Muttertagswunsch – die Antworten der Parteien

Aktion Muttertagswunsch? War das nicht im Mai? Ja genau: zum Muttertag am 14. Mai 2017 hatten wir (Christine Finke, Sonja Lehnert und family unplugged) wieder alle Familien dazu aufgerufen, ihre Wünsche an die Politik zu twittern und zu posten. Unter dem Hashtag #muttertagswunsch ist dann auch zum 2. Sonntag im Mai das Netz wieder übergelaufen mit den Forderungen von Familien.

Dieses Jahr haben wir, anlässlich der Bundestagswahl, die vielen Hundert Tweets und Posts gelesen und zu 10 zentralen Fragen zusammen gefasst, die ich im Namen der Initiatorinnen am 3. Juni 2017 an die Bundestagsparteien geschickt habe. Mit der Bitte um Beantwortung bis zum 15. Juli. Wir fanden, 6 Wochen sind eine angemessene Zeit, um auf unsere Fragen zu antworten.

Vier Wochen lang passierte: nichts.

Nun ja, ich habe meine Hausaufgaben auch immer erst auf den letzten Drücker gemacht, aber um nicht in Vergessenheit zu geraten, habe ich am 3. Juli dieselbe Mail mit einer netten Erinnerung nochmal abgeschickt. Übrigens immer an die Mailadressen, die die Bundestagsparteien auf ihren Websites als Kontakt abgegeben haben. Zudem wurde der Fragenkatalog von den Initiatorinnen verbloggt und veröffentlicht sowie auf facebook und Twitter gepostet. Selbstredend mit Markierung sämtlicher angesprochener Parteien. Da diese Texte mannigfach geteilt und geliked wurden, dürfte sich die Leserschaft im oberen 6stelligen Bereich bewegen.

Scheint die Parteien nicht weiter zu beeindrucken, denn bis zum Abgabetermin am 15. Juli hatten wir genau 1 Reaktion: einzig Die Linken haben ohne große Rückfrage oder Bitte um Fristverlängerung einfach auf alle Fragen geantwortet und dies fristgerecht zurück geschickt. Wow!

Die Grünen hatten sich nach der Erinnerung am 7. Juli gemeldet mit der Info, die erste Mail sei im Spam-Ordner gelandet, und baten um Fristverlängerung. Die wurde großzügig gewährt und so erreichte uns am 21.7. die Antworten der Grünen, immerhin.

Die SPD hat nur einen Tag nach der Frist ihre Antworten gesendet, am 16.7., das lassen wir natürlich ebenso großzügig als fristgerecht durchgehen.

Die FDP hatte bereits am 14.7. geantwortet. Allerdings haben sie nicht auf die Fragen geantwortet, sondern ein sehr langes Grundsatzpapier zur Familienpolitik geschickt. Da musste ich um Nachbesserung bitten, denn die Arbeit, sich die Positionen der FDP zu UNSEREN Fragen rauszusuchen, wollte ich der Partei nicht abnehmen. Daraufhin wurde ich mehrfach von der Bundesgeschäftsstelle persönlich angerufen, man bat um Verzeihung und weiteren Aufschub. Wir waren quasi kurz davor, uns zu duzen, da erreichte mich tatsächlich am 8. August die Antwort der FDP. Geht doch.

Und die CDU?

Ich sag mal so: es ist kompliziert. Im Grunde hat die CDU Bundespartei bis heute nicht geantwortet.  Die Bundespartei hatte sich auch nach einer dritten Mail am 28.7. nicht gerührt, obwohl die nun wirklich sehr direkt war:

Als einzige Partei hat die CDU nicht geantwortet, obwohl Sie diese Mail bereits mehrere Male bekommen haben (siehe unten) und wir Sie auf facebook & Twitter mehrfach angesprochen haben.

Hat die CDU keine Antworten zur Familienpolitik? Das können wir uns nicht vorstellen!

Drei Stunden später hatte ich die Antwort von Paul Ziemiak, dem Vorsitzenden der Jungen Union. Wohl auch nur deshalb, weil ich ihn seit der ZDFneo-Produktion „Volksvertreter“ persönlich kenne und er mir damals die Antworten bereits versprochen hatte. Aber ist Paul Ziemiak die Stimme der Bundespartei? Hm.

Ich habe mir dann einfach die Kontaktadresse der Stuttgarter CDU-Bundestagskandidaten rausgesucht und Stefan Kaufmann und Karin Maag mit dem Verlauf dieser Fragen konfrontiert. 10 Minuten später (!) rief das Büro von Herrn Kaufmann an, wie peinlich dies alles sei und man werde sich sofort um Antworten bemühen. Die nach einer weiteren Erinnerung meinerseits dann auch nach 8 Tagen eingetroffen sind. Und nur einen weiteren Tag später auch von Karin Maag: am 15.8., schlappe 10 Wochen nach der ersten Aussendung. Sie hat allerdings nicht auf die Fragen geantwortet, sondern einen allgemeinen Text zur Familienpolitik geschickt.

Lange Rede kurzer Sinn: es ist unfassbar mühselig, als einfache Bürgerin Antworten von den Bundestagsparteien zu bekommen. Auch als Bloggerin, die sich mit anderen Bloggerinnen zusammen tut und die gemeinsam auf eine Reichweite von ca. 15.000-20.000 Menschen (facebook & twitter) kommen, abgesehen von den Zugriffen auf unsere Blogs, wenn wir Texte posten (das geht mal flott über die 100.000) rückt man noch lange nicht in den Aufmerksamkeitshorizont der Parteien. Dass die Parteien dann auch noch gemäß ihrer rechts-links-Orientierung in zeitlicher Abfolge reagieren, und die kanzlerinstellende Regierungspartei sich auf ihre Bodenpersonal verlässt, ist – sagen wir: interessant.

Und was haben sie denn nun geantwortet?

Das, liebe Leserschaft, überlassen wir Euch. Die Antworten sind z.T. so umfassend, dass wir als Fragende nun auch gelernt haben, beim nächsten Mal eine Begrenzung zu fordern. Ich bin allerdings weder die Bundeszentrale für politische Bildung, noch habe ich tagelang Zeit, politische Texte zu analysieren und auf Kernaussagen einzustampfen. Ich bin eine vollzeitarbeitende Alleinerziehende, die sich zudem mitten in den Sommerferien befindet (das ist die Zeit, wo die Kinder nicht betreut sind, liebe Parteien, schon gar nicht die Kinder über 10 Jahre), ich kann und will diese Texte nicht zusammenfassen, kürzen oder in appetitliche Häppchen verpacken. Dabei hätte ich wirklich SEHR gerne einen Wahl-o-Mat für Familien erstellt, um es Euch einfach zu machen (vielleicht nächstes Jahr)!

Drum bleibt mir hier nur, Euch die Antworten in ungekürzter Fassung zu präsentieren. Ein Klick auf die Frage, und dann tun sich fünf verschiedene Antworten auf, jeweils in der Reihenfolge, wie ich sie erhalten habe. Ich wünsche, auch im Namen meiner Mit-Initiatorinnen, informative Einsichten!

Und das Wichtigste natürlich: geht wählen!

******

Muttertagswunsch 2017: Fragen an die Parteien

1. Frage: Viele Familien scheitern an der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Was sind Ihre Konzepte, um Eltern die Vereinbarkeit von erfülltem Familienleben und existenzsichernder Berufstätigkeit zu erleichtern?

2. Frage: Eltern leisten mit der Erziehung ihrer Kinder nicht einen, sondern DEN existentiellen Beitrag für die Gestaltung unserer zukünftigen Gesellschaft. Was wollen Sie tun, um die gesellschaftliche und finanzielle Anerkennung und Würdigung dieser Leistung zu steigern, und was sind Ihre Konzepte, um Eltern besser zu unterstützen und deutlich zu entlasten?

3. Frage: Familie braucht Zeit, Geduld und Flexibilität: was wollen Sie tun, um Eltern Zeit für ihre Kinder zu geben, ohne sie in den finanziellen Ruin und später in die Altersarmut zu treiben?

4. Frage: Wie stehen Sie zum bedingungslosen Grundeinkommen/einer Kindergrundsicherung und was wollen Sie tun, um Steuergerechtigkeit zu Gunsten von allen Familien herzustellen und ganz besonders Alleinerziehende deutlich steuerlich zu entlasten?

5. Frage: Ein Großteil der Alleinerziehenden erhält keinen Unterhalt vom anderen Elternteil. Was wollen Sie tun, um dies wirksam und sofort zu beenden?

6. Frage: Viele Eltern, meistens Mütter, steigen nach der Elternzeit in Teilzeit wieder in den Beruf ein, um später wieder auf Vollzeit aufzustocken. In der Realität wird dies aber von Arbeitgeberseite verwehrt und die Frauen stecken in der sogenannten Teilzeitfalle fest, die oft auch das Karriereende bedeutet. Nachdem ein Gesetzesentwurf zum Rückkehrrecht auf Vollzeitstellen gescheitert ist: was wollen Sie tun, um diese Frauen aus renten- und karriereschädlichen Teilzeitfalle zu holen? Bzw. was sind Ihre Konzepte, damit ein Teilzeitjob nicht schädlich für Rente und Karriere ist?

7. Frage: Es fehlen massiv Betreuungsplätze für Kinder aller Altersgruppen. Die Betreuungsplätze, die da sind, sind oft zeitlich nicht flexibel und qualitativ unzureichend. Was wollen Sie tun, um Kinderbetreuung in Deutschland für alle Kinder bis mind. 14 Jahren flexibel, qualitativ hochwertig und bezahlbar zur Verfügung zu stellen? Sehen Sie überhaupt einen Bedarf?

8. Frage: Schule und Bildung leiden an vielen Stellen unter schlechten Bedingungen. Wie wollen Sie die Qualität der schulischen Bildung und die Freude der Kinder an der Schule und am Lernen spürbar steigern?

9. Frage: Familien brauchen Unterstützung, Berufe rund um Familie sind jedoch schlecht bezahlt und leiden unter mangelndem Nachwuchs. Wie wollen Sie die Attraktivität und Bezahlung von Berufen wie Erzieher*innen, Pädagog*innen, Hebammen, Familienhelfer*innen, Sozialarbeiter*innen etc. spürbar steigern?

10. Frage: Kinder zu bekommen ist eine private Entscheidung. Dass Kinder gesund und in Frieden aufwachsen, um kreativ und intelligent die Zukunft zu gestalten, ist eine gesellschaftliche Aufgabe: wie wollen Sie dazu beitragen, dass sich diese Erkenntnis durchsetzt?

Zum Schluß noch der Vollständigkeit halber: die Antworten wurden eingesendet von

  • Helge Meves, Bundesgeschäftsstelle DIE LINKE, Bereich Strategie & Grundsatzfragen
  • Volker Nobisrath, Abteilungsleiter Politik, SPD Parteivorstand
  • Donate Hochstein, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Bundesgeschäftsstelle, Referat Öffentlichkeitsarbeit
  • Nicola Beer MdL, Staatsministerin a.D., Generalsekretärin, Freie Demokratische Partei
  • Dr. Stefan Kaufmann, MdB, Rechtsanwalt, Kreisvorsitzender der CDU Stuttgart

Die zusätzlich eingesandten Antworten von Paul Ziemiak sind mit einem Klick auf seinen Namen zu lesen. Wer die allgemeinen Texte von Karin Maag und der FDP zur Familienpolitik lesen möchte, kann diese gerne bei mir anfordern.

Advertisements
Muttertagswunsch – die Antworten der Parteien

Muttertagswunsch 2017

Am 14. Mai ist Muttertag. Seit Wochen ist das Mail- und Spam-Postfach voll mit Basteltipps und Wellness-Angeboten, in den Supermärkten locken Pralinendisplays und die Blumenläden laufen langsam zur Hochform auf. Die Kinder werden in den Kitas, Schulen und Horten zum Basteln niedlicher Dankes- und Liebeskärtchen für die Mama animiert. Und überall Bilder von glücklichen Müttern im Kreise der Familie, umringt von glücklichen Kindern und liebenden Gatten.

Am 25. Mai ist Vatertag. Da ziehen die Männer mit Bollerwagen und einer Kiste Bier im Kreise ihrer Lieben durch die Gegend: mit ihren Kumpels. Zum Vatertag wird nicht gebastelt und geschenkt, wird nicht gedankt und entspannt, es wird gesoffen.

So wie Muttertag und der Vatertag aktuell „gefeiert“ werden, zementieren sie die Geschlechterklischees, dass es einem schlecht werden könnte: Die Mütter werden auf die Familie und ihre Arbeit im Haushalt reduziert, die Väter auf Sauftouren unter Männern. Familie in Deutschland 2017, herzlichen Glückwunsch!

Einzig die Erzeugnisse der Kinder rühren mich. Auch wenn ich weiß, dass noch 23 andere Kinder das identische Gedicht von der Tafel abgeschrieben haben, in dem ich als sorgende und fleißige Mutter geehrt werde, so freue ich mich darüber, dass mein Kind mir etwas schenkt.

Wir brauchen dringend modernere Familienbilder, und wenn wir schon dabei sind: wir brauchen dringend familienfreundlichere Strukturen in Deutschland. Das war bereits letztes Jahr der Anstoß, den Muttertag mal anders anzupacken: inspiriert von diversen Muttertagswünschen in den sozialen Medien hatte ich überlegt, was ich mir als Mutter wirklich wünsche, und das sind nicht Blumen, Wellness und Frühstück ans Bett, sondern eine gerechte Steuerklasse als Alleinerziehende, vernünftige und bezahlbare Kinderbetreuung auch für Kinder bis 14 Jahren und finanzielle und gesellschaftliche Anerkennung meiner Erziehungsleistung. Um nur einige zu nennen.

Da ich wusste, dass ich mit diesen Wünschen ganz sicher nicht alleine bin, hatte ich mir Mitstreiterinnen gesucht und zusammen mit Christine Finke von mama-arbeitet und dem Interviewprojekt family unplugged die Aktion #muttertagswunsch ins Leben gerufen: eine Woche vor dem Muttertag haben wir gemeinsam alle Mütter und Väter dazu aufgerufen, ihre Wünsche an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu posten. Innerhalb von Stunden haben Hunderte von Menschen mitgemacht und Twitter geflutet. Über hundert Blogtexte sind erschienen, die Medien haben bundesweit berichtet und wir sind über RTLaktuell bis hin in die Tagesthemen damit gekommen. Wahnsinn!

Zum Schluss haben wir die vielen vielen Muttertagswünsche zusammengefasst und auf sechs Kernforderungen konzentriert. Diese haben wir unserer Familienministerin Manuela Schwesig geschickt, die uns dann tatsächlich nach Berlin ins Ministerium eingeladen hat. Dort wurden wir mit unseren Forderungen angehört, ernst genommen und wir haben über zwei Stunden lang lebhaft diskutiert. Natürlich wurde nicht am nächsten Tag das Sozialversicherungssystem in Deutschland komplett umgebaut, aber in kleinen Schritten tut sich etwas, das haben wir deutlich gespürt.

Deshalb rufen wir, Christine Finke, family unplugged und ich, dieses Jahr mit FrauTV und Sonja Lehnert von Mama-notes an unserer Seite auch in diesem Jahr wieder alle Mütter und Väter dazu auf: postet und tweetet Euren #muttertagswunsch und #vatertagswunsch!

Wir haben schon viel erreicht, aber es gibt noch viel zu tun, und deshalb müssen wir jedes Jahr lauter werden! Kinder sind keine Privatsache, und Familien sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Wir retten jeden Tag die Welt, weil wir unseren Kindern schon beim Frühstück Demokratie erklären, beim Mittagessen gerechte Verteilung vorleben und beim Abendessen einen respektvollen und gewaltfreien Umgang miteinander üben. Familien sind keine Randgruppe, wir sind verdammt viele: egal ob allein- oder zusammen-Erziehende, Patchwork jeglicher Konstellation, gleichgeschlechtliche Eltern, Adoptiv- oder Pflege-Eltern: Familie ist da, wo mindestens ein Kind und ein Erwachsener ist. Und Familien brauchen mehr als Pralinen, Blumen und Sauftouren.

Mit unserem #muttertagswunsch und #vatertagswunsch wollen wir nicht nur protestieren und anklagen (aber auch!), sondern deutlich sagen, was verändert werden muss, was abgeschafft gehört und was dringend eingeführt werden sollte, um Familienleben in Deutschland lebenswert zu machen. Für alle!

Wir werden alle Tweets unter dem #muttertagswunsch und #vatertagswunsch wieder zusammenfassen und auch dieses Jahr wieder unserer Familienministerin überreichen.

 

P.S. Einschalten: der #muttertagswunsch ist am Donnerstag, 11. Mai um 22.10 Uhr bei FrauTV im WDR (und danach in der Mediathek)

Muttertagswunsch 2017

Offener Brief an Frau Schwesig zum #muttertagswunsch

Am 1. Mai haben Christine Finke, das Interviewprojekt family unplugged und ich die Aktion #muttertagswunsch gestartet: wir haben alle Menschen, die Kinder haben, dazu aufgefordert, ihre politischen und gesellschaftlichen Forderungen unter dem Hashtags #muttertagswunsch und #vatertagswunsch zu posten. Die Aktion hat sich zu einer regelrechten Welle entwickelt, viele hundert Menschen haben mitgemacht, die Tweets wurden in Tausendfache geklickt und weiterverbreitet und 90 Leute haben einen kompletten Text dazu geschrieben.

Wir haben inzwischen sämtliche Texte und Tweets gelesen, ausgewertet und nach Häufigkeit und Themen gebündelt. Eine komplette Aufstellung findet Ihr hier. Das Ergebnis wollen wir nun der Familienministerin Manuela Schwesig überreichen und auch sehr gerne mit ihr darüber diskutieren. Da wir auf unsere Bitte nach einem Termin für die Übergabe bislang noch keine Antwort von Frau Schwesig erhalten haben, veröffentlichen wir nun unseren Brief in der Hoffnung, dass viele Stimmen die Dringlichkeit des Themas verdeutlichen. Und deshalb rufen wir noch einmal alle dazu auf, diesen offenen Brief weiter zu verbreiten und an Frau Schwesig zu senden und zu zeigen:

Wir sind Familie, wir sind viele und wir haben etwas zu sagen!

Auf Twitter findet Ihr Frau Schwesig unter @ManuelaSchwesig, das Familienministerium unter @BMFSFJ, auf facebook unter bmfsfj und die Mailadresse ist poststelle@bmfsfj.bund.de. Eine Bitte noch: wenn Ihr den Brief postet und/oder abschickt, dann verlinkt dies hier in den Kommentaren oder hinterlasst dazu eine Nachricht in den Kommentaren, damit wir am Ball bleiben. Danke!

******

Sehr geehrte Manuela Schwesig,

Sie haben sicher mitbekommen, dass es rund um den Muttertag am 8. Mai die Aktion #muttertagswunsch in den sozialen Medien gab.
Wir hatten gemeinsam am 1. Mai auf Twitter zur Aktion #muttertagswunsch aufgerufen:
Wir, das sind die zwei Bloggerinnen Christine Finke (www.mama-arbeitet.de) und Annette Loers (www.mutterseelesonnig.de) sowie das Interviewprojekt family unplugged (www.familyunplugged.de). Alle Mütter und Väter sollten auf Twitter und facebook ihre politischen und gesellschaftlichen Forderungen posten und, in Texte gegossen, auf dem Blog http://www.mutterseelesonnig.de verlinken.

Die Aktion hat eine regelrechte Welle ausgelöst, es gab Hunderte Tweets und Retweets, 90 Bloggerinnen haben ausführliche Texte geschrieben. Die Accounts und Blogs der Teilnehmerinnen reichen von wenigen Hundert bis in viele Tausende Follower, so dass die Reichweite der Aktion in die Hunderttausende geht. Wir waren tagelang auf Twitter in den Top Trends, über die Aktion wurde in den RTL-Nachrichten und in den Tagesthemen sowie bundesweit in vielfachen print-/und online Medien berichtet. Den Aufruf zur Aktion und die (vorläufige) Presseschau finden Sie auf dem genannten Blog mutterseelesonnig.
Die Aktion hat gezeigt, dass es für Familien in Deutschland noch massiven Verbesserungsbedarf gibt, und dass Mütter und Väter sehr klare Vorstellungen von einer familiengerechten Gesellschaft haben.

Die wichtigsten und meistgenannten Forderungen sind:

  • Steuergerechtigkeit für Familien, Familiensplitting statt Ehegattensplitting, Familie ist da wo Kinder sind, nicht wo ein Trauschein ist
  • gesellschaftliche Akzeptanz jeglicher Familienform, Respekt und Anerkennung der Erziehungsleistung, Wertschätzung und besonderer Schutz von Familien
  • vollwertige und unbegrenzte Anerkennung der Familienzeit bei den Rentenpunkten
  • ganz besondere Unterstützung Alleinerziehender im Steuerrecht und auf dem Arbeitsmarkt. Massive Senkung des Armutsrisikos Alleinerziehender, besonders auch im Alter
  • finanzielle Grundsicherung für Familien, voller Lohnausgleich bei Krankheit und Betreuungspflichten
  • kostenlose Krippen-Kita-Hortplätze, massive Verbesserung der Qualität in der Kinderbetreuung und der Schule, längere und flexiblere Betreuungszeiten, Betreuungsangebote (Mittagessen, Hausaufgaben, Ferien) auch für größere Kinder bis 16 Jahre
  • an die Arbeitgeber: mehr Flexibilität in der Arbeitszeit, Kündigungsschutz, Erleichterung beim Wechsel Vollzeit-/Teilzeit

Wir würden Ihnen das komplette Ergebnis der Aktion gerne persönlich überreichen und mit Ihnen ins Gespräch kommen.

Wir freuen uns auf Ihre Antwort!

Mit freundlichen Grüßen,
Christine Finke von mama-arbeitet.de, Annette Loers von mutterseelesonnig.de sowie Lisa Ortgies, Julia Schmidt-Jortzig, Stephan Faber und Susanne Garsoffky von family unplugged

******

Offener Brief an Frau Schwesig zum #muttertagswunsch

Presseschau zur Aktion #muttertagswunsch

Am 1. Mai ist die Aktion Muttertagswunsch von Christine Finke, family unplugged und mir gestartet. Gegen 20 Uhr erschien auf allen drei Blogs der Aufruf, unter #muttertagswunsch politische und gesellschaftliche Forderungen zu posten. Es haben so viele Menschen mitgemacht, das wir gegen 22.30 Uhr Anne Will als Trend auf Twitter überholt haben.

Am 2. Mai erschien bei RBB der erste Bericht. RTL hat am 3. Mai über die Aktion einen Beitrag gedreht und in der Sendung RTL aktuell ausgestrahlt. Der Beitrag ist in der RTL-Mediathek nur 7 Tage lang zu sehen, Frauenzimmer hat den kleinen Film aber länger auf der Seite.

BrigitteMOM hat ebenfalls am 3. Mai einen ausführlichen Bericht über die Aktion gebracht. Am 4. Mai folgten in.franken, die BILDDie WeltRegio-News und Blickpunkt.com. Zum Vatertag am 5.Mai brachte Spiegel online die Aktion und Faz.net griff das Thema ebenfalls am 5. Mai auf.

Am 6. Mai erschienen mehrere Meldungen: Schwäbische ZeitungExpress Köln / DüsseldorfHamburger MorgenPostBerliner KurierKölner Stadt Anzeiger, Berliner Zeitung und die Sächsische Zeitung. Auch der Blog von geld.de hat den Muttertagswunsch entdeckt.

Am Samstag, den 7. Mai strahlte rbb-online ein ausführliches Interview aus.

Sonntag, 8. Mai, Muttertag: n-tv panorama berichtet darüber, dass Muttersein schon mal leichter war, und hat auch den #muttertagswunsch mit drin. Das Leipziger Lokalradio Mephisto berichtet auch, leider werden die Initiatorinnen anonymisiert. Auch die griechische Seite protothema macht auf den Muttertagswunsch aufmerksam. Am späten Abend schließlich bringen die Tagesthemen auf ARD einen Beitrag zum Muttertag und erwähnen auch den #muttertagswunsch mit dem Schlusssatz „aber über Blumen freuen sie sich dann doch“. Es gibt noch viel zu tun, und wir machen weiter!

Am Mittwoch, den 11. Mai hat Bild der Frau noch online nachgezogen.

Sagt mir Bescheid, wenn Ihr noch etwas findet!

presseschau

Presseschau zur Aktion #muttertagswunsch