Steuererleichterung für Alleinerziehende? Pustekuchen!

Von „Du hast ja den Alleinerziehenden-Bonus“ bis „Du kriegst ja auch so viel Steuererleichterung“ gibt es eine Menge  Gemunkel um den begünstigen Status von Alleinerziehenden.

Alles Mumpitz!

Denn wenn man es mal genauer betrachtet, werden Alleinerziehende steuerlich ganz gut belastet, sobald sie auch nur einen steuerrelevanten Euro verdienen. Die berühmte Steuerklasse 2 sorgt dafür, dass ein alleinstehender Mensch mit Kindern nicht so viel Steuern zahlt wie ein Mensch ohne Kinder. Soweit so schön. Aber an meinem Beispiel sieht man, wie hanebüchen das ist: bei meinem Vollzeit-Gehalt rechne ich einen Unterschied zu Steuerklasse 1 von gerade mal 59€ aus. Dafür, dass ich alleine zwei Kinder großziehe. Ein Witz ist das! Wäre ich verheiratet, hätte ich in der Steuerklasse 3 ganze 271€ mehr auf dem Konto, jeden Monat. Und zwar völlig egal, ob ich Kinder habe oder gar wie viele. Das deutsche Steuersystem belohnt den Trauschein, nicht das Kinderhaben. Warum auch immer.

Aber der Kinderfreibetrag! Und das Kindergeld!

Ja genau, fast vergessen. Kinderfreibetrag und Kindergeld gehen gerechterweise zur Hälfte auf das Konto des Kindsvaters. Der zahlt nämlich Unterhalt, also steht ihm die Hälfte dieser Steuervergünstigungen zu. Soweit so schön. Die Kinder werden allerdings zu 85% von mir betreut (zwei Wochen lang) und zu 15% vom Vater (jedes 2. Wochenende). Auch in den Ferien! Dieses Ungleichgewicht findet sich in der Erleichterung der Steuer jedoch nicht wieder. Warum auch immer.

Hier sieht man übrigens auch, wie schwachsinnig ein im letzten Bundestagswahlkampf aus den Reihen der FDP kommender Vorschlag war, man solle dem Unterhaltszahler die Möglichkeit geben, den Unterhalt von der Steuer abzusetzen, dies würde einen größeren Anreiz geben, den Unterhalt auch zu zahlen. Was für ein Quatsch, denn er kommt ja schon in den Genuss von 50% der Steuererleichterung. Wenn der Unterhalt von der Steuer abgesetzt werden soll, dann bitte jeder Unterhalt, auch der, der von Eltern gezahlt wird, die zusammen leben. Und auch der Unterhalt, den ICH für meine Kinder ausgebe, denn ich unterhalte meine Kinder ja auch: Miete & Nebenkosten, Lebensmittel, Klamotten, Schul-/Freizeitbedarf, Taschengeld und Versicherungen etc. Wenn ich das alles von der Steuer absetzen könnte – ach das wär schön!

Obendrein zahlen Eltern fleißig Mehrwertsteuer, und zwar unverhältnismäßig mehr als Menschen ohne Kinder. Weil Eltern nämlich gezwungen sind, mehr Verbrauchsgüter anzuschaffen und Investitionen zu tätigen, als Menschen ohne Kinder. Vom Kinderwagen, Tragetuch und Windeln über Schulranzen, Gummistiefel, Sportklamotten für die Schule, Sportklamotten für den Verein, Winterjacke, Sommerschuhe, Farbmalkasten etc. müssen Eltern ständig neue Dinge kaufen, weil die Kinder rauswachsen, sich verändern oder schlichtweg in die Schule fahren müssen. Allein das Monatsticket für den Nahverkehr kostet in Stuttgart 40,20€, pro Kind, jeden Monat. Das sind 964€ im Jahr, die ich nicht mal als Arbeitsweg von der Steuer absetzen kann. Dabei herrscht Schulpflicht in diesem Land, und mit dem Fahrrad durch Stuttgart zur fahren grenzt an Kindeswohlgefährdung, da bleibt nur der Bus.

Wie schön, dass Katzenfutter, Schnittblumen und Schmuddelheftchen vom Kiosk dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz unterliegen. Trifft nur nicht ganz die alltägliche Lebenswelt von Eltern. Und Alleinerziehende trifft es doppelt heftig, weil hier einfach nur eine Person Geld verdient, nicht zwei.

Halten wir fest: ich zahle fast soviel Steuern von meinem Brutto-Gehalt wie ein Single, der nur für sich selbst verantwortlich ist. Ich verbrauche ungleich mehr Waren mit 19% Mehrwertsteuer als ein Single. Von dem Kindergeld und dem Kinderfreibetrag erhalte ich die Hälfte.

Daran will offenbar auch die neue Bundesregierung nichts ändern. Und deshalb schreibe ich das  hier auf. Damit es einfach niemand vergisst und im Zweifel nochmal nachlesen kann:

Steuererleichterung für Alleinerziehende? Pustekuchen!

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Steht übrigens auch im Stern Nr. 13 vom 22.3.2018 ab Seite 32:

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Foto: Hardy Müller / Patrick Junker im Stern 13/2018
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Steuererleichterung für Alleinerziehende? Pustekuchen!

32 Gedanken zu “Steuererleichterung für Alleinerziehende? Pustekuchen!

  1. Vielen Dank fürs Aussprechen der Wahrheit. Hatte mir das bisher nie so bewusst gemacht, das Ungleichgewicht habe ich aber trotzdem deutlich gespürt. Viele Grüße
    Anna

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  2. Vielen Dank für den prägnanten Artikel! Gibt es eine Kampagne oder Aktion, der man sich anschließen kann, um auf eine Änderung der Steuergesetzgebung hinzuarbeiten bzw. Lobbyarbeit zu betreiben? Liebe Grüße, Barbara

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  3. Schü schreibt:

    Absolut D‘accord mit ihren Ausführungen.
    Bin auch ein absoluter Verfechter des Familien respektive Kindersplittings.

    Aber ich gehe davon aus, dass die Kinder bei Ihnen gemeldet sind. Daher nur der Tipp, falls Sie es noch nicht wussten, dass Sie sich für ihre minderjährigen Kinder den Freibetrag für Erziehung etc. ohne anteilige Anrechnung des Kindergeldes übertragen lassen können. Dann sind es gefühlt zwar auch nur zwei Euro pro Monat mehr. Aber immerhin

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  4. Vanessa schreibt:

    Oh mein Gott. Herr Jan ! Ich möchte mich hier nicht auf solches Gossenniveau wie Sie es an den Tag legen herablassen. Meine gute Kinderstube ( übrigens von meiner, seit meinem 15. Lebensjahr Alleinerziehenden arbeitenden Mutter von zwei Kindern beigebracht ) verbietet mir so etwas ! So kann nur ein Mensch reden der sich mit dem Thema überhaupt nicht befasst hat ! Man kann nur hoffen das solche Menschen, für den Fall dass sie Kinder in die Welt setzen, eine Frau mit erheblich höheren IQ an der Seite haben. Nicht das die Kinder diesen Quatsch schon von klein auf an hören müssen nur weil der liebe Papi an anderer Stelle vermutlich Minderwertigkeitskomplexe hat. Wahrscheinlich weil seine Vorgesetzte eine erfolgreiche Alleinerziehende Mutter ist !

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    1. Ich befürchte, nein, ich bin absolut sicher, dass der Herr Jan keine Frau mit erheblich höherem IQ an seiner Seite haben wird. Bei seinen Aussagen wird jede halbwegs vernünftige Frau schreiend das Weite suchen!

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  5. katta Lindner schreibt:

    Ich bin auch für eine Änderung des Steuertarifs. Kinder sollen bevorzugt werden, und die Kosten auch bei Mehrwertsteuer geändert werden.
    Leider können sich die Deutschen eher gegen Dieselautos wehren, als gegen strukturelle Ungerechtigkeiten.
    Ich hoffe die Sensibilisierung für falsche Strukturen nimmt zu.
    Sende ganz viel Frauensolidarität (oder Menschen /Kinder-Solidarität)

    Bleibt laut, werdet lauter, gebt nicht auf. Der Gegenwind bedeutet nur, dass Ihr auf der richtigen Spur sein.

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  6. Jan schreibt:

    Ich bin daher der Meinung, dass es überhaupt keine Sozialleistungen (Kindergeld, Krankenkasse, Rente) mehr geben sollte. Im Gegenzug wird die Einkommenssteuer massiv auf 5%-10% gesenkt. Keine Mehrwertsteuer usw. Dann lohnt sich arbeiten wieder und jeder kann machen wie er will. Steuerentlastungen für Alleinerziehende? Gibt es doch schon genug. Das fängt bei der kostenlosen Mitversicherung in der Krankenkasse an, geht über das Kindergeld und hört bei den ganz Unfähigen beim Wohngeld auf. Soll der Steuerzahler jetzt jeder Alleinerziehenden im Monat 5000 EUR geben nur weil Sie sich mit Sperma dickschießen lassen hat? Das ist doch keine Kunst. Und im Übrigen. Kinder von Alleinerziehenden bringen es im Leben eher nicht. Ist statistisch erwiesen. Auf die kann man getrost verzichten.

    Wenn man jemanden fördern sollte, dann wären es die guten Kinder. Für jedes Kind, welches Top-Noten hat (Alleinerziehend oder nicht), sollten die Eltern einen höheren Steuerfreibetrag erhalten. Dumme Kinder braucht das Land nämlich nicht.

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      1. Marie schreibt:

        Respekt, dass du das machst. Ich bin erschüttert, sowas zu lesen.
        Danke für deine mutigen Beiträge, dass du dich (für uns) stark machst und couragiert solchen Idioten entgegentrittst.

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      2. olaf schreibt:

        Ganz Unrecht hat Jan aber auch nicht. Jede Alleinerziehende jammert, dass sie zuviel Steuern zahlen muss. Selbst die Frau Finke bläst in das gleiche Horn. Und wenn jemand kommt, der dann sagt, dass wir die Steuern fast auf Null senken, um im Gegenzug die Sozialleistungen abzuschaffen, dann jammern die Alleinerziehenden auch wieder. Ich vermute daher, dass die Alleinerziehenden schlicht viel und vor allem leistungslos Geld möchten. Das beste Beispiel ist doch Frau Finke. Die kassiert maximal an Sozialleistungen ab (Künstlersozialkasse, Unterhalt, Wohngeld, Teilhabegutscheine) was nur geht, ohne jedoch Hartz-IV zu beantragen. Hartz-IV würde nämlich bedeuten, dass tatsächlich Bewerbungsdruck gemacht werden würde und sie sich dann auch auf die „geliebte“ Stelle bei Aldi an der Kasse bewerben müsste, was nach eigener Aussage nicht in Frage käme, weil sie total überqualifiziert sei und allein der Vorschlag schon übergriffig wäre.

        Und dass die Kinder von Alleinerziehenden es schwerer haben ist wirklich kein Geheimnis. Es wurde tatsächlich festgestellt, dass die Akademikerquote als auch das Einkommen im Durchschnitt niedriger ist als bei Kindern, die mit beiden Eltern aufwachsen. Sieht man ja bei Frau Finke. Sie sagt ja selbst, dass die Kinder „Special Effects“ haben und konkretisiert dies mit der fehlenden Fähigkeit die Klospülung zu betätigen oder die Kackreste im Klo selbst wegzumachen. Wer ihr Buch gelesen hat, der weiß Bescheid.

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      3. @Olaf: Was heißt eigentlich „leistungslos“? Immerhin erziehen diese Frauen zukünftige Steuerzahler, die später auch ihre Rente mitfinanzieren. Ist doch immer wieder erschütternd, wie wenig Anerkennung man für die Erziehungsarbeit erhält. Und wenn nun das Argument daherkommt, dass diese Kinder wegen „Dummheit“ eh nicht viel zur Rente beitragen:
        Woran liegt das? Weil diesen Familien im Verhältnis weniger Geld zur Verfügung steht! Wäre genug da, könnten diese Kinder auch dementsprechend gefördert werden.

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      4. Genau so ist es. Und das Argument mit der Dummheit geht mal gar nicht. Definiere dumm. Gerade dass Kinder aus ärmeren Verhältnissen weniger Chancengleichheit erfahren, schreit zum Himmel und zeigt, was in diesem Land im Argen liegt. Und dass sogar noch argumentiert wird, nur schlaue Kinder (definiere schlau) sind förderungswürdig, lässt mich fast schon im hohen Bogen kotzen. Nur Menschen ohne Kinder können so etwas von dich geben. Und außerdem, wer nie in den Stiefeln des anderen gegangen ist….

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      5. foris schreibt:

        @Tina schreibt:
        Das glauben Sie doch selbst nicht was Sie da schreiben. „Wir erziehen die Steuerzahler von Morgen“. Statistisch wird eher eine weitere Hartz_IV-Generation großgezogen. Und selbst wenn es so wäre, was spricht dagegen, die Sozialleistungen massiv zu kürzen (90%) und im Gegenzug die Steuern massiv zu senken (90%). Das wäre doch nur fair. Oder wo liegt die Fairness darin, die Leistungsbringer massiv durch Abgaben zu schröpfen, um im Gegenzug einer Kippenrauchenden „Vollzeit“-Mutti mit 4 Kindern von drei Vätern ein schönes Leben am heimischen Fließentisch zu ermöglichen. In Deutschland haben wir nicht das Problem mit zu wenig Einwohnern, sondern mit zu vielen. Für dieses Land wären 25 bis 30 Millionen Einwohner genau richtig.

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      6. mutterseelesonnig schreibt:

        Ich habe weder 4 Kinder, noch rauche ich, noch beziehe ich Sozialleistungen, noch sind meine Kinder dumm, noch habe ich einen Fliesentisch oder schreibe den fälschlicherweise mit ß. Aber selbst wenn es so wäre: meine private Lebensführung geht niemanden etwas an.
        Ich arbeite Vollzeit zahle sehr viele Steuern. Dass ich mit meinen zwei Kindern fast soviel Steuern zahle wie ein kinderloser Single, der nur für sich selbst verantwortlich ist, das ist ungerecht und gehört geändert.
        Dass Sie den Kopf voller billiger Klischees haben und in meinem Blog Sachverhalte kommentieren, die hier überhaupt nicht dargestellt werden, das ist sehr, sehr dumm und macht mir Sorgen um die Zukunft unserer Gesellschaft.

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      7. @Floris: Ja stimmt! Und dann kürzen wir die Renten doch auch gleich! Finde es nämlich auch enorm ungerecht, dass durch das Umlageverfahren, mein ganzes Geld den Rentnern von heute ausbezahlt wird, während ich später mal nix haben werde.

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    1. Lotte schreibt:

      Ich hoffe, du hast ne gute Ausrede für diese Dummheit.
      Kindergeld bekommen alle Eltern, nicht nur die alleinerziehenden. In der GKV sind alle Kinder kostenlos mitversichert. Und warum sollen die Kinder dümmer werden, wenn die Elter sich trennen?? Nach deiner Theorie bist du wohl bei nur einem Elternteil aufgewachsen

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    2. Ihr Kommentar ist eine Unverschämtheit, Herr Jan. Schwanger werden mag vielleicht keine „Kunst“ sein – 40 Wochen schwanger sein, Kinder auf die Welt bringen und diese großzuziehen ist es jedoch ganz sicher. Es ist ein Vollzeitjob, 24 h am Tag, 7 Tage die Woche, beschissen bezahlt. Da können Sie natürlich nicht mitreden, und genau deshalb sollten Sie es lassen. Genauso wie Ihr Ego und Ihre 5000 Euro, die will hier nämlich niemand haben. Herzlichen Glückwunsch, Sie haben es im Leben so weit gebracht, völlig unqualifizierte und diskriminierende Kommentare auf Seiten zu schreiben, die mit Ihrer Lebenswelt überhaupt nichts zu tun haben. Bitte danke gern.

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    3. Daniel schreibt:

      Erinnert an das dritte Reich.
      Auch Hitler wollte nur „lebenswertes“ Leben behalten und alles andere vernichten. Dass sich solche kranken Gedanken bis heute halten finde ich beschämend.
      Wie asozial!!

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  7. Nicole L. schreibt:

    Hallo, ich bin alleinerziehend mit drei Kindern und bei mir macht es sage und schreibe 47,85 € aus.. was soll ich sagen? Wir leben in Saus und Braus – nicht. Ich bin definitiv für eine ähnlich gute und faire Besteuerung wie in Steuerklasse 3. Ganz liebe Grüße.

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    1. Kleines schreibt:

      Ich bin bei Olaf. Und das als AE. Warum sollten die alleinerziehenden den Genuss von Steuerklasse drei haben und unterhaltszuschuss vom ex erhalten; der in Steuerklasse 1 reinrutscht. In einer Partnerschaft gibt es 3+5 oder 4+4. Auch die AE suchen nur die besten Beeren von anderen Körben aus. Wir alle ob AE oder auch Familie erhalten genug Sozialleistungen für uns, Kinder im allgemeinen werden von der Regierung und Gesellschaft nicht gut angesehen. Ich wäre für weniger Leistungen, dennoch für eine optimale gleichen Leistungen für Bildung, Sozialleben (vereine) und Sicherheit.

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      1. Weil das Steuerrecht generell überholungsbedürftig ist. Und weil es nicht sein kann, dass Paare auch ohne Kinder steuerlich entlastet werden, während jemand, der die Lebenshaltungskosten ganz alleine trägt und Kinder mit versorgt, wie ein Single besteuert gehört. Und wer Kinder hat, weiß, was so ein Kind kostet, Kindergeld und evtl. Unterhalt hin oder her. Und ich spreche nicht vom absoluten Luxusdasein.

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      2. Anja K. schreibt:

        @dieverlorenenschuhe Kinderlose Ehepaare zahlen durch das Ehegattensplitting nicht automatisch weniger Steuern. Nur bei unterschiedlicher Gehaltshöhe profitieren Ehepaare davon.
        Und die 271€ weniger Steuern bekäme Annette nur, wenn ihr Ehepartner kein Einkommen (oder max. einen Mini- Job) hätte. Somit müsste von den 271€ Wohnen, Essen, Kleidung usw für den Ehepartner bezahlt werden.
        Mit 2 Kindern und als AE hat Annette eine Steuerermässigung von 447€ (2×194 Kindergeld+59€). Das wird bei dem Ruf nach Steuererleichterung bei Alleinerziehenden immer übersehen.
        Auch ich bin Alleinerziehend und für die Abschaffung des Ehegattensplitting. Denn damit werden nur Familien gefördert, in denen einer so ein hohes Einkommen hat, dass der Andere gar nicht oder nur wenig arbeiten braucht. Mit oder ohne Kinder. Und Familien, verheiratet, in denen beide Eltern etwa gleich viel verdienen, haben keinerlei Vorteile!
        Statt des Ehegattensplitting wäre das Geld besser in eine Kindergrundsicherung gesteckt. Oder kostenlose Kita, keine Schulbuskosten, keine Kosten für Klassenfahrten usw.

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      3. mutterseelesonnig schreibt:

        Wie im Text beschrieben: ich habe nur 1 Kindergeld, das andere bekommt der Kindsvater beim Unterhalt angerechnet. Ansonsten gebe ich Dir recht: das Ehegattensplitting gehört schlichtweg abgeschafft.

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  8. Ein toller Artikel! Verständlich, präzise, sehr informativ. Diese himmelschreiende Ungerechtigkeit muss doch mal jemandem auffallen! Was tun – Petition, Demonstration – oder einfach verweigern, die Steuern zu zahlen? Wenn das alle Alleinerziehenden tun würden, vielleicht würd’s was bringen…

    Liebe Grüße
    Jasmin

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  9. Ich bin ja noch absoluter Anfänger auf dem Gebiet. Die Auswirkungen werde ich erst noch zu spüren bekommen. Dennoch hatte ich vor einigen Tagen selber mal was getippt und jetzt veröffentlicht. War so frei, Deinen Text mit zu zitieren. Hoffe, das ist okay. Liebe Grüße.

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