ein großartiges Konzert und ich hatte angemessen Kopfschmerzen anschließend.

Sonntag musste ich arbeiten und war gegen 16 Uhr wieder zu Hause. Heute war ich  Kassenfrau, Ansagerin, Spülfrau, Moderatorin, Protokollantin und ein bisschen Chefin. Zu Hause habe ich mich gefragt, ob ich irgendwann mal die Zeit und den Nerv finde, Waschmaschine und Trockner anders herum hinzustellen, denn die falschrummen Türen sind echt lästig. Ich habe die Betten frisch bezogen und die Katzen haben sich ausgiebig überlegt, ob sie mal wieder spazieren gehen, immerhin friert es ja nicht mehr.

Jetzt fleze ich mich aufs Sofa, schaue den Tatort, freue mich nicht auf Montag, aber auf meine Kinder morgen!

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Mehr Wochenenden in Bildern gibts bei Susanne Mierau auf Geborgen Wachsen.

Wochenende in Bildern 28./29.1.17

Wochenende 15./16.10.2016 #WiB

Ein knallvolles Wochenende mit Schulfeier, alten Hasen, Lasagne, Wald, Sonne und Arbeit.

Samstag

6 Uhr: aufstehen, die Tochter hat Schulsamstag an der Waldorfschule. Gibt es 2x im Jahr, heute: die Herbstfeier. Die Tochter ist sehr aufgeregt, aber nicht weil sie gleich auf der Bühne steht, sondern weil sie einen alten Hasen aus dem Schulgarten mit zu uns nach Hause nehmen darf, wo er sein Gnadenbrot bekommt. Ich frühstücke mit ihr und um 7 Uhr marschiert sie los, 20 Minuten zu früh zum Bus, mit Schultasche und Katzenkorb – ein schönes Bild!

7 Uhr: der Sohn schläft noch, der war von Mittwoch bis Freitag auf Klassenfahrt und hat einiges an Schlaf nachzuholen. Zeit für mich, ein bißchen home office zu machen.

9 Uhr: ich frühstücke mit dem Sohn und wir erwischen einen E-Roller. Ich habe mich bei den Stadtwerken für E-Roller-Sharing angemeldet und es macht mir und den Kindern einen riesigen Spaß, mit dem Teil die Stuttgarter Hügel hoch- und runter zu sausen. Die Waldorfschule liegt oben am Wald, der Bus fährt Samstags nicht, also flitzen Sohn und ich auf dem Roller hin. Als ich die Miete beenden will, geht das aber nicht, weil die Schule außerhalb des Geschäftsgebietes liegt. Sehr ärgerlich, denn offiziell ist das eindeutig Stadtgebiet. Die Miete läuft also weiter, was zwar nichts kostet weil ich 100 Freiminuten habe, aber die wollte ich ja verfahren und nicht beim Parken verballern. Aber erstmal ist die Bühnenfeier wichtiger.

10 Uhr: Monatsfeier der Waldorfschule. Verschiedene Klassen singen, tanzen, musizieren, spielen Theater. Mehrstimmig, mehrsprachig, wie immer sehr anspruchsvoll, wahrlich keine Kinderlieder, und die Kinder machen das ziemlich gut. Die Klasse meiner Tochter singt mit dem kompletten Saal „Bunt sind schon die Wälder“, wobei die Kinder die 2.-4. Stimme singen. Da geht mir das Herz auf und auch der Sohn ist sehr ergriffen,er hat sich zum Mitsingen extra auf den Stuhl gestellt und so schmettern wir unser liebstes Herbstlied.

11 Uhr: ich telefoniere mit der Hotline des E-Rollers, was denn nun zu tun sei: das Geschäftsgebiet ist echt eine Ecke weg und ich würde gerne beim Herbstbasar der Schule und bei meinen Kindern bleiben. Nach viel Hin und Her und einem nun auch noch klemmenden Schloss beendet schließlich die Mitarbeiterin die Miete und ich bin raus.

12 Uhr: der Herbstbasar der Schule läuft auf vollen Toure, der Sohn flitzt mit einem Freund übers Gelände und schlägt Nägel ein, wirft Dosen um und füttert die Ziegen im Schulgarten, ich mache Smalltalk mit Ex und seiner Freundin, die samt Baby gekommen sind. Die Tochter hat den Hasen bereits eingepackt und bringt ihn gemeinsam mit einer Freundin nach Hause, im 10-Minuen-Takt ruft sie mich an, weil es irgendwas zu Hause zu organiseren gibt (Trinkflasche? Erbsenflocken? WLAN?)

14 Uhr: der Sohn und ich machen uns auf den Heimweg, wir sind müde. Den E-Roller können wir nicht anmieten, obwohl er vor unserer Nase steht, weil der auf der App nicht auftaucht. Der Ex kann uns nicht mitnehmen, weil in sein Auto nur 2 Erwachsene, 1 Baby und ein Kinderwagen passen. Wir nehmen einen Bus samt 20 Minuten Fußweg. Zu Hause sind die Mädchen beim Hasen, der Sohn spielt Lego, mir ist schlecht. Wahrscheinlich von den Tabletten, die wir alle nehmen mußten, weil einer von uns Madenwürmer hat. Wer es ist, wissen wir nicht, weil das Labor die Proben verbuxelt hat, aber das ist auch egal: es müssen eh alle Familienmitglieder die Tabletten nehmen und ich wasche sämtliche Bettwäsche, Kuscheldecken, Stofftiere etc, da bin ich auch schön beschäftigt.

16 Uhr: die Mädchen backen Schoko-Muffins und belegen die Küche: Land unter, aber die Muffins schmecken köstlich

17 Uhr: ich räume die Küche auf, wundere mich, warum man 23 Schüsselchen und Eierbecher fürs Muffinbacken braucht („für die Prise Salz, Mama!“) und bereite die Lasagne vor.

19 Uhr: ich gucke mit dem Sohne Marvels Avangers, er liebt diese Superhelden über alles und ich lache mich kaputt, weil dieser Film unerwarteterweise ein irre Komik hat.

20 Uhr: meine (!) Freundin kommt zu Besuch, wir essen Lasagne, quatschen und haben einen wundervollen Abend. Der Sohn guckt irgendwann seinen Film weiter, die Tochter bleibt bei uns. Das ist sehr nett, aber es verhindert echte Gespräche zwischen der Freundin und mir. Als die Kinder schließlich im Bett sind, ist es 22.30 Uhr, ich bin stinkmüde und verabschiede die Freundin.

23 Uhr: Küche aufgeräumt, nochmal Wäsche in den Trockner und ab ins Bett.

Sonntag

9 Uhr: alles liegt noch im Tiefschlaf, nur die Tochter ist schon angezogen und verschwindet zum Hasen. „Wie kann man nur so lange schlafen?!“ empört sie sich. Sie, die sonst bis 12 Uhr pennt!

10 Uhr: wir frühstücken mit aufgebackenen Brötchen, quatschen, und weil wir vergessen haben das Radio anzumachen, singen die Kinder ihre Lieblings-Pop-Hits selber. Ich amüsiere mich sehr über meinen Frühstücks-Kinderchor!

11 Uhr: die Tochter macht Hausaufgaben, der Sohn duscht, ich sauge und wische mal schnell die komplette Wohnung

12 Uhr: die Sendung mit der Maus ist vorbei, die Sonne scheint wie verrückt, ich will in den Wald. Der Sohn will aber noch Lego spielen. Ich überrede ihn und schleife zwei maulende Kinder zur Bushaltestelle.

13 Uhr: im Wald, es ist traumhaft! Die Kinder sind sofort begeistert, denn wir sind an die Stelle gefahren, wo sie 3 Jahre lang mit ihrer Kindergartengruppe jeden Donnerstag hingefahren sind. Bei jedem Wetter waren sie im Wald, sie haben es geliebt und nun lieben sie diese Erinnerungen. „Hier sind wir immer runtergesprungen! Hier haben wir uns versteckt! Hier haben wir gevespert!“. Wir bewundern das Kunstwerk vom Baum und gehen am Bach lang zum Bärenschlössle.

15 Uhr: nach leckerem Kuchen verschwinden die Kinder im Moor und ich liege in der Sonne. Die Stadt muß leer sein, denn der Wald und besonders das Ausflugsschlösschen sind voller Menschen. Nach einer Stunde gehe ich die Kinder suchen, denn wir müssen zurück, ich muss ja noch arbeiten heute.

16 Uhr: wir fahren im Bus zurück, die Kinder steigen aus und gehen nach Hause. Sie werden nun 2,5 Stunden alleine sein, dann kommt die Babysitterin. Der Sohn will Lego spielen (endlich mal wieder!), die Tochter will duschen und einen Film schauen, ich hoffe es klappt alles. Ich fahre 2 Stationen weiter zur Arbeit.

19 Uhr: im Saal ist Aufbau und Soundcheck, ich habe derweil einen Förderantrag geschrieben. Heute abend wird von Studenten der Musikhochschule eine Hörspiel live aufgeführt, 13 Leute auf der Bühne und sehr viel Requisiten, ich bin echt gespannt.

22 Uhr: die Aufführung war toll, wir bauen noch die Stühle ab, machen die Theke zu und ich erwische den letzten Bus.

23 Uhr: die Kinder liegen friedlich schlafend im Bett, scheint ja alles geklappt zu haben. Ich kümmere mich um die letzte Ladung Wäsche, räume die Küche auf, decke den Frühstückstisch ud falle ins Bett. Morgen um 6.15 Uhr geht der Wecker.

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Noch mehr Wochenenden in Bildern gibt’s bei Susanne Mierau auf www.geborgen-wachsen.de

Wochenende 15./16.10.2016 #WiB

Wochenende in Bildern 16./17.7.2016

Ich bin auf dem Zahnfleisch in dieses Wochenende gekrochen: das letzte Papa-Wochenende ist ausgefallen wegen KiTa-Wochenende, was nicht nur bedeutet, dass ich seit 4 Wochen keine Sekunde für mich hatte. Nein, wir hatten auch kein ruhiges Wochenende. Übernachtungen, Partys, EM, Freunde besuchen. Zum Schluss sind wir zusammen geklappt: ich mit einem umfassenden Hals-Nasen-Ohren-Infekt, mein Sohn mit Kopf-und Bauchweh. Wir waren zusammen eine ganze Woche zu Hause, nur meine tapfere Tochter ist jeden Tag zur Schule gegangen, hat an Olympiaden teilgenommen und schwimmt im Schwimmkurs ihrem Silber-Abzeichen entgegen. Nachdem die Kinder am Freitag (endlich mal wieder) zum Vater abgeschwirrt sind, habe ich jetzt tatsächlich mal 2 Tage nur für mich. Meine Teilnahme am KiTa-Sommerfest (Samstag) und Mitarbeiter-Abendessen (genau jetzt, am Sonntag Abend) habe ich abgesagt, weil ich einfach nicht mehr kann. Ich kann nicht mehr reden, ich kann nicht mehr zuhören, ich kann nur in die Wolken schauen, mich mit unseren Haustieren beschäftigen und vor mich hin summen.

Und so war dann auch mein Wochenende:

Samstag habe ich natürlich ausgeschlafen! Dann habe ich den Schildkröten- und den Kaninchenauslauf versetzt und neu eingerichtet. Unsere Kaninchen sind wahrhafte Hasenmäher, alle 3-4 Tage haben sie alles abgefressen und der Auslauf zieht ein Stückchen weiter. Die Schildkröten habe ich von den Kaninchen getrennt, weil die frechen Mümmels sich einfach auf die Schildkröten gesetzt haben. Die Kröten sind noch Babys und haben jetzt ein eigenes Gehege mit Wasser, Häuschen, Gras und viel Sonne. Kaninchen und Kröten fühlen sich sichtlich wohl!

Danach habe ich eine Freundin zu einem Glas Rhabarberschorle getroffen, was mich kommunikativ fast überfordert hätte. Außerdem ist meine Stimme immer noch heiser, so haben wir uns nach eine netten kurzen Stunde verabschiedet. Ich bin in die Stadt gefahren und haben zum ersten Mal seit Jahren (!) Unterwäsche gekauft. Für mich, ohne Batman, nicht in Größe 134. Hierzu gibt’s kein Bild, so sorry!

Aber ein anderes Wäschebild habe ich, nämlich das gendermäßig völlig danebene Bild von der Wäsche meines Sohnes: es ist eindeutig ein Jungs-Wäscheständer:

gender Wäscheständer

Den Abend habe ich mit Katze und ZDF verbracht. Wie man an der Katze sieht, war das Programm sterbenslangweilig. Aber in Ermangelung von Netflix, privaten Sendern oder überhaupt einer Fernbedienung ließ sich das leider nicht ändern. Ich hab eh gehäkelt und diese merkwürdigen Krimis nur als Grundrauschen wahrgenommen.

 

Ich bin früh ins Bett und war gerührt vom Hasenbär, den mein Sohn so nett hingelegt hat. Mein Sohn hat fast die ganze letzte Woche bei mir geschlafen, jetzt ist er beim Papa, aber den Hasenbär hat er mir da gelassen. Gute Nacht Hasenbär!

einsamer Hasenbär

 

Sonntag morgen habe ich nach einem ungewohnt ruhigen Frühstück gemacht, was andere im Zoo machen: im Garten gesessen und meine Tiere beobachtet. Den Kaninchen und Schildkröten könnte ich stundenlang zuschauen, es hat etwas absolut meditatives. Aber es gab noch was zu tun, und zwar endlich mal den Winterstall der Kaninchen ausmisten und die ganze Ecke aufräumen. Zwischendurch kam eine nette Hausbewohnerin in den Garten, sie hat Spanisch gelernt, ich hab gehäkelt, wir haben die reifen Pfirsiche gepflückt. Unser Garten ist schon ganz schön schön!

In der Zwischenzeit hat sich auf Twitter eine gewissen Neugier ob meiner Haustiere entwickelt, besonders an den Zwergbartagamen meines Sohnes. Die hat er sich tatsächlich selbst ausgesucht und gekauft, und er kümmert sich beflissen um die possierlichen Echsen. Aber der Spaß hat 200€ gekostet, er hatte nur 100€, und so hat er beim Vater einen Kredit auf Geburtstag & Weihnachten aufgenommen. Die 100€ will er natürlich schnellstmöglich zurück zahlen, sonst kriegt er keine Geschenke, also verkauft er jetzt begehrte Ware, zum Beispiel Comics, Duplosteine etc.

Ein letztes kinderloses Abendessen, dann überlege ich mir, ob ich mir die Tatort-Wiederholung anschaue, die Katze liegt jedenfalls schon parat.

 

Noch mehr Wochenenden in Bildern gibts bei Frau Mierau.

Wochenende in Bildern 16./17.7.2016

Bloggen: wenn Privates politisch wird

Bloggen aus Selbstzweck, anonym und privat

Ich habe das Bloggen aus purem Selbstzweck angefangen: ich schreibe gerne, fabuliere und formuliere gerne, oder wie man am Niederrhein sagt: ich komm gut vonne Wörter. Außerdem geht es mir gut, wenn ich mir was von der Seele schreibe, weshalb ich seit 30 Jahren Tagebuch schreibe. Auf meiner Startseite habe ich das so beschrieben:

Ich schreibe hier, weil ich den Ungerechtigkeiten, denen ich als Alleinerziehende manchmal ausgesetzt bin, nicht ohnmächtig gegenüber stehen, sondern sie in die Welt hinausschreien will. Und weil das Leben mit meinen Kindern so großartig, faszinierend, anstrengend, urkomisch, bizarr und bereichernd ist, dass ich es einfach aufschreiben und (mit-)teilen muss.

Und ich tausche mich gerne aus. Da ich im real life nicht dazu komme (so ab 22/23 Uhr), dachte ich, ich schreib meinen Rotz jetzt mal ins Netz. Vielleicht ist da draußen ja jemand, den’s interessiert? Wär ja zu schön!

Also total privates und gerne auch anonymes Bloggen, da muss ich mich nicht verstellen, keine falschen oder echten Rücksichten nehmen und kann auch mal Dampf ablassen. Für den Anfang hat das ganz gut geklappt, es gab und gibt erfreulicherweise immer mehr Menschen, die meine Texte lesen. Aber was mich völlig umgehauen hat: es gibt Menschen, die meine Texte berühren. Reaktionen wie „Es hat so gut getan Deinen Text zu lesen“, „Du schreibst mir aus der Seele“, „vielen Dank für Deine Gedanken“ und sogar „ich musste weinen bei Deinem Text“ ziehen mir wirklich jedes Mal die Schuhe aus und ich möchte diese Menschen sofort umarmen, herrje! Dass jemand mein Geschreibsel nicht nur interessiert zur Kenntnis nimmt, sondern tatsächlich etwas beim Leser passiert, damit hatte ich nicht gerechnet, und das macht mich unglaublich, ähem: stolz? Ja, stolz, weil ich offenbar ausdrücken kann, was andere so nicht sagen konnten, aber sich nun erleichtert in meinen Formulierungen wieder finden. Da bin ich froh und auch dankbar, dass meine Worte helfen konnten. Und es kam auch auch die Erkenntnis: ich bin ja gar nicht allein damit.

Ich bin nicht allein

Dies öffnet die nächste Dimension: ich bin nicht allein. Nicht nur mit meinen Gefühlen, auch mit meiner Situation. Meine Situation, mit den Kindern in dieser Gesellschaft alleine da zu stehen, sich gegen Unmöglichkeiten aller Arten alleine durchzusetzen und dabei noch so etwas wie eine Karriere durchzuziehen, den Kindern den Rahmen für ein glückliches Aufwachsen zu schaffen, sie zu unterstützen und zu begleiten, dabei nicht selber vor die Hunde zu gehen und die Katzen noch zu füttern. Wenn meine Texte von meiner Situation handeln, kommen Kommentare wie „Gut dass das mal jemand aufschreibt“ oder „alle bitte mal lesen, das hier ist wichtig“. Wow! Auch hier hatte ich maximal mit wohlwollendem Kopfnicken gerechnet, aber dass selbst meine Leser das Gefühl bekommen, dies müsste nun mal laut und allen gesagt werden, auch das macht mich stolz! Und auch hier wieder: ich bin damit gar nicht alleine? Geht’s Euch genauso? Geht’s uns am Ende allen so?

Da muss man doch was tun?!

Bei mir ruft sowas sofort Aktivismus auf den Plan, da gären Ideen, mein Netzwerk-Hirn gerät ins Grübeln, ich spinne herum, lese hier und frage dort und dann kommt da sowas wie die Aktion #muttertagswunsch bei raus. Denn in den paar Monaten die ich blogge, habe ich eins gemerkt: wir sind Familie, wir sind viele, und wir sind laut! Ob nun gerade diese Aktion den nächsten große Wurf der Familienpolitik begründet, wage ich zu bezweiflen, aber sie ist ein weiterer Schritt auf dem Weg dahin, dass Familien gehört werden. Da ist dann aus meinem kleinen privaten anonymen Blog mal flugs ein politisches Blog mit Klarnamen geworden, denn ohne Impressum und einen echten Namen geht so eine Aktion halt nicht. Gut, dann eben nicht anonym, dann werden mich halt irgendwann genau die Leute hier in diesem Internet finden, vor denen ich mich mal in Ruhe verstecken wollte. Aber fürs Verstecken-Spielen war ich schon als Kind zu ungeduldig. Ich nenne das mal die aktive politische Variante, denn für mich gibt es noch die eher passive politische Variante im Blog: ich beschreibe einfach mein Leben.

Seht eher, so ist das bei uns!

Ich mache mein privates Leben öffentlich mit der Intention: seht her, so ist das bei uns! Ihr kinderlosen Menschen, Ihr habt vielleicht eine ungefähre Ahnung, wie Familienleben aussieht, aber hier seht Ihr es live und in Farbe, mit all seinen Großartigkeiten und Unmöglichkeiten. Ihr Eltern in Beziehungen, Ihr habt vielleicht eine Ahnung, wie es sich als Alleinerziehende lebt, aber hier seht Ihr es in allen Konsequenzen. Ihr Männer und Frauen, die Ihr (zu) viel arbeitet: so sieht die Nummer für Eure*n Partner*in aus, der oder die auch gerne arbeiten UND mit den Kindern leben möchte. Ihr Frauen, die Ihr wie ich allein mit Euren Kindern lebt: wir schlagen uns zusammen durch und halten trotzdem immer wieder die Nase in die Sonne. Ihr Alle, Ihr habt Euren Lebensentwurf, er ist wahrscheinlich toll, aber er ist nicht der einzige, es gibt noch meinen und tausende andere, schaut über den Tellerrand, erweitert Euren Horizont, lasst Euch bereichern.

Ich finde es wichtig, das Leben mit Kindern darzustellen, denn ich glaube manchmal, dass die, die darüber in der Politik entscheiden, gar nicht wissen, worüber sie da entscheiden. Deshalb ist dies tatsächlich meine Motivation: seht her, so ist das bei uns! Sehr inspiriert von Susanne Mierau mit dem Wochenende in Bildern, die diese Initiative gestartet hat, um  den den Austausch in der Elternschaft anzuregen: „Sehen, wie unterschiedlich die Zeit gestaltet werden kann, welche Ideen verschiedene Familien haben. So bunt ist Elternschaft!“. Ich lese gerne die Wochenenden der anderen Familien, denn es macht nicht nur Spaß und gibt tatsächlich viele Anregungen, sondern es vermittelt mir auch ein authentisches Bild von Familienleben in Deutschland. Ich kennen ja nur mein eigenes und vielleicht noch das von ein paar Freunden, aber dieses WiB gibt einen einerseits recht intimen und andrerseits sehr umfassenden Einblick in das Leben mit Kindern. Deshalb mache ich da immer wieder gerne mit, und auch an meinen kinderfreien Wochenenden, denn die gehören für mich als Alleinerziehende genauso zu meinem Familienleben (und weil es wohl über nichts soviel Gerüchte gibt wie über die kinderfreien Wochenenden einer SingleMom)

Aus ähnlichen Beweggründen habe ich auch bei family unplugged mitgemacht: weil ich etwas mitzuteilen habe: seht her, so ist es, das Leben alleine mit den Kindern. Bevor Ihr Euch eine Meinung dazu bildet, schaut her, hört zu, lest nach. Ich kann dieses Projekt gar nicht hoch genug loben, denn da werden nicht nur Filmchen gedreht, die werden ja wirklich der Politik zur Verfügung gestellt, damit die mal nachschauen können, worüber sie da beschließen. Spätestens mit diesem Film samt Drehbericht, Gastbeitrag und zahlreichen Bildern bin nun wirklich nicht mehr anonym: jetzt kennen nicht nur alle meinen Namen, sondern auch mein Gesicht und ja: auch meine Kinder. Ich habe bei family unplugged nicht mitgemacht, weil ich mein Leben so großartig finde, sondern mit einer klaren politischen Intention. Wenn ich dabei helfen kann, das Leben mit Kindern zu bebildern und zu verdeutlichen, um der Politik auf die Sprünge zu helfen, dann bin ich gerne dabei!

Das Private ist politisch: wir sind Familie, wir sind viele, wir sind laut!

Aus diesen ganzen Gründen kann ich Alu von Grosseköpfe nur sehr unterstützen, die auf der denkst  gesagt hat: „Seid mutig, schreibt über Themen die euch bewegen in der Gesellschaft, benennt eure Fragen, euren Unmut und eure Sorgen. Das Forum der Eltern in Deutschland ist groß und stark und das Private ist somit beim Bloggen auch immer politisch.“  Politisch ist ja nicht nur, eine Aktion wie den #muttertagswunsch rauszuhauen, und nicht jeder stellt sich gerne vor die Kamera. Politisch ist in meinen Augen auch, das Familienleben in allen Facetten darzustellen (wir sind Familie!), es vor allem mal sichtbar zu machen (wir sind viele!) und sich über fehlenden Platz für Kinderwagen in Cafés aufzuregen (wir sind laut!). Deshalb muss ich der Frau Chamilion widersprechen, die sagt, dass der Großteil der Elternblogs nicht politisch sei: sie sind politischer, als sie selber vielleicht denken. Elternblogs schreiben über Familie, und „die Familie ist die natürliche Kernzelle der Gesellschaft“ (Art. 16 der allg. Erklärung der Menschenrechte) und damit ist Familie politisch, denn hier werden die Grundsteine der zukünftigen Gesellschaft gelegt. Ob mein Baby einen Pups quer sitzen hat, mein Kita-Kind auf einen Baum klettert, mein Grundschulkind ein Haustier versorgen muss, mein Teenie ins Smartphone glotzt oder meine Halbwüchsige die Nacht durchtanzt: wir als Eltern treffen die Entscheidung wie wir damit umgehen. Und ob wir dies bedürfnisorientiert tun, gewaltfrei, vertrauensvoll, diszipliniert, konsequent, aus der Not heraus, verzweifelt oder auch einfach gar nicht: wir prägen damit unsere Kinder und die Art, wie unsere Kinder in 20 Jahren die Gesellschaft gestalten werden. Politischer geht’s nicht.

Und so sitze ich an meinem Schreibtisch und blogge weder „nur“ privat noch anonym noch aus purem Selbstzweck, wie ich anfangs dachte. Aber das ist völlig ok, denn ich will ja was verändern. Für mich und vor allem für meine Kinder. Und der Anfang ist immer heute!

der anfang ist immer heute

 

Bloggen: wenn Privates politisch wird

Wochenende in Bildern 23./24. April 16

Bereits Freitag abend war ich nach Nürnberg gefahren, um auf der Bloggerkonferenz denkst die reale Existenz all der virtuelle Charaktere zu überprüfen, die, so wie ich, ein Blog betreiben weil sie Eltern sind. Und ja: sie sind alle echt, und sehr nett! An der Hotelbar habe ich bereits viele erkannt von ihren Blogs, von ihren Wochenenden in Bildern, von ihren Tweets & Posts. Mich hat natürlich kein Mensch erkannt, weil ich erst seit ein paar Monaten blogge und weil es keine Playmobil-Figur mit Locken gibt.

Samstag früh musste ich feststellen, dass ich auch 6 Jahre nach der Trennung noch auf meiner Seite im Bett schlafe, allerdings lasse ich jetzt die andere Seite meist für Katzen und Kinder frei, aber die waren ja gar nicht mitgefahren. Ich Gewohnheitstier. Auf der denkst gab es nach einem komischen Kinderarzt viele interessante Vorträge von inspirierenden und sehr klugen Menschen: Christine Finke mit ihrer ungeheuer sympathischen und kompetenten Art hat die Welle im Internet erklärt, Bea Beste ist echt die Beste wenn’s um Marken und den unvergleichlichen Pfiff auf den Fingern geht, die schlaue Alu (aus) Berlin hat uns klar gemacht, dass wir nicht nur eine politische Relevanz, sondern auch Verantwortung haben mit unseren Blogs – das hat mir nochmal die Augen geöffnet! Andrea Reif (ver) folge ich schon lange und war ganz begeistert, dass Mut und Authentizität nicht nur der Titel ihres Vortrages, sondern auch ihr ganz persönlicher Leitfaden sind. Nachmittags habe ich mich geärgert, daß ich Silke Plagge und ihr Storytelling verpasst habe zugunsten des Vortrags „Erfolgreich bloggen“ von Svenja: ich will ja gar keine Quarkbällchen-Rezepte verticken bei maximalem Traffic, ich will doch Geschichten erzählen, Mensch. Hätte ich mich mal besser vorher informiert. So bleibt mir zu hoffe, dass ich Silke Plagge irgendwo nochmal wieder treffe und von ihr Storytelling lernen darf. Zum Schluss hat Patricia Cammarata sehr fundiert und humorvoll darauf hingewiesen, dass Kinderfotos sehr wohl ins Netz gehören. Und zwar nicht im Profil und natürlich nicht nackig, sondern geschickt getarnt und unter Wahrung der Persönlichkeitsrecht, aber ein Internet ohne Kinder wäre eine Gesellschaft ohne Kinder, und das geht ja mal gar nicht!

Dann war ich platt, mein Kopf gleichzeitig voll und leer, ich konnte mich auch gar nicht mehr unterhalten und hab mich in die Regionalbahn gesetzt: 2 Stunden und 43 Minuten ohne Akku, ohne was zu essen, auf harten Bänken. In Stuttgart bin ich ohne Umwege zum Italiener gestürmt und habe mit unendlicher Erleichterung ein Glas Rotwein, eine Pizza und ein gutes Buch genossen. Die Katze hat später wieder den Grund dafür geliefert, warum ich immer noch auf meiner Hälfte des Bettes schlafe.

 

Sonntag durfte ich ausschlafen und feststellen, wie präsent die Kinder überall in der Wohnung sind, auch wenn sie nicht da sind. Unser Fön, der es nie zurück ins Bad schafft, weil die Tochter sich so gerne auf dem Sofa fönt. Leonie, die wir wegen ihres Körnerbauchs gerne in die Mikrowelle stecken, weil sie dann wunderbar duftet und gegen Bauchweh hilft, und Karlsson vom Dach: nach 7 vorgelesenen Harry Potter-Büchern kichern sich meine großen Kinder abends herrlich was zusammen beim Vorlesen. Wann hört das eigentlich auf? Vielleicht nie.

Um 10 Uhr bin ich zur Arbeit gegangen, public viewing „Die Sendung mit der Maus“, und wir haben uns hinter der Theke wellig gelacht über ein kleines Kerlchen, das gerade erst laufen, aber schon sehr verwundert die Maus gucken konnte. Danach eine kleine nette Mitarbeiter-Versammlung und um 15 Uhr war Feierabend. Zu Hause das übliche Set aus Wäsche und Aufräumen und: ein Nickerchen, herrlich! Als ich aufwachte, tobte draußen ein Schneeregen, also bleib ich bis zum Tatort auf dem Sofa liegen.

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Mehr Wochenenden in Bildern gibt’s bei Susanne Mierau auf geborgen wachsen.

Wochenende in Bildern 23./24. April 16

Wochenende in Bildern 9./10. April 2016

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Samstag, 12.30 Uhr: Frühstück? Mittagessen?
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Wäsche Wäsche Wäsche
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Weiße Katze auf schwarzer Hose: Mist!
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endlich wieder gefunden: meine Kühlschrankmagnete!
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Symbolbild Schreibtisch
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Fundstück Schreibtisch
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nicht vergessen!
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Geschenke von Frau Mierau!
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Ich tu wirklich alles, damit es bergauf geht!
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auf zur Arbeit!
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Sonntag, 12.30 Uhr: Frühstück? Mittagessen?
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SO sieht also frisch geputzter Parkettboden aus!
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Eine Decke nur für mich!
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Jugend forscht: der Sohn hat die Kerze auf die Heizung gelegt

Das erste kinderfreie Wochenende seit vier Wochen. Vier anstrengende Wochen mit kranken Kindern, Schulstress und viel Arbeit, in denen ich nicht zum Aufräumen, geschweige denn Putzen gekommen bin. Die Wohnung ist systematisch zugemüllt, und der Zustand der Wohnung war auch mein Zustand: es überwuchert mich, es entgleitet mir alles, ich hab’s absolut nicht mehr im Griff. Aber dieses Wochenende ist Zeit, Zeit für mich, Zeit mein Leben aufzufräumen!

Samstag wird erstmal gründlich ausgeschlafen und so lange Kaffee getrunken und das Internet leer gelesen, bis mir der Hintern vom Sitzen weh tut. Dann ist das Wohnzimmer dran, und ich entdecke allerlei Erinnerungen, Fotos und Karten, die mir wichtig sind. Alles bekommt seinen Platz und wird abgestaubt und geputzt, und so langsam wird das Zimmer wieder wohnlich. Zwischendrin kommt die Post und ich bin fassungslos: Susanne Mierau hat mir eine Karte und ein kleines Geschenk voller Anteilnahme geschickt, weil sie wohl auf dem Blog meine stressigen letzten Wochen verfolgt hat. Ich habe sie überhaupt noch nie getroffen und bin überwältigt und gerührt von soviel Mitgefühl. Und ich stelle (wieder einmal) fest, dass mir noch nie soviel spontane und unvoreingenommene Empathie und Freundschaft entgegengekommen ist wie in den letzten Monaten, seit ich blogge und auf Twitter aktiv bin. Gelobt sei das Internet, und ganz herzlichen Dank an Susanne!

Abends befreie ich meine gute schwarze Hose von Katzenhaaren und mache mich auf zur Arbeit, heute sind die Dadaphilosophen vom Theatre Du Pain auf meiner Bühne, das wird ein schöner Abend!

Sonntag wird wieder ausgeschlafen was das Zeug hält, und dann gibts gleich Mittagessen. Ich räume weiter auf, das Tochter-Zimmer ist dran, und dann kommt auch schon meine liebe Freundin, die extra zwei Stunden aus ihrem Sonntag rausgeholt hat, dem Mann die vier Töchter in die Hand gedrückt und 50 km gefahren ist, um mir ein Geschenk zu überreichen: sie hat mir eine Decke genäht! Eine wundervolle Decke aus vielen Stoffen, von denen jeder einzelne eine Bedeutung hat. Ich bin schon wieder überwältigt und korrigiere meine Aussage: ich habe genau eine, diese eine wunderbare Freundin, die seit 12 Jahren für mich da ist. Mit der mich eine tiefe und unvoreingenommene Freundschaft verbindet, wie sie mir seitdem in dieser Stadt nicht mehr begegnet ist. Gelobt sei sie, und ganz herzlichen Dank!

Zum Schluss ist auch das Zimmer vom Sohn noch dran, und ich schaffe es sogar, die Kerze aus dem Heizungsgitter rauszupulen.

Meine Wohnung ist aufgeräumt und blitzsauber, ich habe tolle Geschenke von wunderbare Frauen bekommen und ich habe endlich das Gefühl, mein Leben wieder in den Griff zu kriegen. Was für ein schönes Wochenende!

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Bei Susanne Mierau auf Geborgen Wachsen gibt’s noch mehr Wochenenden in Bildern.

Wochenende in Bildern 9./10. April 2016