Frage 3: Zeit für Familie

3. Frage: Familie braucht Zeit, Geduld und Flexibilität: was wollen Sie tun, um Eltern Zeit für ihre Kinder zu geben, ohne sie in den finanziellen Ruin und später in die Altersarmut zu treiben?

 

Die Linke:

Wir verweisen auf die Antworten von Frage 1 und 2

 

SPD:

Zeit für die Familie zu haben und zugleich beruflich den Anschluss zu halten, ist für Millionen Menschen immer noch eine Herausforderung. Eltern wollen für ihre Kinder da sein und stehen oft zugleich vor der Herausforderung, sich um pflegebedürftige Angehörige zu kümmern. Am Ende ist derzeit doch oft wieder ein Elternteil hauptsächlich für Familie und Haushalt und der andere für die Erwerbsarbeit zuständig. Obwohl es ganz anders geplant und gewollt war. Das ist nicht gerecht!

Wir sorgen dafür, dass Kindererziehung, Pflege und Beruf besser zusammengehen. Und dass sich Eltern beides partnerschaftlich aufteilen können, ohne dass sie davon finanzielle Nachteile haben. Wir haben das ElterngeldPlus eingeführt, das es Eltern ganz kleiner Kinder leichter macht, Elternzeit und Teilzeitarbeit miteinander zu verbinden. Das Pflegeunterstützungsgeld für bis zu zehn Tage im Jahr und die Familienpflegezeit waren erste Schritte zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. In einem nächsten Schritt werden wir eine Familienarbeitszeit für Kinder und für die Pflege von Angehörigen einführen – unterstützt durch ein Familiengeld, damit sie sich das leisten können.

 

GRÜNE:

Eltern müssen vieles gleichzeitig schaffen: Die Arbeit, den Haushalt, Zeit für die Kinder, die Freunde – und sie wollen möglichst auch ein wenig Zeit für sich selbst haben. Dabei ist es vielen wichtig, Erwerbsarbeit und Kindererziehung partnerschaftlich untereinander aufzuteilen. Diese Ziele unterstützen wir durch unsere grüne Arbeitsmarkt- und  Zeitpolitik.  Mit der KinderZeit Plus  wollen wir Eltern mehr Zeit geben: Ganze 10 Monate mehr Elterngeld, statt wie bisher 14 in Zukunft 24. Jeder Elternteil erhält acht nicht übertragbare Monate – weitere acht Monate können frei zwischen den Eltern aufgeteilt werden.

Außerdem werden die Elterngeldmonate flexibilisiert mit Blick auf Teilzeit. Wer nur um ein Fünftel seinen Arbeitsumfang reduziert, bezieht dafür fünfmal so lange das Elterngeld. Bisher verdoppeln sich die Elterngeldmonate immer nur, egal um wieviel Stunden jemand reduziert. Zusätzlich wollen wir, dass die Monate bis zum Alter von 14 Jahren der Kinder genutzt werden. Denn es sind nicht nur die Kleinsten, die ihre Eltern brauchen.

 

FDP:

Der Schlüssel für uns zur Vermeidung von Altersarmut für Eltern liegt in einem flexiblen Arbeitsmarkt. Ein großes Hindernis für Eltern sind hierbei Pausen im Arbeitsleben oder phasenweise Teilzeit. Um diese Hürden zu überwinden, setzen wir uns für flexible Arbeitszeitmodelle und auch digitale Arbeitsplätze ein. Diese sind unabhängig von Zeit und Ort und machen es Eltern leichter, ihren Kindern Zeit zu geben. Ferner wollen wir Frauen noch stärker ermuntern, klassische Männerbranchen zu erobern, deren Jobs meist besser bezahlt sind als diejenigen, die viele Frauen traditionell ergreifen. So kann die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern verkleinert werden. Genauso müssen gesellschaftliche Hemmnisse abgebaut werden, wenn Männer vermeintliche Frauenberufe ergreifen.

Zudem halten wir Freie Demokraten es für richtig, die Einkünfte aus privater und betrieblicher Altersvorsorge nur teilweise auf die Grundsicherung im Alter anzurechnen. Auch über die vorgesehenen Begrenzungen soll Vorsorge nur prozentual die Leistungen aus der Grundsicherung mindern. Denn freiwillige Altersvorsorge muss sich für jeden immer auszahlen. Das betrifft zum Beispiel auch Eltern, die familienbedingt viel in Teilzeit gearbeitet oder wenig verdient haben.  Es kann nicht sein, dass Einnahmen aus der freiwilligen Vorsorge vollständig auf die Grundsicherung angerechnet – also voll abgezogen werden. Wir finden: Der Anreiz zur zusätzlichen Altersvorsorge gegen Altersarmut muss erhalten bleiben. Wer sich anstrengt und vorsorgt, muss ein Alterseinkommen über Grundsicherungsniveau haben. Und er muss mehr haben als derjenige, der nicht vorgesorgt hat.

 

CDU:

Neben den finanziellen Verbesserungen wollen wir den Informationsaspekt stärken. Viele familienpolitische Leistungen werden aus Unkenntnis nicht in Anspruch genommen: Um als Familie bzw. Elternteil die volle Unterstützung des Staates für die Kinder zu erhalten, muss man sich umfassend über die entsprechenden Möglichkeiten informieren können. Wir wollen deshalb eine Anlauf- und Auskunftsstelle für alle Familienangelegenheiten schaffen, damit junge Familien bestmöglich die Vielfalt der staatlichen Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen können.

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Diese Frage und die jeweiligen Antworten der Parteien sind ein Teil der Aktion #muttertagswunsch: Fragen an die Parteien zur Bundestagswahl

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