48 Stunden alleinerziehend

Ein Fernsehsender hat mich gefragt, ob ich im Rahmen eines neuen Formates für 2 Tage nach Berlin kommen würde, um mit einem Bundespolitiker über Themen zu diskutieren, die mir am Herzen liegen. Coole Sache, hab ich gedacht! Und dann: wie in aller Welt soll ich das organisieren? Vollzeit arbeitend mit zwei Schulkindern, mitten in der Woche? Wissen dieser Fernsehsender und dieser Bundespolitiker überhaupt, was das für mich für ein Aufriss ist, 48 Stunden meinen Alltag zu verlassen? Nein, woher sollten sie.

Die allerwenigsten Menschen wissen, wie der Alltag von Alleinerziehenden eigentlich aussieht. Es gibt Studien und Bücher, und es gibt viele Blogs mit vielen Texten zum Alltag Alleinerziehender, aber es ist schwer, sie auf einen Blick zusammen zu fassen. Deshalb starte ich hiermit die Aktion #48stundenalleinerziehend. Gerade jetzt, wo der Bundestags-Wahlkampf beginnt und sämtliche Parteien die Familienpolitik wieder für sich entdecken, sollten Vertreter von Politik, Medien und Wirtschaft erfahren, wie der Alltag von Alleinerziehenden real aussieht. Denn Absichtserklärungen gibt es viele, konkrete Konzepte hingegen wenige, und mir ist noch lange nicht klar, welche Partei sich wirklich und nachhaltig für eine Verbesserung der Lebensbedingungen Alleinerziehender einsetzt. (Dazu gibt es den sehr lesenswerten Text von Rona Duwe: 1,6 Millionen Wählerinnen sind ratlos).

Unter dem Hashtag #48stundenalleinerziehend soll es Protokolle von 2 Tagen im Alltag Alleinerziehender geben, um alle, die sich für uns einsetzen wollen, zu inspirieren, so dass ihren guten Ideen auch gute Taten folgen können. Alle, die sich nicht für die Situation Alleinerziehender engagieren, aber politische Entscheidungen gestalten, können sich anhand dieser Texte fragen, warum sie glauben, dass diese 1,6 Millionen Menschen keine besondere Unterstützung brauchen.

Ich freue ich über jeden Text alleinerziehender Mütter und Väter! Bitte hier in den Kommentaren verlinken und im Text einen Link auf diesen Text hier setzen, noch den Hashtag dran und überall posten: spread the world, zusammen sind wir unübersehbar! Ich werde in 4 Wochen (die Aktion läuft bis 9. Mai) eine Zusammenfassung mit Linksammlung schreiben, die man dann bei jeder Gelegenheit aus dem Ärmel schütteln kann. Falls mal wieder jemand fragt, ob man mal eben für 2 Tage nach Berlin kommen kann. Oder warum man nicht mit ins Kino kommt. Oder warum Alleinerziehende sich nicht intensiver für ihre Rechte engagieren und überhaupt immer so müde sind.

Hier sind meine #48stundenalleinerziehend:

4. April
6.21 Uhr: Radio geht an
6.28 Uhr: Wecker klingelt
6.35 Uhr: Ich stehe auf, wecke die Kinder mache Kaffee. Am Küchenfenster rufe ich die Katzen.
6.45 Uhr: 2. Runde Wecken, ich fange an Brote zu schmieren, die Kinder trudeln verpennt in der Küche ein, wir frühstücken, reden ein bisschen, hören Radio. Am Fenster tauchen die Katzen auf, ich lasse sie rein und füttere sie.
6.55 Uhr: Der Sohn geht sich anziehen und ins Bad: er hat bis 7.10 Uhr Badezimmerzeit. Ich bereite die Vesperdosen vor, schneide Obst
7 Uhr: Die Tochter geht sich anziehen und um 7.10 Uhr ins Badezimmer
7.10 Uhr: Ich sitze im Flur mit meinem Kaffee, bespreche mit dem Sohn nochmal kurz den Tagesablauf, er zieht sich Jacke und Schuhe an, schnappt sich den Ranzen, nimmt den Müll mit raus und geht zur Schule
7.15 Uhr: Ich bespreche mit der Tochter den Tagesablauf, sie zieht sich Jacke und Schuhe an und verlässt um 7.20 Uhr die Wohnung
7.20 Uhr: Ich räume das Frühstück auf und decke den Tisch fürs Mittagessen. Ich ziehe mich an, gehe ins Bad, lüfte die Wohnung. Gehe in den Garten, pflücke Löwenzahn und versorge damit den Hasen im Auslauf draußen sowie die Schildkröten und die Zwerbartagame in ihren jeweiligen Terrarien.
7.35 Uhr: Ich verlasse die Wohnung und fahre mit dem Rad zur Arbeit
7.40 Uhr: Ich will mir auf der Arbeit einen Kaffee machen, aber ein Nutzer hat am

Kaffeemaschine nicht ausstellen
Elementar für Alleinerziehende: Kaffeemaschine nicht ausstellen!

Vorabend im Übereifer die Kaffeemaschine ausgestellt. Diese fetten Gastro-Maschinen stellt man nur aus, wenn sie 14 Tage nicht benutzt werden, nun braucht sie eine halbe Stunde zum Hochfahren. Ich ärgere mich, gehe ohne Kaffee ins Büro und fange an zu arbeiten.
8.15 Uhr: Die Putzfrau kommt, wir quatschen über die Kinder, weil wir beide unsere 4. Klässler heute auf dem Gymnasium anmelden müssen. Ich räume die Stühle im Café weg, sie putzt, ich mache mir endlich Kaffee.
9.45 Uhr: Die ersten Teamkollegen trudeln ein, ich habe bereits 2 Stunden konzentrierte Büroarbeit hinter mir
10.30 Uhr: Teamsitzung, wir besprechen die anstehende Woche
12 Uhr: ich hole mir beim Bäcker ein Brötchen, heute gibt’s keine Mittagspause denn, um
13.40 Uhr verlasse ich die Arbeit, radel den Berg hoch nach Hause, brate schnell Maultaschen und Ei an.
13.55 Uhr: Die Tochter kommt nach Hause, wir essen, sie jammert dass sie keine Lust hat, jetzt schon mitzukommen zur Schulanmeldung des Sohnes. Ok, wir besprechen, dass sie um 15.15 Uhr mit dem Bus nachkommt, denn der Kinderarzt ist direkt neben der Schule
14.15 Uhr: Ich nehme den kleinen Stapel Unterlagen, den ich nach einem Check auf der Website der Schule vorbereitet habe: Zeugnisse und Ausweis vom Sohn, außerdem Grundschulempfehlung und Anmeldung für die weiterführende Schule. Für den Kinderarzt Impfpässe, Vorsorge-Hefte und ein Blanko-Formular der Krankenkasse. Ich laufe ich den Hort und hole um
14.20 Uhr den Sohn ab. Wir fahren mit S- und U-Bahn zu seinem hoffentlich zukünftigen Gymnasium, das in einem anderen Stadtteil liegt. Das hat er sich ausgesucht und will dort unbedingt mit seinem Freund zusammen hin.
14.55 Uhr: Wir sind am Gymnasium, ein schöner alter Bau, und gehen zur Anmeldung. Ich fülle Formulare aus und wir gehen ins Sekretariat. Ich erfahre, dass getrennt lebende Eltern ein zusätzliches Formular mit der Einverständniserklärung des anderen Elternteils benötigen. „Das steht aber nicht auf Ihrer Homepage“, wundere ich mich. „Nicht?“ wundert sich ebenfalls die Sekretärin. „Nö, aber das könne Sie ja mal nachbessern“. Gleich mal beliebt machen bei der Schule. Immerhin kann diese Erklärung nachgereicht werden. Wir werden zur Rektorin geleitet für das Beratungsgespräch. Der Sohn will in den französisch-bilingualen Zug, da muss er gute Noten und eine Empfehlung fürs Gymnasium nachweisen und ich muss bescheinigen, dass mir klar ist, dass dieser Zug eine besondere Herausforderung an das Kind darstellt. Das weiß ich, der Sohn weiß es auch, wir haben uns zusammen die Homepage durchgelesen, er war beim Infotag und ich beim Elternabend. Die Rektorin ist sehr nett und erklärt nach 5 Minuten, dass der Sohn hiermit eine feste Zusage hat. Das Kind strahlt übers ganze Gesicht und platzt schier vor Glück: wie schön! Wir freuen uns beide total und verlassen beschwingt die Schule.
15.10 Uhr: Wir sind viel zu früh fertig, der Kinderarzt-Termin direkt nebenan ist um 16.15 Uhr, die Tochter wird erst in einer ¾-Stunde mit dem Bus aufkreuzen. Ich nutze die Zeit und rufe die Werkstatt an, die sich meinen neuen Elektroroller anguckt. Der hat nach 90km den Geist aufgegeben. Die Werkstatt findet keinen Fehler und rät zu einer anderen Werkstatt, mit Elektrorollern kennt sich halt niemand aus. Das muss ich später organisieren Wir schnappen uns ein Car2Go, fahren runter in den Stadtteil und kaufen uns zur Feier des Tages 3 fette Erdbeerkuchen-Schnitten, fahren den Hügel wieder hoch und setzen uns an der Bushaltestelle in die Sonne. Wir essen den Kuchen und ich checke auf dem Smartphone berufliche Mails, weil ich so früh aus dem Büro weg musste.
16 Uhr: Die Tochter kommt mit dem Bus an, wir laufen zum Arzt und warten dort eine weitere ¾-Stunde. Die Tochter futtert ihren Erdbeerkuchen und wir langweilen uns ausgiebig.
16.45 Uhr: Beratungsgespräch zum Impfen. Wir hatten zwischendurch mal den Kinderarzt gewechselt und sind nun bei diesem zurück, er ist einfach der beste. Impfkritisch, aber er impft. Sehr dosiert und überlegt. Wir besprechen die Vorgehensweise bis zur Jugenduntersuchung der Kinder. Die Tochter ist sehr interessiert, der Sohn schläft schier ein. Ich bitte ihn noch, das Attest für die Tochter auszufüllen, wir wollen ein Upgrade für sie vom Begleitkind zum Kurkind bei der anstehenden Mutter-Kind-Kur. „Und der Sohn?“, fragt der Arzt. „Der hat bei besten Willen nix“ – wir lachen und verlassen die Praxis.
17.15 Uhr: Wir stellen fest, dass auf dem Rückweg von dem neuen Gymnasium die beste Eisdiele der Stadt liegt, und steigen spontan wieder aus der Bahn. Es gibt Limette-Minze-Eis, der Hammer! Wir essen unser Eis, blicken runter auf die Stadt und die Tochter sagt, wie schön es sei, wenn wir mal was zusammen machen. Und ich stelle fest, wie selten wir sowas Nettes zusammen machen.
17.30 Uhr: Wir fahren nach Hause, mit Umsteigen und Bus im Feierabend-Verkehr einmal quer durch die Stadt. Gottseidank ist die Hygieneschulung auf der Arbeit um 18 Uhr abgesagt worden, das wäre ganz schön knapp geworden! Dadurch konnte ich auch den bereits gebuchten Babysitter für heute Abend absagen.
18.15 Uhr: Endlich zu Hause! Die Kinder machen ihre „Medienzeit“, sprich: kleben am Smartphone und spielen subway surfers (Sohn) oder gucken youtube-Filmchen (Tochter). Ich falte Wäsche, schmuse mit den Katzen und bereite das Abendessen vor.
18.50 Uhr: Wir essen und unterhalten uns über den Tag. Der Sohn ist immer noch selig, dass er die Zusage der Schule hat, die Tochter erzählt von ihrem Schultag.
19.25 Uhr: Die Kinder gucken auf Kika purplus, ich räume die Spülmaschine ein und stelle sie an, decke den Frühstückstisch und schaue nochmal in die Mails. Dann gucke ich mit den Kindern die Kindernachrichten
20.10 Uhr: Fernsehende. Ich schicke die Kinder zum Umziehen und Zähneputzen und lasse alle Rollläden runter. Die Kinder schmusen aber noch miteinander auf dem Sofa, Quatschen und Toben. Ich überlege und entscheide dann, dass ich sie lasse, es sieht sehr friedlich aus. Ich bitte sie, sich in den nächsten 10 Minuten bitte bettfertig zu machen, gerne noch zu lesen und um 21 Uhr das Licht auszumachen. Keine Ahnung ob‘s klappt, ich schätze schon, zudem will die Tochter noch duschen. Ich gehe jetzt jedenfalls um
20.25 Uhr: zum Elternabend im Hort. Zu Hause scheint alles friedlich, zumindest ruft mich niemand an.
22.30 Uhr: Der Elternabend geht zu Ende, wir bleiben noch zusammen sitzen und planen eine große Abschiedsparty, denn im September werden drei Familien, darunter wir, die ElternKindInitiative verlassen, nach 10 Jahren! Die Kinder waren seit ihrem 1. Jahr in dieser Einrichtung. Nach ein paar Bier in geselliger Runde gehe ich um
23.30 Uhr nach Hause. Viel zu spät! Aber es war so nett. Zu Hause gucken, ob alle im Bett liegen, die Brotbackmaschine anstellen, die Katzen in die Nacht hinaus lassen
24 Uhr Licht aus.

5. April
6.21 Uhr: Radio geht an
6.28 Uhr: Wecker klingelt
6.35 Uhr: Ich stehe auf, wecke die Kinder mache Kaffee. Am Küchenfenster rufe ich die Katzen.

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6.45 Uhr Frühstück

6.45 Uhr: 2. Runde Wecken, ich hole das frische Bot aus der Brotbackmaschine und fange an, Brote zu schmieren, die Kinder trudeln verpennt in der Küche ein, wir frühstücken, reden, hören Radio. Am Fenster tauchen die Katzen auf, ich lasse sie rein und füttere sie. Der Sohn sagt, dass er nochmal in sein Heft gucken will, weil er heute einen Test schreibt, und mir fällt vor Schreck das Brot aus der Hand: Der Schulranzen! Der steht im Hort, ich hab ja den Sohn gestern dort abgeholt und wir sind gleich los zur Schulanmeldung. Den Ranzen wollte ich abends vom Elternabend mitbringen, hab das aber vor lauter Party-Planen vergessen. Ich Depp! Der Sohn wird kurz sehr nervös, ich tröste ihn, ziehe mich blitzschnell an, flitze raus, schwinge mich auf’s Rad und hole den Ranzen. Gut, dass in einer ElternKindIni alle Familien einen Schlüssel haben!
7.05 Uhr: Ich bin wieder da, fix und fertig, der Sohn glücklich. Er zieht sich an und tschüss. Die Tochter zieht sich an und tschüss.
7.20 Uhr: Alle weg, ich gehe ins Bad, ziehe mich an und räume die Spülmaschine aus und die Küche auf, lüfte die Wohnung, drehe meine Haustier-Runde und rufe die nächste Werkstatt an: ja, ich kann den Roller heute bringen. Schicke dem Kollegen eine SMS, ob er heute mit seinem VW-Bus zur Arbeit kommen kann. Ich decke den Mittagstisch, schneide Gemüse und Rohkost und lege der Tochter einen Zettel hin, was und wie sie sich Mittagessen kochen kann.
8 Uhr: Auf der Arbeit und heute gibt’s als erstes den Kaffee. Der Kreislauf-Schock mit dem Ranzen sitzt mir noch im Nacken. Ich arbeite und gegen 9.45 Uhr kreuzen die Kollegen auf. Kurze Besprechungen und um 10.30 Uhr fahren wir zu der einen Werkstatt, laden meinen Roller ein und fahren zur nächsten Werkstatt. Hoffentlich klappt es dieses Mal! Auf dem Rückweg wird mir fast schlecht vor Hunger: ich habe noch nix gegessen heute.
11.30 Uhr: Ich hole mir ein belegtes Brötchen beim Bäcker und arbeite. Ab 14 Uhr immer wieder der Blick auf Uhr und Handy, denn ab jetzt ist die Tochter alleine zu Hause. Sie meldet sich aber nicht, also scheint alles ok zu sein, fast schon ungewöhnlich.
15.30 Uhr: Noch eine längere Besprechung mit den Kollegen.
16.30 Uhr ruft der Sohn aus dem Hort an, ob sein Freund ihn heute besuchen darf? Bissl ungünstig, denn wir sind noch um 17 Uhr beim Friseur verabredet, aber der Freund kann ja mitkommen.
16.40 Uhr: Der Sohn ruft nochmal an, dass aus der Verabredung nix wird und dass er jetzt nach Hause geht. Ich erinnere ihn nochmal an den Friseur-Termin
16.45 Uhr: Mir fällt ein, dass ich vergessen habe, die Schuhe zum Schuster und die Hose zum Schneider zu bringen. Mist, also muss ich das morgen machen. Einkaufen muss ich glaub ich nicht, alles noch da.
16.55 Uhr: Ich gehe zum Friseur und treffe dort meinen Sohn, der bereits dran ist und seine Matte verliert. Er hat mit der Friseurin schon alles besprochen.
17.30 Uhr: Wir gehen nach Hause, da sitzt die Tochter auf dem Sofa und macht Hausaufgaben. Vor ihr 3 Apfelreste – da hätte ich doch nochmal einkaufen müssen, aber jetzt gehe ich nicht mehr los. Der Sohn füttert seine Zwergbartagame mit lebenden Heuschrecken, die Tochter hat sich bereits um Hase und Kröten gekümmert.
17.40 Uhr: Wir sitzen alle auf dem Sofa, die Tochter mit ihrem Englisch, der Sohn mit dem Smartphone und ich sacke in einen Sekundenschlaf. Ich bin so müde! Und so froh, dass ich den Abend-Termin, den ich heute Abend hätte (eine ziemlich tolle Lesung mit großartigen Autoren, seufz) an die Kollegin abgegeben habe. Dann hätte ich zwar heute nur bis 14 Uhr gearbeitet, aber JETZT los gemusst und wäre nicht vor 23 Uhr zu Hause gewesen. Dafür werde ich Freitag und Samstagabend Konzerte bis in die Nacht betreuen, aber da kann ich wenigstens am nächsten Tag ausschlafen
18.15 Uhr: Ich raffe mich auf, gehe in die Küche und räume die Mittagessen-Spuren der Tochter weg und bereite das Abendessen vor. Es gibt Pfannkuchen und ich koche gleichzeitig Kartoffeln, weil die Tochter morgen ein Mittagessen mit in die Schule nimmt.
18.45 Uhr: Wir essen und unterhalten uns über die Nachrichten: Giftgas-Angriff in Syrien, schlimm!
19.25 Uhr: Die Kinder gehen Fernseh gucken, ich räume die Küche auf, stelle die Spülmaschine an und decke den Frühstückstisch.
20.10 Uhr: Fernsehende. Der Sohn wird Duschen geschickt und es klappt beim ersten Anlauf, yeah. Ich sammel Wäsche ein und stecke sie im Keller in die Waschmaschine. Räume das Wohnzimmer auf und gehe zum Sohn, der nach dem Duschen statt ins Bett ins Lego versunken ist.
21 Uhr: Schicke ihn ins Bett, krabbel hinterher und wir schmusen. „Kannst Du mir noch die Zehnägel schneiden?“ Klar, wieder rauskrabbeln (er schläft in einer Höhle), Schere holen, Krallen stutzen, wieder schmusen, gute Nacht. Zur Tochter ins Hochbett klettern, sie erzählt mir von ihren Stunden am Nachmittag, in denen sie allein zu Hause war. Sie hat sich Essen gekocht, ihr Zimmer aufgeräumt, die Haustiere versorgt und dann „bin ich ein bißchen im Wald spazieren gegangen, das war total schön“. „Du bist WAS??“ schreit es in mir, aber tatsächlich versuche ich, ihre Freude an frischer Luft und an einem Waldspaziergang nicht zu dämpfen, gleichwohl meine 12jährige dezent darauf hinzuweisen, bitte nicht zu tief in den Wald zu gehen und bitte das Handy mitzunehmen. Puh! Noch ein bisschen schmusen, gute Nacht. Wie ist es jetzt
21.40 Uhr geworden? Ich gehe nochmal in den Keller und stecke die Wäsche in den Trockner. Setze mich an den Schreibtisch, überweise Rechnungen und schreibe Mails und Whatsapps an befreundete Familien, bei denen die Kinder am Freitag übernachten werden, wenn ich arbeite. Ab Samstag sind sie dann beim Vater, also muss ich ihm noch sagen, wo er die Kinder abholen kann. Dann kann er ja auch die Einverständniserklärung vom Gymnasium unterschreiben. Außerdem muss ich die Osterferienbetreuung der Tochter organisieren und eine Freundin möchte ein Wohnzimmerkonzert ausrichten, das ich managen werde, aber da habe ich heute Abend keine Lust mehr zu. Ich habe drei halbe Blogtexte im Kopf, aber das schaffe ich heute auch nicht mehr. Ich gucke ein bisschen ins Internet, Twitter und facebook, linse aufs Konto, verdränge das Ergebnis und dann
23 Uhr: Licht aus, Feierabend. Die Katzen schlafen auch schon, aber die müssen nachts

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so kuschelig

raus, weil ich sonst nicht schlafen kann. Morgen muss ich einkaufen, nicht vergessen: zum Schuster, zum Schneider und Äpfel sind alle, mindestens!

 

 

 

********************

P.S. Ich habe dem Fernsehsender zugesagt, denn ich will diese Chance nutzen und dem Bundespolitiker sehr gerne erzählen, wie das Leben als Alleinerziehende aussieht und daß die Familienpolitik der Realität ganz schön hinterherhinkt. Mein Exmann nimmt die Kinder außerplanmäßig für 3 Tage mitten in der Woche, auf dem Job halten die Kollegen mir den Rücken frei, die Nachbarn füttern unseren Zoo. Was für ein Aufriss, ich hoffe es lohnt sich!

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48 Stunden alleinerziehend

57 Gedanken zu “48 Stunden alleinerziehend

  1. Anna schreibt:

    6.00 Mein Wecker klingelt das erste Mal, bei meinem Sohn geht das Radio an.
    6.15 Mein Wecker klingelt zum zweiten Mal, jetzt aber raus aus dem Bett. Ich gehe ins Kinderzimmer & schalte das Licht an. Trotz Radiomusik wird dort noch geschlafen.
    6.20 Ich packe meine Tasche fürs Büro & die Tasche für den Sport. Leider habe ich gestern vergessen, die Schultasche mit meinem Sohn zusammen nochmal durch zu gehen & muss das jetzt schnell auch noch machen. Er hat heute Schulsport & nach der Schule Aikido, da ist viel einzupacken.
    6.30 Ich gehe ins Kinderzimmer, um ihn zu wecken. Er tut sich heute besonders schwer, aufzuwachen, also trage ich ihn verpennt ins Bad, wo wir uns zusammen fertigmachen. Eigentlich dusche ich nachher beim
    Sport nochmal & müsste jetzt nur kurz ins Bad, aber wenn ich nicht mitmache, dauert es mit ihm noch viel länger, also baden wir einfach schnell zusammen. Ich ziehe mich schnell an.
    6.50 Er zieht sich noch in Ruhe an, während ich mir meinen Tee & sein Frühstück fertigmache.
    7.00 Wir frühstücken & sprechen über den Tag. Als ich aufspringe, weil mir noch was wichtiges einfällt, schubse ich aus Versehen die Milch vom Tisch & muss jetzt erstmal die Sauerei beseitigen. Mein Sohn ist heute gut drauf & hilft mir sogar dabei.
    7.20 Wir gehen Zähneputzen, ich packe noch seine Brotbox in den Ranzen.
    7.30 stehen wir bei den Rädern im Hof & können starten.
    7.50 ist mein Sohn in der Schule. Um 8.00 bin ich im Fitnessstudio angekommen & mache ne Stunde Sport. 9.00 duschen.
    9.30 sitze ich am Schreibtisch.
    Heute habe ich nur bis 15.00h Zeit, da ich ausnahmsweise auch für Aikido & den Nachmittag zuständig bin. Sonst macht das der Patenonkel.
    15.00h klappe ich den Rechner unbefriedigt zu, fühlt sich an als hätte ich kaum was geschafft. Schnell zum Hort, Kind einsammeln, zum Aikido eilen.
    16.00h Kind ist im Aikido, draußen regnet’s. Also setze ich mich im Trainingsraum an den Tisch & versuche weiter zu arbeiten. Dort gibt es kein Wifi & nur ganz schlechten Handyempfang, also beantworte ich meine Mails offline & schreibe andere vor. Eigentlich bin ich in Gedanken aber bei Familienorga & fange an, Mails an unsere Family-Mitglieder zu schreiben, wie wir alle meine Dienstreisen koordiniert bekommen in den nächsten Monaten.
    17.00h Das Kind ist zufrieden, aber hungrig. Wir radeln durch den Regen nach Hause.
    17.30h Ich finde noch eine Tiefkühlpizza & Salat im Kühlschrank & freue mich, heute mal ein schnelles Essen machen zu können.
    18.00h Wir essen. Nach dem Essen räumen wir zusammen die Küche auf. Erst gibt es kurz Streit, wer was machen muss, aber dann räumen wir zusammen die Spülmaschine ein.
    Mein Kind spielt noch kurz im Wohnzimmer bevor wir um 19h die Zähne putzen. Das wird heute besonders in die Länge gezogen. Plötzlich ist es halb acht & mein Sohn immer noch nicht im Schlafanzug. Ich werde ungeduldig & treibe ihn zur Eile an. Im Bett ist wieder alles friedlich & wir lesen zusammen ein Buch, eine Seite ich, eine Seite er.
    Ich bleibe noch kurz bei ihm während er müde wird & schlafe fast selbst ein.
    Um 20.30h sitze ich total müde im Wohnzimmer & versuche noch ein paar Mails zu beantworten.
    22.00h gehe ich selbst auch ins Bett.
    6.00 klingelt mein Wecker. Ich stehe schnell auf, mir ist mitten in der Nacht noch was eingefallen, was ich dringend aufschreiben muss. Bei meinem Sohn röhrt schon der Radiowecker.
    Um 6.30h hole ich ihn aus seinem Bett. Um 7.00h sitzen wir beim Frühstück.
    Wir schaffen es heute mal schnell aus dem Haus & fahren mit dem Fahrrad durch den Regen zur Schule.
    Um 7.50h spreche ich kurz mit seiner Lehrerin bevor ich mich um 8:00h wieder aufs Rad schwinge, um zu meinem ersten Termin zu fahren.
    Ich habe noch eine halbe Stunde Zeit & gönne mir auf dem Weg einen leckeren Kaffee. Das Meeting ist zwar produktiv, aber geht drei Stunden & bringt einen Haufen Arbeitsaufträge mit sich.
    Zum Mittag habe ich unverhofft ne Stunde Zeit & es hat endlich aufgehört zu regnen. Ich rufe einen Freund an & treffe ihn* für ne halbe Stunde zum Essen.
    Danach eile ich schnell ins Büro, noch drei Stunden Zeit bis ich meinen Sohn holen muss.
    Um 17h stehe ich am Hort, mein Sohn schreit mir ein herzliches „Nein“ entgegen & verschwindet unter Matratzen im Turnraum. Er würde lieber weiter spielen. Das freut mich eigentlich, dass er sich im Hort so wohlfühlt, dass er bleiben will, aber es tut auch weh, nicht willkommen zu sein.
    Um 17.20h stehen wir endlich draußen bei den Rädern & können los.
    Um 17.45h stehen wir im Supermarkt & kaufe noch ein paar Sachen ein. Wir beiden sind sehr hungrig & kaufen deshalb mehr als geplant ein & nichts besonders sinnvolles.
    Zu Hause koche ich Reis mit asiatischer Gemüsepfanne. Nach ersten Protesten muss mein Kind einsehen, dass es gut schmeckt. Wir reden über Konflikte in der Schule & die anstehende Klassenfahrt. Mir fällt ein, dass ich für die Eltern-AG der Schule, in der ich mich engagiere, noch eine Mail schreiben muss.
    Nachdem wir alles von Tisch geräumt haben, ist es schon fast Schlafenszeit. Wir machen noch ein paar Einmaleins-Übungen vorm Zähneputzen.
    20:00h liegt mein Kind im Bett & wir lesen eine Leseübungsbuch.
    20:30h schreibe ich die Mail für die Eltern-AG. Unser Mitbewohner kommt heim & wir sitzen noch eine Stunde zusammen in der Küche, bevor ich ins Bett gehe. Leider muss ich noch ein paar Nachrichten lesen und schlafe erst um halb zwölf ein. Noch 6,5 Std, dann klingelt wieder der Wecker.

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  2. sabine schreibt:

    Tag 1:
    6:30 Uhr: Wecker klingelt, drehe mich nochmal um
    6:45 Uhr: Wecker klingelt nochmal, stehe auf, Rollläden auf, lüften
    6:50 Uhr: Kaffeemaschine anstellen, Tochter wecken, Frühstück und Pausenbrot herrichten, Tisch decken
    7: 00 Uhr: Tochter zum zweiten Mal wecken, sie steht einfach nicht auf
    7:05 Uhr: duschen und anziehen
    7: 15 Uhr: Tochter aus dem Bett schmeissen, Frühstücken
    7:30 Uhr: Tochter waschen und anziehen lassen, währenddessen Frühstücks Tisch aufräumen
    7:40 Uhr Tochter ermahnen, weil sie trödelt, Zähne putzen, Tochter zum Zähne putzen animieren
    7:45 Uhr: jacken und Schuhe an, Müll mit runter nehmen
    ::: Diskussion wegen Schuhen mit Tochter führen
    7:50 Uhr: Tochter nochmal die Haare machen, Mütze suchen, Fenster und Herd kontrollieren
    7:55 Uhr: endlich ins Auto, zum Kindergarten
    8:00 Uhr: Tochter im Kindergarten abliefern, Plausch mit anderer Mutter
    8:08 Uhr: jetzt wird es Zeit, auf in die Arbeit
    8:18 Uhr: beim Bäcker einen Snack holen
    8:25 Uhr: Ankunft im Büro, normaler joballtag im Steuerbüro
    10:00 Uhr: Snack essen und Kaffee trinken
    10:05 Uhr : weiter arbeiten
    13:30 Uhr: Feierabend
    13:35 Uhr Jobcenter was abgeben, Landratsamt was abgeben, noch schnell einkaufen
    14:15 zuhause, etwas essen, Wäsche in die Waschmaschine, Termine ausmachen
    14:45 Uhr: zum Kindergarten fahren, Tochter abholen
    15:05 Uhr: mit Tochter nochmal zum Einkaufen, was vergessen
    16:00 Uhr : zuhause, muss Kartoffeln kochen für die Arbeit
    Rest folgt

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  3. Nicole schreibt:

    vom schlafenden Baby weg schleichen und Kaffee machen, Frühstück und Pausenbox für den Großen machen
    6.20 der Große steht auf, wir frühstücken zusammen, in der App checken ob Unterricht ausfällt
    6.30 das Baby meldet sich übers Babyphone ihr Bruder geht zu ihr die beiden spielen noch ein bisschen
    Ich schmeiß die Spülmaschine an
    6.45 den Großen antreiben sich fertig zu machen
    6.50 den Großen erinnern sich Zähne zu putzen bevor er sich anzieht
    7.00 Uhr den Großen antreiben
    Währenddessen Baby wickeln und anziehen
    7.10 Baby stillt dabei den Großen antreiben, fragen ob er alles hat etc

    7.18 der Große verlässt das Haus
    Baby stillt,
    schläft bei ein, allerdings zuerst auf mir dann auf der kante vom Sofa, komm nicht mal an meinen kaffee geschweige denn kann ich weg gehen da das Baby sich schon drehen kann
    7.30 ich wage es schnell Wäsche nebenbei einzusammeln und eine Maschine anzuschmeißen
    8.00 Uhr Baby wach
    8.15 ich leg das Baby auf eine Decke im Bad und geh duschen nachdem ich die Hoffnung aufgegeben habe ihr Vater kommt evtl schon früh (hat heute frei) und ich könnte in Ruhe mich fertig machen
    9.00
    uhr Waschmaschine ist fertig, Wäsche zuerst abhängen, aufräumen, Wäsche aufhängen, baby knatscht schon wieder nebenbei ihr Vater meldet sich er macht sich mal langsam fertig und kommt dann *augenverdreh*
    9.15 Baby stillt… Ja sie stillt noch viel
    10.00 Uhr das Baby und wollen das Haus verlassen in dem Moment kommt ihr Vater, also geht er mit in die Sprechstunde der Kunstlehrerin vom Großen
    10.30 bis 11.00 Sprechstunde… Nervend und irgendwie erheiternd
    Auf dem Weg nach Hause noch ein kleiner Einkauf
    Beim nach Hause laufen endlose Diskussionen mit dem ex über mehr Unterstützung… Mutter eines Schulfreunds getroffen, erfahren, dass das angekündigte Referat ausführlicher sein soll als mein Sohn erzählt hat
    12.00 schnell die zweite Maschine Wäsche aufhängen die lief während ich weg war
    12.15 Baby stillt, hat lang durchgehalten
    Kochen und nebenbei Diskussionen mit dem Ex wegen mehr Unterstützung
    13.15 der Große kommt aus der Schule wir essen zu viert, was die Kinder unheimlich freut, dass (Stief) Papa zum essen da ist
    Anruf vom Schulfreund ob er zum Hausaufgaben machen kommen kann
    Freund klingelt als wir die letzten Bissen essen
    Chaos im Kinderzimmer, sie kommen ab und an mal zum fragen. Das Bio Heft des Freundes muss kopiert werden da Sohn vom Lehrer dazu verdonnert wurde es neu zu schreiben da zu schlampig.
    Da es auf einmal heftig regnet bleibt der Freund noch etwas und wir muss dreimal ermahnen das Baby nicht mit Nerf Geschossen zu treffen.
    14 Uhr Baby stillt
    15.30 Baby stillt schon wieder, Freund geht, Papa schnappt sich die Kinder und geht in die Stadt
    Ruhe
    17.30 meine Brust sagt Baby müsste Hunger haben, tatsächlich treffen sie kurz danach ein
    Baby stillt dann bereite ich Abendessen vor
    18. 30 Uhr wir essen, Baby bekommt seine ersten Bissen Brot da es fast am Tisch eskaliert (4,5 Monate)
    Den Großen dreimal ermahnen duschen zu gehen
    19.15 Baby ist bettreif, Papa versucht sie umzuziehen, er ist echt umständlich dabei ich bemühe mich weg zu sehen und ihn machen zu lassen.
    19.30 ich leg mich mit dem baby ins bett
    Papa versorgt den Großen, bringt ihn ins Bett.
    Ich darf tatsächlich um 20.15 aufstehen da Baby im Tiefschlaf, dem Großen gute Nacht sagen und freuen Lieblingsserie wie ein erwachsener Mensch auf dem Sofa gucken zu können, kurze Diskussionen mit dem Ex wegen der nächsten Tage, ich bitte ihn eindringlich um Entlastung
    20.30 Baby wach, nix mit Wohnzimmer und Fernseh gucken… Ich geh zurück ins Bett, still das Baby, schau dank Fernseh im Schlafzimmer noch 30 min Serie bevor ich einschlaf, der Ex is inzwischen nach Hause.
    Bis 5 Uhr stillt das Baby ca 3 bis 6 mal keine Ahnung wie oft genau
    5.00 Baby umgezogen da nass
    6 Uhr Wecker klingelt
    6.05 Uhr die Tür geht auf, ich höre den Ex rein schleichen, er übernimmt heute die Kinder nach den Gesprächen von gestern, ich versuche die Augen wieder zu zu machen
    6.15 Uhr er fragt vorsichtig wann der Wecker vom Großen klingelt
    6. 20 „Was soll ich ihm als Pausenbrot machen“
    Baby wach, er nimmt es mit
    6.30 er fragt ob er dem Großen was zum anziehen raus legen soll, nein das schafft er mit 12 selbst
    6.40 der Große kommt Guten Morgen sagen und kuscheln
    Ich will noch ein bisschen dösen.
    7 Uhr das Baby wird mir zum stillen gebracht
    7.15 der große verlässt das Haus
    Immerhin beschäftigt papa die kleine und ich kann mich in Ruhe fertig machen und frühstücken
    8.30 Papa geht zur Arbeit
    9 Uhr Baby hat Hunger
    9.30 wir packen uns zusammen und fahren zur Rückbildungsgymnastik
    11 Uhr Gehen wir anschließend noch kurz in die Stadt Müsli Bestellung abholen
    12 Uhr Paket bei der Nachbarin holen und schnell heim Baby verhungert
    12.30 Baby stillt und schläft dann tatsächlich ein bisschen auf dem Sofa
    Ich bereite Mittagessen vor, räum auf
    13.15 der Große kommt heim, wir können in Ruhe miteinander essen, er probiert schnell Jacken die ich für ihn bestellt habe, baby is wieder wach.
    13.45 wir müssen los, termin in der Realschule wegen evtl Schulwechsel
    Baby kreischt ohne Ende beruhigt sich aber schnell im Tuch, keine Zeit mehr daheim zum stillen, hoffe sie hält durch bereite mich seelisch auf Stillen während des Beratungsgesprächs vor.
    15.30 wir sind wieder daheim, schlauer, aber wir wissen immer noch nicht welche Lösung die bessere ist
    Baby stillt, der Große macht Hausaufgaben
    16 Uhr Wäsche aufhängen und noch ne Maschine anschmeißen, trockene Wäsche vom Ständer zusammen falten
    17. 30 Baby stillt, schläft ein oder nicht oder doch, eher nicht wenn ihr bruder ständig ruft und ins Wohnzimmer trampelt
    Ich bereite Abendessen vor währende er mit seiner Schwester spielt
    18 Uhr wir essen, baby kreischt bis es Toast mit Butter bekommt, sieht danach aus wie ein glänzendes Stück Speck
    19 Uhr Baby is tierisch müde, ich wasch sie und zieh sie um, fällt mir die nasse Wäsche ein die noch aufgehängt werden will. Also muss der Große das Baby noch kurz bespaßen, noch schnell Küche vorbereiten fürs Frühstück, Tassen hinstellen Müsli schon mal in ne Schüssel, Pausenbox hinstellen, leg schon ein Corny rein, Wasserflasche für die Schule schon auffüllen und eine kleine für den Großen für die Nacht hinstellen. Dabei fällt mir auf Besteckschublade is irre dreckig, schnell Besteck raus und Kasten in die Spülmaschine und Spülmaschine mit dem noch schnell zusammen gesammelten Geschirr anschmeißen
    19.30 ich geh mit dem baby ins bett

    20 Uhr das Baby schläft und lässt mich aufstehen so dass ich dem Großen gute Nacht sagen kann
    Baby stillt in der Nacht wieder 4 bis 20 mal bevor um 6 der Wecker klingelt

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  4. Jenny Edlund schreibt:

    #48stundenalleinerziehend

    Montag, 10. April 2017

    00.57 h Das 9 Monate alte Baby weint. Ich stille bis es wieder schläft.
    01.13 h Ich schlafe wieder ein.
    05.24 h Das Baby weint und möchte gestillt werden.
    05.40 h Ich schlafe wieder ein.
    06.05 h Das 3-jährige Kind hat Durst. Ich gebe ihm Wasser.
    06.10 h Ich schlafe wieder ein.
    06.27 h Das Baby hat ausgeschlafen und turnt rum. Ich setze es auf den Boden, es erkundet das babysichere Schlafzimmer und steht Freude strahlend am Bett. Ich döse weiter.
    07.15 h Das Kind wird wach, muss auf Toilette und hat Durst. Ich helfe ihm dabei. Merke, dass er nicht fit ist und befürchte, dass er nicht in den Kindergarten gehen kann. Überlege mir, wie ich umplanen kann.
    07.20 h Ich ziehe mich an. Das Kind ist inzwischen zurück ins Bett gekrochen. Mit den Worten „ich bin schwach“. Ich putze Zähne und mache mich weiter fertig. Das Baby hängt derweil an meinem Bein.
    07.28 h Das Kind setzt sich im Bett auf, moniert Bauchschmerzen und übergibt sich.
    07.35 h Das Kind ist leer. Ich ziehe ihn aus und Wasche ihn. Lege ihn ins andere Bett.
    07.40 h Diverse Telefonate email und WhatsApp um Kindergarten, eine Verabredung zum Spazieren und meine einzige „freie Zeit“ beim Pferd abzusagen.
    07.45 h Ich beziehe das Bett frisch. Das Baby hilft.
    07.55 h Wir gehen runter. Baby links. Schwaches Kind rechts auf der Hüfte.
    08.00 h Ich ziehe das Kind an und deponiere ihn mit Kotzschüssel, einer Trinkflasche und Salzstangen vor dem Fernseher.
    08.15 h Ich suche das Baby. Dank komplett sicherer Umgebung kann es sich frei bewegen. Ich muss nur der Chaosspur folgen.
    08.20 h Habe das Chaos vom Baby beseitigt und Ziehe das Baby an.
    08.34 h Der Hund wird heute um seinen Spaziergang betrogen und darf in den Garten.
    08.35 h Ich mache Frühstück für das Baby.
    08.45 h Es möchte nicht gefüttert werden. Es möchte selbst essen.
    08.46 h Ich räume derweil die Küche auf und backe Laugenstangen auf.
    08.55 h Ich hänge Wäsche ab, mache eine neue Maschine an und räume Sachen in den Keller.
    09.05 h Ich beseitige das Essenschaos vom Baby und schiebe mir selbst ein paar Happen rein.
    09.10 h ich lege die Wäsche zusammen. Das Kind liegt immer noch auf der Couch. Das Baby macht neues Chaos.
    09.55 h Wir bringen alle zusammen Papiermüll raus. Bei der Nachbarin gibt es ein Ostergeschenk.
    10.15 h Ich bin erneut im Keller um Wäsche aufzuhängen.
    10.20 h Die Tür geht auf „Mama ich muss!“ Ich renne hoch, es zählt jede Sekunde, damit weder das Baby die Treppe runter fällt, noch Pipi in die Hose geht.
    10.25 h Ich versuche erneut Wäsche aufzuhängen. Bringe weitere Wäsche zum zusammenlegen hoch.
    10.45 h Ich räume den Backofen ein und das Papier der Geschenke weg.
    10.50 h Das Baby krabbelt mir jammernd hinterher, während ich versuche aufzuräumen. Das Kind ist bereits oben im Spielzimmer.
    10.57 h Ich enthaare und entkrümel das Baby und stelle fest, dass der Boden mal gesaugt gehört.
    11.00 h Frische Windel für das Baby.
    11.05 h Wir gehen auch hoch. Ich stille das Baby.
    11.20 h „Mama ich muss!“
    11.21 h Ich lege das schlafende Baby ins Bett und setze das Kind aufs Klo.
    11.25 h Das Kind ist fertig und möchte spielen.
    11.26 h Während ich den Vormittag protokolliere fliegen sämtliche Legosteine durchs Zimmer.
    12.05 h Ich spiele mit dem Kind.
    12.43 h Das Lego ist wieder eingesammelt. Seit heute morgen habe ich gefühlt 15 mal die Rotznasen geputzt, 13 mal Durst gestillt, eine verkehrte Socke gerichtet und 286 Warum-Fragen beantwortet.
    12.44 h Das Baby weint, wir gehen ins Schlafzimmer.
    12.45 h Wenn wir schon mal hier sind, räume ich die Wäsche weg.
    12.51 h Wir gehen runter und decken den Tisch.
    13.00 h Wir essen zu Mittag.
    13.24 h Ich fülle die Näpfe vom Hund mit Wasser und Futter auf.
    13.25 h Diskussion mit dem Kind, warum es nicht raus darf.
    13.27 h Kinder sauber wischen und Küche grob sanieren.
    13.37 h Baby wickeln. Kinder anziehen. Diskussion über Kleiderwahl ist unnötige Zeitverschwendung.
    13.45 h Ich muss auf Toilette sonst passiert ein Unglück. Kind und Baby streiten derweil.
    13.50 h ich gehe erneut Wäsche aufhängen.
    14.00 h Windelmüll leeren und ins Auto laden.
    14.03 h „Mama ich muss“.
    14.05 h Das Kind davor retten, dass es bei dem Versuch schneller als der Hund die Treppe mit Mickey Maus Gummistiefel runter zu rennen, runter fällt.
    14.07 h Kisten in den Papiermüll bringen.
    14.17 h mit dem Auto Windeln zur Windeltonne fahren.
    14.27 h 73 Wieso-Fragen, unermüdliche Erzählungen, endloses Baby-bla-bla und erste Müdigkeitsanzeichen meinerseits später feststellen, dass man einen der Windelsäcke zu Hause vergessen hat.
    14.29 h Weiterfahrt zur Waschstraße.
    14.33 h Das Kind schläft.
    15.05 h Weiterfahrt zum Supermarkt.
    15.07 h Ich muss kurz 3 Dinge einkaufen und stehe vor der Frage, lasse ich das schlafende Kind im Auto oder wecken?
    15.15 h Ich kann es nicht lassen, einen alleinreisenden Mann zu beschimpfen, weil er den Eltern-Kind-Parkplatz besetzt.
    15.16 h Weiterfahrt zur Tankstelle.
    15.20 h Tanken.
    15.24 h Rückfahrt.
    15.26 h Das Baby schläft.
    15.33 h Wir wollen morgen in den Urlaub fahren. Ich muss das Auto ausräumen.
    15.55 h Das Kind wird wach und will im Garten spielen. Das Baby liegt mittlerweile im Kinderwagen.
    15.58 h Das Baby ist wach und möchte auch in den Garten.
    16.00 h Auto saugen und sauber machen.
    16.16 h Das Kind braucht unbedingt die Warnweste um im Garten zu „arbeiten“. „Der Rasen muss gemäht werden.“ „Wir müssen zur Grünecke.“
    16.19 h Ich darf weiter machen.
    16.25 h Das Baby ist unzufrieden und möchte Belustigung.
    16.28 h Dank Schaukel darf ich weiter machen.
    16.54 h „Mama ich hab Rotze.“ Das Baby findet die Schaukel doof.
    17.00 h Ich darf weiter machen.
    17.05 h Das Kind hat eine Krise weil der Traktor nicht nach seiner Nase tanzt.
    17.20 h Kind und Baby sind durch für heute und weinerlich (für den Rest des Tages). Meine Nerven haben ähnliche Gefühle, aber ich nehme mich zusammen.
    17.25 h Zusammen Garten und Hof aufräumen. Das Auto ist fertig. Bis auf die Fenster. Morgen vielleicht?
    17.35 h Hund füttern und Gelben Sack leeren.
    17.40 h Mit dem Wunderkessel Abendessen kochen.
    17.45 h Das allabendliche Gespräch auf die Frage warum der Papa nicht mehr hier wohnt und dass das Kind sich so sehr wünscht, dass er zurück zu uns nach Hause kommt.
    17.52 h Das Kind hat sich nass gemacht. Einmal umziehen, wir nehmen gleich den Schlafanzug.
    18.04 h Erneut dem Kind die Nase putzen.
    18.05 h Essen. Oder das Geschrei weil es zu heiß, das Kind zu müde oder das Essen nicht passend ist. Dabei das Baby füttern und selbst essen. Aber hey, ich sitze 😁
    18.30 h Das Kind ist fertig und darf noch 20 min Fernsehen.
    18.32 h Küche aufräumen.
    18.38 h Das Baby ist fertig und möchte aus der Hochstuhlhaft entlassen werden. Es zieht von dannen. Der Geräuschkulisse nach Richtung Wohnzimmer.
    18.44 h Ich habe die Küche fertig und gehe hinter dem Baby her um Schadensbegrenzung zu betreiben.
    18.45 h Ich sitze 10 Minuten auf der Couch.
    18.55 h „Mama ich muss.“ Unser Stichwort zum bettfertig machen.
    18.58 h Ich Föne das Schlafi-Shirt, das beim Hände waschen nass geworden ist.
    19.05 h Oma und Opa rufen an.
    19.13 h Zähne putzen.
    19.19 h Wir legen uns ins Bett. Das Baby stillt rechts von mir. Das Kind kuschelt links. Ich schaue mich auf Facebook um und schreibe am Tagesprotokoll.
    19.32 h Das Baby schläft.
    19.50 h Das Kind schläft.
    19.56 h Ich schleiche mich raus. Ziehe mich aus. Stelle die Dusche an.
    19.58 h Das Baby weint. Ich stelle die Dusche wieder ab, gehe zurück und stille erneut.
    20.16 h Ich gehe endlich duschen. Das Baby sitzt vor der Dusche und versucht seine Finger unter der Kabine durch zu stecken.
    20.24 h Ich ziehe mich an.
    20.30 h Ich bekomme Besuch. Das Baby ist topfit und denkt gar nicht ans schlafen.
    21.30 h Ich stille erneut. Bei dem Versuch aufzustehen wird das Baby wieder wach.
    21.46 h Das Kind meldet sich. Mein Besuch geht entnervt. Ich schalte die Spülmaschine aus und lasse den Hund in den Garten.
    21.55 h Das Baby und ich machen uns ab ins Bett, doch der kleine Quirl findet heute nicht in den Schlaf.
    22.03 h Nach langem Gejammer ist das Baby in meinem Arm eingeschlafen. Zeit für mich im Handy zu stöbern.
    22.10 h Das Kind krabbelt auf mich. Glühwarm.
    22.12 h Ich stehe auf um das Fieberthermometer zu holen.
    22.15 h Das Kind hat 40.1 Grad Celsius Fieber und das wo wir doch morgen in den Urlaub wollen.
    22.16 h Das Kind liegt wach auf mir, ich streichle seinen Nacken und gehe alle Szenarien durch.
    22.30 h Mir fällt das Handy aus der Hand und die Augen zu. Das Kind hat einen Platz neben mir gefunden, ist zur Ruhe gekommen und scheint zu schlafen.
    22.34 h „Mama ich muss.“ Wir gehen zur Toilette.
    22.36 h Endlich wieder im Bett. Das Kind und ich kuscheln uns aneinander.
    22.56 h Das Kind schläft wieder.
    22.58 h Ich lege das Handy weg und mir fallen sofort die Augen zu.

    Dienstag, 11. April 2017

    03.10 h Das Baby wird wach. Ich stille bis es einschläft.
    03.24 h Ich schlafe wieder ein.
    04.06 h Das Kind wird wach. „Mama ich hab Rotze.“ Ich stehe auf und hole Taschentücher. Danach Klettert er auf mich, ist unruhig, jammert und wimmert, hat Durst.
    04.35 h Ich schlafe wieder oder nicht?
    05.09 h Das Baby wird wach. Ich stille bis es einschläft.
    05.15 h Das Baby schläft. Ich liege wach.
    05.42 h Ich schlafe endlich wieder.
    07.08 h Das Kind zieht im Schlaf die Hose aus und schreit „ich war nicht im Wasser.“ Jetzt sind das Baby und ich hell wach. Ich bin müde und genervt.
    07.09 h Das Baby und ich kuscheln. Ich stöbere durchs www.
    07.38 h Meine Laune ist nun besser und wir stehen auf. Das Kind lassen wir schlafen.
    07.39 h Während ich mich anziehe erkundet das Baby die Welt.
    08.03 h Das Baby und ich gehen runter. Ich jage noch schnell eine Hose mit Loch durch die Nähmaschine.
    08.16 h Ich ziehe das Baby an.
    08.27 h Das Baby und ich gehen in den Keller eine letzte Maschine Wäsche waschen und die von gestern noch aufhängen.
    08.37 h Frühstück für das Baby.
    08.43 h Ich räume die Spülmaschine aus.
    08.51 h Das Baby hat derweil eine Schüssel mit Brei für sich entdeckt und macht Schweinerei. Ich erkläre das Frühstück hiermit für beendet.
    8.52 h Ich packe Frühstück To go.
    8.55 h Ich lege Wäsche zusammen. Das Baby räumt alles aus und um.
    09.08 h Ein zartes „mama“ von oben. Ich setze das Kind auf Toilette. Mache derzeit das Bett.
    09.11 h Wir gehen runter und ich ziehe ihn an. Mache alle ausgehfertig.
    09.30 h Wir gehen spazieren.
    10.30 h Wir sind zurück. Der Papa ist da.
    10.45 h Wir gehen rein. Ziehen uns aus.
    10.55 h Ich räume das Auto ein. Die Kinder gegen mit Papa spielen.
    11.05 h Ich backe noch ein Brot und frühstücke dabei im stehen.
    11.20 h Ich backe Kuchen.
    11.40 h Ich mache Salat.
    11.49 h Ich räume die Küche auf.
    11.58 h Ich lege Wäsche zusammen und hänge neue auf die Leine.
    12.15 h Ich muss Urlaubssachen packen.
    12.25 h Ich wickel das Baby und stille bis es schläft.
    12.50 h Ich muss weiter packen.
    13.00 h Das Kind geht mit Papa zu Mc D.
    13.40 h Das Baby ist wach. Wir packen zusammen weiter.
    14.33 h Das Baby hat keine Lust mehr. Es möchte stillen.
    14.41 h Endspurt.
    15.15 h Ich möchte noch die Kinder baden und frisch anziehen.
    15.45 h Das Baby und ich essen etwas. Der Hund bekommt auch. Das Kind darf ein letztes mal Mickey Maus für die nächsten 3 Wochen schauen.
    16.00 h Ich kümmer mich um die letzten Aufgaben, wie Müll leeren, Heizung aus, Fenster zu.
    16.06 h Oma und Opa kommen. Die Reste werden verteilt.
    16.40 h Los geht’s in den Urlaub. Oma, Baby und ich im Pkw. Opa und Kind im Wohnmobil.
    16.50 h Das Baby schläft.
    16.58 h Ich bin auch müde.
    18.09 h Das Baby ist wach.
    18.48 h Das Baby mag nicht mehr.
    19.00 h Wir machen kurz Pause. Frische Windel für das Baby. Das Kind fragt dem Opa die ganze Fahrt Löcher in den Bauch.
    19.50 h Wir haben unseren Zwischenstopp erreicht.
    20.05 h Gemeinsam Tisch decken.
    20.15 h Abendessen.
    20.45 h Ich mache die Kinder bettfertig.
    21.00 h Zähne putzen.
    21.10 h Das Kind darf ein Buch aussuchen.
    21.15 h Der Opa ließt den Kindern vor.
    Das Baby schläft bei mir das Kind bei Oma und Opa.
    21.32 h Das Baby kommt zu mir und wir stillen.
    21.42 h Das Baby schläft.
    21.49 h Mir fallen die Augen zu.
    21.58 h Das Baby meckert. Ich stille erneut.
    22.02 h Das Baby schläft.
    22.11 h Ich versuche zu schlafen.
    22.37 h Erneutes Gemecker wieder Brust.
    22.41 h Das Baby schläft weiter und ich hoffentlich auch gleich.
    Die nächsten Baby Meldungen waren um 01.08 h, 2.32 h, 3.23 h und 6.30 h in diesem Sinne, wir versuchen uns jetzt in 3 Wochen Urlaub zu erholen…

    Es ist natürlich selbstverständlich, dass man keines der Kinder, zu keiner Zeit aus den Augen oder zumindest Ohren lassen kann.

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    1. Hallo Jenny, ich bin gerade das erste Mal auf der Seite von Mutterseelensonnig und habe mich an Deinen 48h festgelesen. Dein Beitrag hat mich sehr an mich und meine Kinder erinnert. Ich musste auch ein wenig schmunzeln. Danke. LG Katja

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  5. Xandu schreibt:

    Danke, dass du dich so wahnsinnig engagiert für uns stark machst! Hier meine 48stundenalleinerziehend:

    2 Kinder (7 und 2), noch bis Dezember ’17 in Elternzeit, alleinerziehend seit knapp 2 Jahren

    TAG 1
    6:00 Kleinkind stillen, damit es noch etwas schläft
    6:25 Handy vibriert- der Wecker
    6:28 aus dem Bett schlängeln, ohne die beiden Kinder zur Rechten und zur Linken zu wecken
    6:30 Brote schmieren für’s Frühstück daheim und in der Schule
    6:40 Zähne putzen, waschen, anziehen
    6:55 Schulkind wecken und hoffen, dass das Kleinkind weiterschläft, Frühstück hochtragen
    7:05 Schulkind nochmal wecken, ins Kinderzimmer zum Frühstücken bugsieren, dabei vorlesen
    7:15 Schulkind ins Bad schicken, Kleinkind wecken (wenn es nicht schon wach ist), wickeln, anziehen, frisieren
    7:25 träumendes Schulkind anfeuern, damit es beginnt, sich endlich fertig zu machen
    7:30 sich in Zeitlupe anziehendes Schulkind beim Anziehen unterstützen, frisieren
    7:40 beide Kinder in Jacken, Schuhe und ggf. Mützen stecken und ins Auto packen
    7:53 Schulkind an der Schule abladen
    8:00 Einkauf mit Kleinkind
    9:15 Einkauf zu Hause mit Hilfe des Kleinkindes aus- und wegräumen, Frühstück vorbereiten
    10:00 Frühstücken mit Kleinkind
    10:20 Spülmaschine mit Hilfe des Kleinkinds beladen und anschalten
    10:30 Turnsachen packen, Jacke, Schuhe und ggf. Mütze anziehen, zur Turnhalle spazieren
    11:00 Mutter- Kind- Turnen
    12:00 Heimweg
    12:20 gleich ins Auto, um Schulkind aus der Schule abzuholen
    12:30 Schulkind einsammeln, evtl. kurz mit anderen Müttern quatschen, maximal bis beide Kinder nach Mittagessen quengeln
    12:45 zu Hause fängt Schulkind die Hausaufgaben an, Kleinkind hilft beim Kochen des Mittagessens und beim Tisch Decken
    13:00 Gemeinsames Mittagessen, Schulkind erzählt von seinem Schultag, Besprechen der Hausaufgaben
    13:15 Schulkind erledigt die restlichen Hausaufgaben, Kleinkind wuselt müde durch Küche und Wohnzimmer
    13:25 Kleinkind in den Mittagsschlaf stillen, aufpassen, dabei nicht selbst einzuschlafen
    13:45 mit dem Schulkind mögliche Hausaufgabenprobleme besprechen und Hilfestellung geben, Spülmaschine ausräumen
    14:00 Mamazeit für’s Schulkind, gemeinsam quatschen, malen oder etwas spielen, Brot/Obst/Snack machen
    14:35 Sportsachen für’s Schulkind richten
    14:40 Kleinkind wecken, wenn es nicht schon wach ist und beide anziehen
    14:50 mit beiden zum Training vom Schulkind fahren
    15:00 Trainingsbeginn Schulkind, mit Kleinkind Pflicht-Dienstsstunden für den Verein machen (heute Wege kehren, sonst gerne auch Unkraut jäten, Rasen mähen, putzen…)
    16:00 Trainingsende, Schulkind möchte noch bleiben und alleine weiter trainieren
    16:15 Schulkind zum Gehen bewegen, Kleinkind bespaßen
    16:30 Endgültig nach Hause fahren
    16:40 Zwischenstopp am Spielplatz
    17:30 Zu Hause freie Spielzeit/ CDs hören/ streiten, in der Zwischenzeit Wäsche sortieren und anschalten, Versuch, wichtige Telefonate zu führen, um Termine zu machen
    18:15 Medienzeit der Kinder, in der Zwischenzeit den Abendbrottisch decken, Wäsche machen, Hasen versorgen
    18:45 gemeinsames Abendbrot
    19:10 freie Spielzeit in den Kinderzimmern, Küche aufräumen
    19:30 Schulkind richtet seine Kleidung für den nächsten Tag, derweil Kleinkind bettfertig machen
    19:40 Schulkind macht sich bettfertig, gemeinsames Zähneputzen
    20:00 Zusammen ins Familienbett huschen, Schlechtes und Gutes vom Tag besprechen, Geschichte für Kleinkind lesen, dabei stillen, danach Geschichte für Schulkind lesen, Wecker auf 21:20 stellen, falls ich selbst einschlafe
    20:20 Licht aus, Einschlafstillen Kleinkind, Füßeln mit Schulkind
    21:20 Handy vibriert, aus dem Bett schlängeln, dann beginnt „meine“ Zeit: alles erledigen, was am Tag liegen geblieben ist: Post, Organisatorisches, soziale Kontakte (mit Leuten, die jetzt noch nicht schlafen),…
    21:45 duschen
    22:00 Medienzeit
    23:30 Kleinkind wird wach, Einschlafstillen, selbst schlafen

    TAG 2
    5:40 Kleinkind stillen, damit es noch etwas schläft, selbst nochmal eindösen
    6:25 Handy vibriert- der Wecker
    6:28 aus dem Bett schlängeln, ohne die beiden Kinder zur Rechten und zur Linken zu wecken, leider vergebens: Kleinkind wacht auf und weint, weil ich/wir aufstehen müssen
    6:30 mit jammerndem, müdem Kleinkind auf dem Arm Brote schmieren für’s Frühstück daheim und in der Schule
    6:50 Kleinkind und Frühstück hochtragen, Schulkind wecken
    6:55 Zähne putzen, Katzenwäsche mit Kleinkind am Bein, anziehen
    7:05 Schulkind nochmal wecken, ins Kinderzimmer zum Frühstücken bugsieren, dabei vorlesen und gleichzeitig Kleinkind stillen
    7:15 Schulkind ins Bad schicken, Kleinkind wickeln, anziehen, frisieren
    7:30 Schulkind frisieren
    7:35 beide Kinder in Jacken, Schuhe und ggf. Mützen stecken und ins Auto packen
    7:53 Schulkind an der Schule abladen
    8:00 Frühstücken mit Kleinkind
    8:20 Spülmaschine mit Hilfe des Kleinkinds beladen und anschalten
    8:30 duschen, Zuschauer in Form eines Kleinkindes inklusive, föhnen, anziehen
    8:55 spielen mit dem Kind
    9:15 mit Kleinkind auf dem Weg in die Schule vom Schulkind, Büchereidienst machen und dabei nebenher das Kleinkind unterhalten
    12:20 Büchereidienst ist zu Ende; erschöpftes, hungriges Schulkind und müdes, hungriges Kleinkind ins Auto verfrachten und heimfahren
    12:35 schnelles Mittagessen richten und essen, Schulkind erzählt von seinem Schultag, Kleinkind quengelt
    13:00 Besprechen der Hausaufgaben, Schulkind erledigt die Hausaufgaben; Kleinkind beschäftigen, vorlesen, spielen
    13:25 Schwimmsachen packen, mit beiden zum Schwimmkurs des Schulkindes fahren
    13:50 mit im Auto eingeschlafenem Kleinkind im Arm und Schwimmtasche auf dem Rücken ins Schwimmbad gehen
    14:00 Kursbeginn, mit auf dem Arm schlafenden Kleinkind im Bistro sitzen und warten; dabei Mails und sonstige Aktivitäten am Handy checken
    15:00 Kursende, Kleinkind schweren Herzens wecken, Schulkind föhnen und Zeug einpacken
    15:45 Kinder zu ihrem Vater fahren und an der Türschwelle „übergeben“ (die Kinder, nicht mich)
    16:30 Zwischenstopp im Supermarkt
    17:00 Ankunft zu Hause, auspacken und verstauen des Einkaufs, danach Telefonate führen, den Kaninchenkäfig sauber machen, Wäsche machen, Rasen mähen, putzen…
    19:00 Kinder kommen zurück, erzählen vom Nachmittag, essen jeder noch eine Kleinigkeit
    19:20 freie Spielzeit in den Kinderzimmern
    19:35 Schulkind richtet seine Kleidung für den nächsten Tag, derweil Kleinkind bettfertig machen
    19:45 Schulkind macht sich bettfertig, gemeinsames Zähneputzen
    20:10 Zusammen ins Familienbett huschen, Schlechtes und Gutes vom Tag besprechen , Geschichte für Kleinkind lesen, dabei stillen, danach Geschichte für Schulkind lesen, Wecker auf 21:20 stellen, falls ich selbst einschlafe
    20:20 Licht aus, Einschlafstillen Kleinkind, Füßeln mit Schulkind
    21:20 Handy vibriert, aus dem Bett schlängeln, eigene Medienzeit (das „Webinar“, für das ich mich angemeldet hatte, hat leider schon begonnen)
    23:25 Kleinkind wird wach, Einschlafstillen, am Handy noch die anstehenden Termine der nächsten Wochen planen und gedanklich vororganisieren
    0:15 selbst schlafen

    Nicht erwähnt sind das übliche tägliche Streitschlichten, auf dem Arm herumtragen, trösten, Kühlpacks holen, Beulen versorgen, zuhören, erzählen…aber das kennt ihr ja.

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  6. […] Mutterseelesonnig ruft zu einer Blogaktion auf: 48h Stunden einer Alleinerziehenden / eines Alleinerziehenden (#48stundenalleinerziehend). Denn die Tage von Alleinerziehenden sind kein Spaß, kein Zuckerschlecken. Sie möchte damit zeigen, dass wir noch einiges verändern müssen, damit die Situation von Alleinerziehenden sich bessert. Seid ihr dabei? […]

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  7. […] Mutterseelesonnig  hat dazu aufgerufen, „48 Stunden alleinerziehend“ zu dokumentieren. Im letzten halben Jahr hat sich hier eigentlich nicht viel getan. Ich überlebe nach wie vor, manage den Alltag, versuche möglichst selten im Selbstmitleid zu versinken, da das zum einen nichts bringt und mich zum anderen noch weiter runterzieht. Was mich wirklich stört – ich komme viel zu selten raus. Wenn mal was ansteht, ist das natürlich in der Regel ein Mama-Wochenende und ich muss absagen. Ich bin dankbar für meinen Job, der mir doch das Mindestmaß an sozialen Kontakten ermöglicht. […]

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  8. Heike Roswitha Amrani schreibt:

    Hallo, meine Kinder sind mittlerweile alle erwachsen, doch da ich jahrelang selbst alleinerziehend und volberufstätig war, interressiert mich das Thema sehr. Ausserdem ist mein Sohn mittlerweile auch alleinerziehender. Ich Unterstütze ihn zwar so gut es geht, aber auch er muss das meiste alleine bewältigen. Er ist ebenfalls voll berufstätig (Schichtarbeit) und auch noch im Elternbeirat des hiesigen Kindergartens. Da wir aus organisatorischen Gründen in einem Haushalt leben, würde ich gerne mal aus seiner Sicht berichten. Liebe Grüße Heike R. Amrani

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  9. Ein Hoch auf Euch Alleinerziehende!
    Ich bin über den Blog „Geborgen Wachsen“ auf diesen Blog gestoßen und habe mir einige Beiträge durchgelesen. Ihr seid einfach toll! Ihr leistet so viel! Da kann ich mir als glücklich verheiratete Mutter mit einem Kleinkind mal ganz viel abschneiden und mich beim nächsten Jammern dran erinnern, was ihr so leistet!
    Die Idee ist super, denn für Familien wird in Deutschland einfach zu wenig gemacht. Das fällt mir so ja schon auf, aber ihr habts doppeltschwer! Aber: Eure Kinder sind/werden bestimmt Bombe! 😉
    Alles Gute Euch allen! 🙂

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  10. Sophia Meinle schreibt:

    Mama (Lehrerin) von Mini-Maus (1,5 Jahre mit Herzfehler, Exmann hat sich noch in der Schwangerschaft davon gemacht)
    5:45 aufstehen, mich fertig machen, Kaffee kochen, Brote machen, Wäsche in die Maschine werfen, dann die kleine Maus wecken und fertig machen, Medikamente geben
    6:50 Abfahrt zur Tagesmutter
    7:00 Ankunft, weiterfahren zur Arbeit
    7:30 Ankunft in Schule. Kopieren, in Vorbereitung nachschauen etc.,
    7:50 erste Stunde beginnt.
    13:00 Schulschluss, fahre nach Hause
    13:30 Ankunft zuhause, nach Nebenan zu meinen Eltern, Tochter einsammeln (Aufgrund von Schlafproblemen wird sie bereits um 12 dort von meinen Eltern abgeholt – ohne die beiden wüsste ich nicht, was ich machen sollte), frage, ob und wie sie geschlafen hat. 10 Min im Auto, na toll…. Mittagessen bei meinen Eltern, Wäsche aufhängen
    14:30 einkaufen, zur Post und in die Apotheke,
    16 wieder Zuhause, Einkäufe einräumen, Kind möchte am liebsten die ganze Zeit auf dem Arm sein
    16:30 auf zum Spielplatz, auch hier ist das Kind heute eher anhänglich
    17:30 wieder zurück Kind spielt, Abendessen vorereiten
    18 Abendessen, die Hälfte landet auf dem Boden, in den Haaren…
    18:30 Kind spielt, ich wische den Boden, räume die Küche auf, die Spülmaschine ein
    19:00 Mache die Maus bettfertig: heute mit baden
    19:30 Maus im Bett: schreit. Gehe zu ihr, dauert heute nur 20 Min bis sie sich beruhigt hat und endlich schläft.
    19:50 setze mich an den Schreibtisch: Unterricht vorbereiten, Korrigieren, Rechnungen begleichen, Steuer müsste ich auch mal endlich angehen… puh.
    22:00 mache mich bettfertig, packe Tasche für morgen und gehe schlafen.
    22:30 kurz vorm Einschlafen, als wenn Mini-Maus es wüsste: Wird wach, schreit. Schläft den Rest bei mir, aber nicht ohne 2 Unterbrechungen um ca 1:30 und 4 Uhr.

    5:45 aufstehen, mich fertig machen, Kaffee kochen, Brote machen, dann die kleine Maus wecken und fertig machen, Medikamente geben
    6:50 Abfahrt zur Tagesmutter
    7:00 Ankunft, weiterfahren zur Arbeit
    7:30 Ankunft in Schule. Kopieren, in Vorbereitung nachschauen etc.,
    7:50 erste Stunde beginnt.
    zwischendrin: Arbeiten Mails checken: Neues vom Anwalt wegen Umgangsverfahren: Schreiben der Gegenseite mit Bitte um Stellungnahme
    14:15 Schulschluss, fahre nach Hause
    14:45 zuhause, schnell zu meinen Eltern, was essen, fragen wie es heute bei der Mini-Maus war. immerhin hat sie 30 Min Mittagsschlaf gemacht
    15:00 -16:30Uhr Kinderturnen, kommen 10 Min zu spät
    16:45 zuhause, Kind spielt, ich erledige noch ein paar Schulsachen für den nächsten Tag.
    18:00 Abendessen
    18:30 Küche aufräumen, noch gemeinsam mit Kind spielen,
    19:00 Kind bettfertig machen,
    19:20 Kind im Bett, heute dauert es 45 Min bis sie sich beruhigt hat. Also nichts mit Training heute Abend, mal wieder.
    20:05 Kind schläft. Ich nutze den Abend und schreibe mal wieder eine Stellungnahme für das Umgangsverfahren. Das raubt Zeit und nervt ungemein. Ständig muss ich mich mit falschen Anschuldigungen des Kindsvaters auseinander setzen. Zwischendurch kommt eine Textnachricht, dass er den Umgang am kommenden Wochenende nicht wahrnehmen wird. Ich hatte alles dafür geplant, den Balkon zu renovieren. Mit Kleinkind wird das auch nichts. na toll. Nach 2 Stunden beende ich die Arbeit an der Stellungnahme – werde ich morgen noch einmal drüber schauen und gegebenenfalls verändern, ergänzen, etc.
    22:00 fahre den Rechner runter, packe die Tasche für morgen, schaue, was morgen alles ansteht, gehe ins Bett
    22:45 liege im Bett Kind wird wieder kurz darauf wach, schläft den Rest der Nacht bei mir, wieder mit zwei weiteren Unterbrechungen.

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  11. Sonique schreibt:

    Meine 48 Stunden mit einem Kind (7 Jahre, mit Behinderung, seit 6,5 Jahren alleinerziehend)

    6:05 Uhr: aufstehen, ins Bad, Brote für mich & Obstbox für’s Kind vorbereiten
    6:35 Uhr: Kind wecken und kitafertig machen. Jacke & Schuhe an – jeden Tag ein kleiner Kampf
    7:15 Uhr: zu Fuß im Schneckentempo zur Kita
    7:40 Uhr: knapp die Bahn zur Arbeit erwischt. Werfe noch 3 Kinderbücher in die Box vor der Bibliothek ein, kaufe Briefmarken und eine Tageszeitung (die ich 3 Tage später evtl. lesen werde).
    8:15 Uhr – 14:30 Uhr Büro. Im Büro nebenbei mit der Pflegekasse telefonieren, einen Termin mit der Betreuerin vom Familiententlastenden Dienst vereinbaren, einen Facharzttermin für’s Kind verschieben.
    14:30 Uhr: schnell zur Plasmaspende. Ungeplant lange Wartezeit.
    15:30 Uhr: weiter zum Bäcker und zum Supermarkt, wo ich das Plasmaspende-Geld direkt wieder ausgebe.
    16:10 Uhr: Kind aus der Kita abholen. Die Brille ist verbogen und muss beim Optiker gerichtet werden – heute nicht! Vielleicht nächste Woche? Auf zum Musikkurs.
    18:30 Uhr: vom Musikkurs zurück. Abendessen.
    19 Uhr: TV-Zeit für’s Kind. Ich räume die Küche auf. Stelle die Waschmaschine an. Sauge den Sandberg im Flur weg, den das Kind dort aus seinen Schuhen geschüttelt hat. Den restlichen Staub in der Wohnung ignoriere ich gekonnt.
    19:30 Uhr: ich bitte das Kind ins Bad. Sie möchte „nur noch schnell“ eine Runde in ihrem Hängesessel schaukeln.
    20:00 Uhr: ab ins Bad!
    20:20 Uhr: Bettzeit. Gute-Nacht-Geschichte. Das Telefon klingelt – jetzt nicht! Kind hat Durst und will noch nicht, dass ich gehe.
    20:45 Uhr: schleiche mich müde aus dem Zimmer. Hänge die Wäsche auf. Lege Kind-Kleidung für den nächsten Tag zurecht. Lese Mails, überweise 3 überfällige Rechnungen. Nebenbei läuft TV – ich bekomme nur die Hälfte mit.
    22 Uhr: Feierabend.
    2 Uhr: Kind hat einen Albtraum. Ich gehe zu ihr, tröste, gebe ihr etwas zu trinken…
    2:20 Uhr: schleiche wieder in mein Bett zurück.

    +++

    6:05 Uhr: aufstehen, ins Bad, Brote für mich & Obstbox für’s Kind vorbereiten
    6:35 Uhr: Kind wecken und startklar machen
    7:05 Uhr: Kind frühstückt heute zuhause, kippt die Milch aus und das Müsli unter den Tisch. Neue Kleidung muss her. Das Müslimassaker unterm Tisch muss warten.
    7:30 Uhr: Jacke & Schuhe an – jeden Tag ein kleiner Kampf. Auf zur Logopädie. Unterwegs noch schnell das angesammelte Leergut in den Glascontainer, Briefe in den Postkasten, Zwischenstopp beim Bäcker.
    8-8:45 Uhr: Logopädie. Während das Kind Therapie hat, checke ich Büromails auf dem Smartphone. Am Ende will das Kind unbedingt in der Praxis bleiben und nicht in die Kita – nach langem Trotzanfall verlassen wir endlich die Praxis.
    9:20 Uhr: in der Kita angekommen – viel zu spät, ich muss zur Arbeit!
    9:50-15:50 Uhr: Büro. Gestresste und schlechte Stimmung heute – bloß nicht davon anstecken lassen!
    16:20 Uhr: Kind abholen. Im Garderobenfach liegt ein Zettel mit Vorschlägen für 2 Gesprächstermine bei den Kita-Therapeuten. Ich stecke den Zettel ein und vergesse ihn in den Weiten meiner Tasche. Kind braucht neue Schuhe. Und Zahnpasta für die Kita. Und ausgepustete Eier für die Osterbastelei am nächsten Tag. Und ich solle bitte den Behindertenausweis für den Besuch des Puppentheaters am übernächsten Tag mitbringen, damit eine Erzieherin als Begleitperson freien Eintritt bekommt (das Kitabudget ist extrem knapp bemessen).
    17:30 Uhr: Zahnpasta und Eier gekauft, aber keine passenden Schuhe gefunden (neuen Schuhkauf-Termin überlegen und unbedingt einen Termin beim Orthopäden für neue Einlagen vereinbaren; Termine für Augenarzt und Kieferorthopäde sind auch noch in der Pipeline – wann waren die gleich nochmal???). Auf dem Heimweg kommen wir am Spielplatz vorbei. Kind trifft dort Kitafreunde und möchte noch bleiben. Ich nutze die Zeit, um per sms mit dem Kindsvater den nächsten Umgangstermin abzusprechen. Den letzten Termin hatte er 2x abgesagt, diesmal bestehe ich auf einen Ersatztermin. Beim Jugendamt hatte ich eine Neuberechnung seines Einkommens beantragt, da er neuerdings einen Vollzeitjob hat. Er fragt mich per sms, warum ich das getan habe. Ob mir der Unterhalt, den er zahlt (weit unter Mindestsatz) nicht reichen würde?! Kurz blitzt mein schlechtes Gewissen auf – ich schiebe es beiseite.
    18:15 Uhr: nach Hause – ich bin durchgefroren, habe Kopfschmerzen, das Kind protestiert heftig.
    18:30 Uhr: Abendessen. Kind wünscht sich Milchreis. Dauert zu lange. Belegtes Brot muss heute reichen.
    19 Uhr: TV-Zeit für’s Kind. Ich räume die Küche auf. Puste die Eier zum Basteln in der Kita aus. Stelle die Spülmaschine an. Lege nebenbei ein paar Pullis zusammen und ignoriere den restlichen Wäscheberg.
    19:30 Uhr: ich bitte das Kind ins Bad. Sie möchte „nur noch schnell“ eine Kinder-CD hören.
    20 Uhr: ab ins Bad!
    20:20 Bettzeit. Gute-Nacht-Geschichte. Lange Kuschelrunde. Kind möchte noch nicht, dass ich gehe. Hat „Bauchschmerzen“ und möchte eine Wärmflasche. Während ich die Wärmflasche mache, ist nach spontaner Genesung ein Stapel Bücher ins Bett gewandert. Weiteres Vorlesen verschiebe ich auf den nächsten Tag.
    21:10 Uhr: ich schleiche mich aus dem Zimmer, nachdem ich kurz eingenickt war. Leere die Spülmaschine. Lege Kind-Kleidung für den nächsten Tag zurecht. Schaue die Post durch und notiere die Einladung zur 1. Elternversammung für den integrativen Hortplatz im Kalender. Laut Info wird Kinderbetreuung angeboten. Beginn der Versammlung aber erst um 19 Uhr. Fahrtweg pro Strecke mit der Bahn: 30 min. Memo an mich: rechtzeitig die Betreuerin des Familienentlastenden Dienstes kontaktieren, ob sie an dem Abend babysitten kann. Lese Mails und nehme einen Lektoratsauftrag an, den ich freiberuflich abarbeiten werde (Deadline: vorgestern). Im Kopf verplane ich die Einnahmen aus dem Auftrag bereits für die Einschulung und alle Utensilien, die ich dafür noch besorgen muss.
    22:15 Uhr: Feierabend.
    3 Uhr: das Kind schläft schlecht und tapst zu mir ins Bett. Den Rest der Nacht schlafe ich knapp an der Bettkante, mit einem kleinen Rest Bettdecke auf mir und einem sich unruhig umherwälzenden Kind neben mir. Noch 3 Stunden bis zum nächsten Weckerklingeln…

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  12. Lotta_Leben schreibt:

    Auch hier sind die Kinder volljährig geworden und ich damit nicht mehr „alleine erziehend“

    Diese Aktion allerdings hat meine Erinnerungen wieder sehr spürbar werden lassen, denn vieles habe ich verdrängt aus den letzten 18 Jahren alleine mit drei Vierlingen und mag mich kaum daran erinnern: Den Tod des vierten Kindes, die medizinischen Problemen durch die Frühgeburt mit all ihren langanhaltenden Folgen, ohne Kontakt zum Vater, alles alleine verantworten, Berufstätigkeit, finanziellen Sorgen und eigene körperliche Schäden durch die andauernde (Über-)Belastung.
    Da ist viel, was sehr weh tut.

    Aber da ist eben auch die Tatsache, dass ich jetzt zurückschauen kann und sehe, dass sich jede Mühe gelohnt hat, dass es gut geworden ist, es den Kindern gut geht zur Zeit und sie ihre Wege gehen. Wir vier haben es gemeinsam geschafft.

    Und wie wichtig es ist, Hilfe zu bekommen. Rückblickend bin ich mir sicher, dass sich meine Kinder nicht so entwickelt hätten, wenn mir nicht an manchen Stellen wirkliche Hilfen gewährt worden wären.

    Das sollte Politikern vielleicht vor Augen geführt werden, wenn sie an der Nachhaltigkeit der Investition in Hilfsangeboten für Familien zweifeln.
    Das Heranwachsen eines Kindes dauert länger als eine Legislaturperiode.

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  13. Viola schreibt:

    06.04.2017
    05:00h Wecker klingelt, aufstehen und Kaffeemaschine anmachen
    05:10h ab unter die Dusche und vorher noch die Waschmaschine anmachen
    05:30h mit duschen fertig, schnell in die Küche, Kaffee einschenken und Milch dazu. Nebenbei noch die Geschirrspülmaschine ausräumen
    05:45h Wecker der Tochter (6 Jahre) klingelt. Hin gehen und eine Actimel mit Strohhalm ans Bett bringen
    05:55h anfnagen mit anziehen und nebenbei die Klamotten der Tochter auf Bett legen und ihr sagen, sie möchte sich bitte JETZT anziehen. Tochter hatte Alptraum und möchte in den Arm und den Traum erzählen.
    06:10h ins Badezimmer, Zähne putzen und nebenbei den jetzt kalten Kaffee austrinken und einen neuen anstellen
    06:15h gucken ob sich das Kind anzieht – leider nicht. Ermahnen…
    06:20h Haare fönen
    06:25h Kind kommt endlich ins Bad, Toilettengang und den Rest anziehen. Ich schmiere jetzt die Schulbrote.
    06:35h ich mich schminken und das Kind zum Zähneputzen „jagen“
    06:40h Zeit wird eng… schnell Tasche packen und die Brotdosen in den Ranzen, beide Schuhe und Jacke anziehen.
    06:50h los fahren, ab den Hort
    06:57h die Erzieherin kommt mal wieder mega knapp. Schnell in den Hort, Kind Jacke aus und Puschen an, schnell verabschieden
    07:04h ab ins Auto und los zur Arbeit
    07:45h enlich angekommen, mal wieder Stau wie jeden morgen
    16:05h Feierabend und ab ins Auto
    16:20h das erste mal Stau, hoffentlich geht es gleich weiter, um 17h schließt der Hort
    16:45h endlich am Hort, Kind spielt und sieht gar nciht das ich da bin
    16:55h ich möchte endlich nach Hause, aber das Kind trödelt mal wieder so vor sich hin
    17:05h wir sitzen endlich im Auto, müssen aber noch einkaufen fahren
    17:55h zu Hause. Hände waschen, Klamotten aus, aus dem Ranzen dei Brotdosen raus nehmen und in den Geschirrspüler packen
    18:10h Wäsche aus der Waschmaschine in den Trockner und das Bad aufräumen
    18:20h Abendbrot machen und essen
    19:00h Kind Zähne putzen und Schlafanzug anziehen. Ich gucke die Post durch und räume die Küche und das Wohnzimmer auf
    19:25h Kind darf auf Tablet Bodenturnen gucken und turnt selbst im Wohnzimmer noch rum. Ic hlege die Wäsche vom Vortag zusammen und in die Schränke
    19:45h Kind soll ins Bett, kommt aber nicht zur Ruhe. Wir kuscheln noch auf dem Sofa
    20:00h Kind ins Bett, CD an, Schlaflicht an
    20:05h ich setze mich vor den PC, lese meine Email und antworte bzw. schreibe Bewerbungen. Nebenbei läuft die Tagesschau
    20:15h eigentlich wollte ich Fernseh gucken… Trockenr fertig… Wäsche raus nehmen und zusammen legen bzw. wenn noch feucht noch auf die Leine hängen
    20:30h Klamotten für den nächten Tag raus legen
    20:45h gehe ich ins Bett. Bin hündemüde, kann aber wie so oft, nicht einschlafen… Gedankenkarussell… gegen 22:30h schlafe ich endlich ein!

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  14. Kim schreibt:

    #48stundenalleinerziehend

    5.4.17

    6.20 Uhr: Wecker klingelt. Kind ( knapp 2) ist schon wach, sie hat heute Nacht wieder bei mir geschlafen. Wir kuscheln noch ein paar Minuten, dann ab ins Bad. Während ich hastig dusche rollt das Kind eine Rolle Klopapier ab. Klopapier wieder aufrollen, Zähne putzen, anziehen, Kind anziehen.

    7.20 Uhr: Wir verlassen die Wohnung, ich bringe meine Tochter zur Tagesmutter. Dort noch kurz Neuigkeiten besprechen, Kind verabschieden und noch schnell zum Bäcker was zu essen holen.

    7.45 Uhr: Arbeitstag startet. Mist, der Kunde besteht auf einen Termin nach 15 Uhr. Meine Tochter geht nur bis 15 Uhr zur Tagesmutter. Oma anrufen ob sie einspringen kann.

    16.30 Uhr: Kind bei Oma abholen. Noch einen Kaffee trinken und kurz durchatmen, der Kundentermin war anstrengend. Kind hustet, bitte nicht krank werden!

    17.00 Uhr: noch schnell einkaufen, Kind besteht auf den Einkaufswagen mit Auto, leider sind alle in Gebrauch. Kind wird wütend. Weitere 5 Minuten das Kind beruhigen und trösten, ein Auto-Einkaufswagen wird zurückgebracht, Gott sein Dank! Schnell das Nötige einkaufen und dann nach Hause.

    18.00 Uhr: Abendessen vorbereiten, Kind will lieber was Anderes Essen. Diskussionen, am Ende isst Kind was da ist.

    18.30 Uhr: Küche aufräumen, nach der Post schauen. Die Info vom Jugendamt dass der Kindsvater nicht auf die Zahlungsaufforderungen reagiert hat. Er hat die Unterhaltszahlungen vorletzten Monat eingestellt. Die Termine bei der Familienhilfe hat er in der Vergangenheit immer platzen lassen. Ich habe keine Lust auf Diskussionen und spare mir jeden Kommentar in diese Richtung.

    18.45 Uhr: Kind in die Badewanne stecken

    19.15 Uhr: überschwemmtes Badezimmer trockenlegen

    19.20 Uhr: Kind umziehen und bettfertig machen.

    19.30 Uhr: Wir gehen nochmal aufs Sofa und gucken Bücher an, Kind scheint nicht müde zu sein. Aber ich bin so müde. Ich ahme immer wieder Tiergeräusche nach und wir singen noch ein paar Lieder.

    20.00 Uhr: Kind ins Bett bringen. Kind hat Durst, Hunger, will kuscheln und ist nicht müde. Ich bleibe bei ihr bis sie eingeschlafen ist.

    20.45 Uhr: Noch schnell Unterlagen fürs Jugendamt zusammensuchen und den Antrag für den Unterhaltsvorschuss ausfüllen, hoffentlich dauert die Bearbeitung nicht so lange, diesen Monat wird es ganz schön knapp.

    21.30 Uhr: Mist, Wäsche vergessen. Wäsche waschen, Trockner ausräumen, Wäsche falten.

    21.50 Uhr: Endlich aufs Sofa.

    22.15 Uhr: Ins Bett gehen, mir fallen die Augen zu.

    6.4.17

    6.20 Uhr: Wecker klingelt, das Kind war nachts ein paar Mal wach und hat deshalb wieder bei mir geschlafen. Wir kuscheln noch ein bisschen und stehen auf. Während ich dusche räumt das Kind unser Schuhregal aus. Schuhregal wieder einräumen, Zähne putzen, anziehen, Kind anziehen. Neuerdings wird über die Kleiderauswahl diskutiert. Tasche packen nicht vergessen, von der Betreuung aus geht’s direkt zu den Musikzwergen.

    7.20 Uhr: Wir verlassen das Haus, ich bringe das Kind in die Betreuung. Dort noch kurz besprechen was so ansteht. Bei der Gelegenheit bekomme ich die Urlaubsplanung der Betreuung für die kommenden Monate. Der Kindsvater hat sich auf eine Woche in den Sommerferien hochhandeln lassen. Und der Rest? Später mal Oma fragen. Die Großeltern väterlicherseits wohnen leider sehr weit weg und sind nicht greifbar. Auf dem Weg ins Büro noch schnell beim Bäcker halten.

    7.45 Uhr: Arbeit beginnt. Ein Termin jagt den Nächsten, ich telefoniere gefühlt 100 mal an diesem Tag, meine Emailpostfach läuft über. Eins nach dem Anderen. Ich mache übrigens die Gleiche Arbeit wie vor der Geburt meiner Tochter, nur statt in 40 Stunden in 32 Stunden. Muss ja wohl zu schaffen sein.

    15.00 Uhr: Feierabend, Noch schnell die Unterlagen fürs Jugendamt zur Post bringen.

    15.15 Uhr Kind aus der Betreuung abholen. Dort bekomme ich die Info dass das Kind den ganzen Tag gehustet hätte und auch ein bisschen warm ist. Ich rufe den Kinderarzt an und bekomme gleich einen Termin, natürlich mit Wartezeit. Musikzwerge informieren dass wir nicht kommen.

    15.45 Uhr: Während wir, im vor Viren triefenden, Wartezimmer sitzen und mein Kind mit einem anderen, ebenfalls stark hustenden, Kind spielt rufe ich schnell beim Lohnsteuerhilfeverein an. Ich brauche noch einen Termin um die Unterlagen für die Steuererklärung durchzusprechen. Gleich noch weitere Termine beim Gynäkologen und Zahnarzt vereinbaren. Das Büro ruft an, ein Kunde verlangt nach mir. Telefonat mit Kunden abarbeiten während ich versuche meine Tochter davon abzuhalten das Kochgeschirr der Spielküche im Wartezimmer abzulecken. Kind hat Durst. Mit dem Kunden am Ohr gehe ich in den Vorraum und hole dem Kind etwas zu trinken.

    17.00 Uhr: Wir sind fertig beim Kinderarzt, Kind hat Bronchitis. Den Rest der Woche soll es zu Hause bleiben. Oma schon wieder anrufen ob sie einspringen kann, Tagesmutter informieren dass das Kind den Rest der Woche nicht kommt, zur Apotheke Medikamente holen. Kindsvater weigert sich das kranke Kind zu betreuen, kranke Kinder gehören zur Mutter, also fällt das Papawochenende mal wieder aus. Zum Glück haben wir die Oma. 10 meiner 20 „kinderkranktage“, die mir das Gesetz für das Jahr zugesteht, sind schon verbraucht und wir haben gerade einmal Anfang April.

    17.30 Uhr: Wir sind zu Hause, Mist, ich habe vergessen Getränke zu holen. Naja, morgen dann. Meine Freundin ruft an, es geht ihr nicht gut, sie hat sich mit Ihrem Mann gestritten. Ich versuche ihr zu folgen während das Kind auf meinem Schoß rumturnt und Hoppe Hoppe Reiter spielen will. Es wird ungeduldig, klettert von mir runter und holt mehrere Tempopackungen aus dem Badezimmer deren Inhalt sie zu Konfetti verarbeitet. Ich vertröste meine Freundin auf den Abend und verspreche mich zu melden wenn die Maus schläft.

    17.50 Uhr: So, jetzt aber Abendessen vorbereiten, Kind ist zu kaputt um über die Essensauswahl zu meckern, dafür verschüttet es sein Getränk. Ruhig bleiben, es war keine Absicht. Der Spinat in Ihren Haaren war hingehend sehr wohl Absicht.

    18.15 Uhr: Dem Kind die Haare waschen, zum Glück hat sie noch nicht so viele.

    18.25 Uhr: Küche aufräumen, Wäsche von gestern aus dem Keller holen, nach der Post schauen.

    18.40 Uhr: Schnell die Wohnung durchsaugen, vorher sämtliches Spielzeug zur Seite räumen, die vergessene Wäsche vom Vortag in die Schränke räumen. Kind räumt in der Zeit meinen Küchenschrank aus. Gut dass ich lernfähig bin und die Mehltüten mittlerweile woanders lagere. Küchenschränke mit Kind zusammen wieder einräumen. Allein würde es viel schneller gehen, aber sie soll es ja lernen.

    19.15 Uhr: Kind bettfertig machen, Medikamente eintrichtern, den Hustensaft mag sie nicht besonders.

    19.30 Uhr: Wir spielen noch etwas, wir bauen Türmchen und schauen Bücher an. Kind ist sehr
    anhänglich, aber das ist ok, mir tun die Kuscheleinheiten auch gut. Ich bin so müde, hoffentlich schläft sie heute besser ein.

    20.00 Uhr: Schlafenszeit. Kind will auf meinem Arm einschlafen. Na gut, ich setze mich in den Sessel, mache das Licht aus und warte bis sie einschläft. Das dauert aber lang heute, ich kann meine Augen kaum offenhalten. Die Atmung wird gleichmäßig, sie ist endlich eingeschlafen. Ich gebe ihr noch einen Kuss und lege sie in ihr Bett.

    20.45 Uhr: Ich schleiche mich aus Ihrem Zimmer. Bügeln? Ich müsste dringend den Rasen mähen, aber sicher nicht um diese Uhrzeit. Ich müsste ja auch meine Unterlagen für den Termin beim Lohnsteuerhilfeverein noch sortieren. Oder das Aquarium sauber machen? Der Filter ist doch bestimmt seit einem halben Jahr nicht mehr gereinigt worden. Ich entscheide mich dazu das Badezimmer zu putzen, das hat es wohl am Nötigsten.

    21.15 Uhr: Noch schnell ein paar zukleingewordene Kleidungsstücke und Schuhe vom Kind bei Mamikreisel einstellen.

    21.45 Uhr: Endlich aufs Sofa. Ich stelle fest dass ich meine Lieblingsserie verpasst hab. Ich zappe noch ein bisschen durchs Programm, checke Facebook, Instagram und meine Emails. Mist! Ich hab meine Freundin vergessen. Schnelle Whatsapp „Bist du noch wach?“ „Ja“ Ok, ich rufe Sie an und höre mir unglaubliche Geschichten von fremdgehenden Männern an. Ich schweife ab und denke darüber nach, dass ich bei all der Hektik nie wirklich Zeit hatte meine eigene Trennung zu verarbeiten.

    23.00 Uhr: Telefonat beendet, ich gehe ins Bett. Ich höre, dass meine Tochter unruhig schläft. Sie wird mich sicher bald rufen und bei mir schlafen wollen.

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    1. Frau S. schreibt:

      Ein kleiner Tipp: statt Kinderkrankentagen am Ende selbst krank schreiben lassen, denn auch nur dann gibt es keinen Gehaltsverlust. Kinderkrankentage werden nämlich nicht voll erstattet.
      Da gab es mal eine Blogdiskussion zum Thema, hier:
      http://papapelz.de/1439

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  15. Iris Heyen schreibt:

    05.04.
    5.00 Aufstehen, ich schreibe heute eine Klausur und will noch einmal über die Unterlagen schauen.
    5.20 Katzen füttern, Kaffee kochen, Butterbrote schmieren, Tisch decken, Zeitung holen, beladene Waschmaschine anstellen,
    5.45 Frühstück
    6.00 Kinder wecken, selbst ins Bad und fertig machen
    6.15 Kinder nochmal wecken, K1 ist schon auf
    6.20 Ich packe meine Tasche und ziehe mich an
    6.30 Kinder frühstücken, Ich bekomme noch einiges an Elternbriefen vorgelegt und muß Logbücher unterschreiben, K1 hat einen Zettel mit Besorgungen für ihr Jahresprojekt, Ich erinnere an den Termin beim Kieferorthopäden und borge K2 meinen Schlüssel, damit sie nach der Schule rein kann wenn ihre Schwester beim KO ist. Ich verabrede mit K3, dass ich sie heute abhole
    6.40 Ich verlasse das Haus, nicht ohne diverse Instruktionen and die Kids, das Auto hat überraschenderweise eine Eisschicht, Mist
    7.00 Ich treffe mich mit unserer Fahrgemeinschaft, ich bin heute dran und ab geht es zur Schule
    7.45 Wir sind angekommen, quatschen noch ein bißchen
    8.00 Unterrichtsbeginn
    13.30 Klausur, danach geht es nach Hause
    14.20 gebe meine Klausur ab und warte noch auf meine restliche Fahrgemeinschaft
    14.45 Los geht es nach Hause
    15.20 Wir verabschieden uns und ich fahr weiter zur Schule von K3
    15.30 Ich hole K3 ab und entschuldige sie für die AG, da heute Erstbeichte der Kommunionkinder ist
    da ich früher dran bin wegen der Klausur und ich nicht reinkann wegen Schlüssel, entscheide ich, erst die Besorgungen für K1 zu machen, Isolierband und Teppichmesser, wir schauen noch neben an im Möbelgeschäft, dann aber schnell zum Termin
    16.30 die Kommunionkinder gehen in die Kirche, die Eltern ins Pfarrheim Kaffee trinken, ich unterhalte mich mit einer Mutter über die letzte Stunde „soziales Kompetenztraining“ das ich ehrenamtlich begleitet habe
    16.45 Mein Kind ist schon fertig und ist noch schnell eine Waffel
    17.00 Wir lassen das Schwimmtraining ausfallen und besorgen noch Gehacktes und Brot
    17.30 Endlich zu Hause, ich begrüße die Kinder und koche Spaghetti Bolognese, da Dienstags die Mensa von K1 geschlossen ist und der Unterricht um 12.30 endet.(Soviel zum Thema Ganztagsschule) Wir spechen über den Tag.
    18.00 Abendessen
    18.30 Ich räume die Küche auf und spüle das Geschirr, nebenbei schaue ich, ob die Katzen frisches Wasser brauchen
    19.15 Ich hänge die Wäsche von heute morgen auf und befülle die Waschmaschine neu. Ich fordere die Kinder auf, ihr Zimmer aufzuräumen und Zähne zu putzen
    19.45 Die Kinder schauen inzwischen fern, ich schaue kurz in der Wohnung nach dem rechten, räum noch hier und da etwas auf und sauge durch
    20.30 Ich schicke die Kinder ins Bett und gebe den Katzen die letzte Futterration
    20.45 Ich gehe duschen
    21.30 Ich schlafe vor den Fernseher ein

    06.04.
    5.45 aufstehen, Katzen füttern, Tisch decken, Butterbrote schmieren
    6.00 Kinder wecken
    6.05 anziehen, fertig machen, zwischen durch Kinder ans aufstehen erinnern
    6.30 Frühstück, wir besprechen den Tag
    6.45 Ich muß los, habe Frühdienst
    7.15 Ich schließe die Räume, auf, die ersten Kinder trudeln ein, wir spielen Uno
    7.45 Ich schicke alle Kinder in den Unterricht räume noch kurz auf und schließe wieder ab. Ich fahre in die Stadt, meine Gehaltsabrechnung muß zum Jobcenter (meine Kinder erhalten exakt die summe Sozialgeld, die der Vater als Mindestunterhalt leisten müsste) K3 hat eine Zusage zu den Osterferienspielen, ich kaufe im Rathaus die Teilnahmekarte, wenn ich schon mal in der Stadt bin, erledige ich auch noch die Bankgeschäfte
    9.30 ich bin wieder zu Hause, stelle die Waschmaschine an, die Kinder haben in der Küche nichts aufgeräumt, also mache ich das. Ich lasse mir einen Werkstatttermin für das Auto geben.
    Ich gebe den katzen das Trockenfutter
    10.30 Ich fahre wieder zur Arbeit
    11.00- 16.30 Pädagogische Essensbegleitung, Hausaufgabenbetreuung,Freispiel, Angebote;AGs, Küchendienst
    16.00 K3 taucht auf, sie kann zu Hause nicht rein, also bleibt sie bei mir
    16.45 nach dem das letzte Kind abgeholt ist, mache ich Feierabendund fahre mit K3 nach Hause
    17.00 K1 hat sich spontan verabredet und deshalb K3 nicht reingelassen.K2 ist beim Tanztraining. K3 geht auf den Spielplatz vor dem Haus. Ich räume auf und hänge die Wäsche von gestern ab und die neue auf.
    18.00 Ich mache Abendessen, K1 taucht auf und entschuldigt sich, sie war bei Ida.
    18.20 K2 kommt vom Training, ich rufe K3 vom Spielplatz, wir essen und reden über den Tag und was in der Schule war
    19.00 Ich räume die Küche auf und spüle Geschirr. Die Kinder machen sich fürs Bett fertig und schauen fern.
    Ich lese noch E-mails und´gehe duschen
    20.30Die Kinder gehen ins Bett, ich mache Feierabend
    21. 00 Ich schlafe vor dem Fernseher ein

    Liebe mutterseelesonnig, danke für dein Engagement, es ist so wichtig. Hoffentlich ist der Text nicht zu lang. Ich bin seit 7Jahren allein mit meinen Mädchen(8,11 und 13)gelernte Buchhändlerin und mache z. Zt. eine Praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin, d.h. ich arbeite 18H/Woche in einer OGS und gehe 16H/Woche zur Schule in einer benachbarten Stadt. Mein geliebter Erstberuf hat sich als nicht kinderkompatibel erwiesen. Ich bin aber froh, eine Neue berufliche Perspektive zu haben. Leider muß ich noch aufstocken, da der Vater sich nicht beteiligt.Was sich hoffentlich im Juli erledigt. Liebe Grüße Iris

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  16. 4.30 Wecker klingelt 1mal ich stehe auf gehe ins Bad mache mich soweit fertig damit ich nicht mehr ins Bad gehen brauch
    4.45 der Wecker klingelt zum 2 mal Kinder werden geweckt wenn ich abends die Sachen noch nicht herausgelegt habe dann tue ich es jetzt Kinder wollen nicht aufstehen erneut wecken es ist schon 5
    5 Uhr ich gehe in die Küche bereite die Brote Vor schneide Obst und lege beiden Kindern eine gefüllte Brotdose + Getränk in den Ranzen
    5.15 ich gehe nochmals in die Kinderzimmer und schaue ob bmeine Jungs schon angezogen sind und schicke jeden ins Bad zum Zähneputzen und frage nebenbei ob jemand zu der Zeit frühstücken mag meist frühstücken beide im hort
    5.45 Wecker klingelt zum 3 mal das heißt Schuhe anziehen und für alle 3 das Haus verlassen und mit dem Auto zum hört fahren vor dem Hort parken
    6 Uhr Hort Beginn wir stehen schon vor der Tür manchmal können meine Kinder schon um 5.55 und rein.
    Nun laufe ich zur arbeit
    6.10 dienstbeginn
    Da ich in der ambulanten Krankenpflege arbeite muss ich mir alle Schlüssel zusammen suchen
    6.20 dienstauto nehmen und zum ersten Patienten fahren
    (Man hat so ca 25 Patienten am Tag)
    13 Uhr Auto zurück zur Dienststelle fahren Schlüssel abgeben Übergabe tätigen papierkram erledigt
    13.30 Uhr Pause falls ich noch nicht gefrühstückt habe tue ich das jetzt
    14 Uhr Kind aus den hort holen zur Ergotherapie bringen
    14.30 Ergotherapie
    15.15 Therapie Ende
    15.20 schnell nach Hause mein großer Sohn kommt um 15.30 alleine vom hort
    15.40 endlich da heim angekommen wenn ich noch einkaufen muss tätige ich es jetzt mit den Kindern gemeinsam
    17.30 Abendbrot Zeit
    18 Uhr Medien Zeit für die Kinder ich räume in der Zwischenzeit alles auf wenn ich die Kraft dazu habe räume Spülmaschine ein und schalte sie an putze die Küche alles was so ansteht um 19 Uhr klingelt der Schlafenszeit Wecker meine Jungs haben sich vorher schon bettfertig gemacht damit sie bis 19 Uhr schauen können
    Nun heißt es Schlafenszeit sie können jetzt noch etwas lesen oder sie schlafen direkt ein weil morgen früh Klingelt wieder der Wecker

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  17. Sabine schreibt:

    Meine 48 Stunden. Kind ist fünf Jahre alt.

    6:30 der Wecker klingelt, Tochter wird zeitgleich wach, sie steht immer früh auf. In der Woche super, am Wochenende leider nicht.
    6:35 gehen zusammen ins Bad, waschen Zähne putzen Haare machen.
    6:50 Diskussion im Kinderzimmer, nein es ist noch kein Sommer, Socken und lange Hose sind Pflicht.
    7:00 mache das Frühstück für meine Tochter fertig. ( sie frühstückt in der Kita)
    7:10 wir verlassen das Haus. Ab ins Auto und zur Kita.
    7:15 Tochter in die Kita, nochmal kuscheln und küssen ihr nochmal sagen das Oma sie abholt.
    7:25ab ins Auto und zur Arbeit.
    7:40 erstmal ein Kaffee trinken und die ruhe genießen bevor die ersten Kolleginnen und Chef kommen.
    8:00 Arbeitstag geht los. ( ich arbeite zwei mal die Woche bis 18 uhr )
    13 Uhr Mittagspause kurz Termine für die Woche planen.
    13:30 Job geht weiter.
    18:30 endlich Feierabend, wieder mal nicht pünktlich raus gekommen.
    18:40 meine Tochter bei Oma und Opa abholen noch zusammen Abendessen.
    19:50 im Auto ab nach Hause. Wieder viel zu spät, Tochter übermüdet dementsprechend schlecht gelaunt.
    20:10 zuhause. Zähne putzen waschen und Schlafanzug an.
    20:20mit Tochter ins Bett krabbeln, kuscheln etwas über den Tag quatschen
    20:30 Tochter hat natürlich Durst, raus aus dem Bett Wasser holen. Wieder ins Bett klettern.
    20:40 Tochter schläft endlich, Küche aufräumen, Wohnung sauber machen
    21:30 endlich auf dem Sofa. Mir fällt ein das ich noch bügeln müsste aber das kann warten.
    22:30 ich gehe schlafen.

    6:00 Uhr, Tochter schon wach und will aufstehen. Kuscheln noch etwas zusammen
    6:30 der Wecker klingelt, gehen wieder gemeinsam ins Bad.
    6:50 erneut Diskussionen was man in der Kita anzieht ( nein immer noch kein Sommer, nein kein Sommerkleid)
    7:00 Frühstück für die Kita machen, selber anziehen und merken das ich heute nicht pünktlich schaffe auf Arbeit zu kommen.
    7:20 wir verlassen das Haus mit einem bockigen Kind weil sie eine Jacke anziehen muss.
    7:25 Ankunft in der Kita. Tochter möchte sich nicht von mir trennen also noch etwas kuscheln, quatschen.
    7:45 Chef anrufen das ich etwas später komme ( zum Glück ein Super Chef der meine Situation kennt und immer Verständnis hat wenn mein Plan mal nicht so auf geht)
    8:10 natürlich noch in den Berufsverkehr gekommen und jetzt erst auf Arbeit. Kaffee muss jetzt während der Arbeitszeit getrunken werden.
    11 Uhr anruf der Kita, Tochter hat Fieber soll bitte abgeholt werden.
    12 Uhr Tochter von der Kita abgeholt, entschieden erstmal nicht zum Kinderarzt. Tollste Oma der Welt nimmt meine Tochter und pflegt sie.
    14 Uhr wieder auf Arbeit, froh zu sein das man so tolle Eltern hat gleichzeitig ein schlechtes Gewissen weil das kranke Kind jetzt nicht bei mir ist.
    18:00 Feierabend und schnell zu meiner Tochter.
    IBU Saft hat die komplette Wirkung und Kind will lieber bei Oma bleiben.
    18:40 zusammen bei meinen Eltern Abendbrot essen und die nächsten Tage planen wenn Kind nicht in die Kita geht.
    19:40 fahren wieder nachhause.
    20:00 zuhause, Zähne Putzen da meine Tochter krank ist, kuscheln wir zusammen in meinem Bett wo sie in meinem Arm einschläft.
    20:20 mit meinem Chef telefonieren und besprechen wann ich die nächsten Tage kommen kann weil Kind nicht in die Kita kann.
    20:40 ja ich muss bügeln aber auch das verdränge ich erfolgreich.
    21:15 Kind wieder wach, Ohrenschmerzen ( wäre ich doch besser zum Kinderarzt gefahren )
    23:00 das letzte mal auf die Uhr geschaut, sind dann wohl doch eingeschlafen.

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  18. Mamamotzt schreibt:

    https://mamamotzt.com/2017/04/09/48-hours/

    48 hours

    Tag 1:
    5 Uhr aufstehen, fertig machen, 6.30 Uhr Kinder wecken und Haus verlassen, hoffen, dass bis 17.30/18 Uhr alles klappt (pendeln). Handy immer versteckt (verboten) am Arbeitsplatz falls Notfall. Schule endet 13.10 Uhr, ab 14 Uhr sind die Kinder alleine zu Hause.
    Falls ich pünktlich 17.30 Uhr zu Hause erreiche: umziehen -> Kindertaxi, flott, flott. Wenn nicht: hat das Kind Pech gehabt und der Kurs ist umsonst bezahlt.
    19.45 Uhr: nach Hause kommen, Essen machen, Tag austauschen, Hausaufgaben erklären, für Tests lernen, essen, Haushalt, Ehrenamt, chzzzz …
    Mails checken: der Ex hat sich seit Herbst nicht gemeldet, will aber jetzt zu Ostern plötzlich sein Umgangsrecht.
    Zu müde für eine angemessene Antwort.

    Tag 2:
    5 Uhr aufstehen, fertig machen, 6.30 Uhr Kinder wecken und Haus verlassen, hoffen, dass bis Feierabend alles klappt. Handy immer versteckt (verboten) am Arbeitsplatz falls Notfall. Heute ist Ganztag in der Schule (yeah, bis 15 Uhr plus eine Stunde Fahrzeit -> 16 Uhr Kinder daheim) und ich habe früh Feierabend. -> 16.30 Uhr zu Hause.
    Sobald ich zu Hause erreiche: umziehen -> Kindertaxi, flott, flott. Augenarzttermin K1, Kieferorthopäde K2, Brille abholen K3. An 3 Orten, auf dem Land gibt es nicht alles überall. Hoffentlich ungeblitzt durchgekommen!
    19.15 Uhr: wir sind noch unterwegs und der Pflegefall hat ein Problem. Es ist Freitagabend. Und das Problem ist dringend und gravierend.
    Wir sind froh, dass das Wochenende jetzt nicht langweilig wird.

    — —
    Ich habe seit den Herbstferien durchgearbeitet und einmal spontan aus Erschöpfung zwei Tage Urlaub genommen, weil ich nach meinem Ermessen nicht krank genug war für den gelben Schein. Auf keinen Fall kann ich den mich unterfordernden Job riskieren, denn immerhin haben wir so eigenes Geld und sind unabhängig vom Gängelamt.
    In der ergänzenden Selbständigkeit habe ich dazu noch bis vor kurzem sämtliche Wochenenden seit Herbst durchgearbeitet. Sonst kämen wir nicht über die Runden.

    Niemand außer mir kümmert sich um die Kinder. Der Vater hat nur spontan Lust auf Umgang, und mit dem Unterhalt klappt es leider nicht.

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  19. Dana schreibt:

    6:20 mein wecker klingelt, ich stehe auf trinke Kaffee und rauche eine
    6:28 kakao machen und dem kind ins Bett bringen
    6:30 ins Bad fertig machen
    6:45 kind steht auf und muss angezogen werden, es will Fernsehen (also Fernseher an, dadurch wenigstens anziehen ohne gebrüll)
    7:10-15 Abfahrt von zu Hause in den Kiga
    Eventuell Tür und Angel Gespräch im kiga
    7:20-25 Abfahrt zur Arbeit
    7:45 Arbeitstag beginnt
    Hoffen das kein Anruf aus dem Kiga kommt und während der pausen versuchen Termine zu Regeln (Arzt, Spieltreffen)
    Ja Spieltreffen sind tückisch die anderen Mütter in unserem Umfeld sind Nachmittags zu Hause)
    Findet ein spieltreffen statt, muss ich die Stunden Vorarbeiten, die am Tag des Treffens früher gehe.
    16:00-1730 Feierabend
    22 Minuten später Kind bei der Oma abholen (welche es gegen 1530 aus dem Kiga geholt hat)
    Kurzes bereden mit der Oma und dann nach Hause
    Große Frage was wir kochen, soll ja auch noch Zeit für Kind bleiben.
    Gegen 18:00 Abendessen
    18:30 Pausenbrot für Kiga und Arbeit vorbereiten
    18:50 Duschen
    Kuschel und TV Zeit mit dem Kind
    19:30 kind ins Bett, Geschichte lesen und singen
    19:50 Küche aufräumen
    20:00 Wäsche wegräumen event Maschine anwerfen
    20:10 Mails checken und überlegen was alles am nächsten Tag zu tun ist
    Jaja der Brief an die Versicherung, die nervige Kontrolle für den Unterhaltsvorschuss, Formular für das kindergeld und oh Gott hab ich überall die neue adresse angegeben
    20:45 vielleicht mal den TV anschalten, nebenbei Kommunikation mit anderen Erwachsenen via irgendwelcher Messenger
    22:00 ins Bett völlig Platt muss aber noch lesen sonst gibt der Kopf keine Ruhe.
    Sind alle rechnungen bezahlt, oder habe ich was vergessen? Wieviel bleibt uns für den restlichen Monat?

    6:20 der Wecker klingelt (ich will nicht aufstehen)
    Das hamsterrad dreht sich wie jeden Tag
    24/7 das ganze Jahr.

    Die Tage variieren natürlich mit Arzt besuchen, Kranker Oma (der Moment wo mein Netzwerk zusammenbricht) oder einem Kranken Kind was mit ins Büro muss, da die Arbeit dort weitergehen muss.

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  20. WildeHilde schreibt:

    Vielen Dank, dass du dich so für uns alle einsetzt. Ich habe versucht 48 Stunden meiner letzten Woche in Worte zu fassen, die abgespeckte Version sende ich dir.
    5. April 2017
    5.45 Uhr Wecker auf schlummern stellen und um 5.55 Uhr aufstehen. Auf dem Weg ins Bad K1 (12) und K2 (10) das erste Mal wecken. Duschen, anziehen und dann die nächste Weckrunde starten. Kaffeemaschine anstellen und wieder wecken
    6.30 Uhr, Spülmaschine ausräumen. K2 kommt zum Frühstück und wir besprechen kurz den Tag. Wieder K1 wecken, diesmal mit kitzeln und knuddeln, es ist 6.45 Uhr. Jetzt schnell mal selbst etwas essen, die Brotdosen und Trickflaschen richten und drängeln, es ist kurz vor 7 Uhr. K1 steht dann doch mal auf, verschwindet im Bad, die Hoffnung, dass sie frühstückt sinkt, also schnell einen Saft gerichtet, damit sie ein wenig Energie abbekommt – der Tag wird kurz besprochen.
    7.10 Uhr: K2 ist schon fertig und marschiert Richtung Bus, K1 hetzt hinterher (morgen ist es dann andersherum). Jetzt die Wohnung lüften, schminken und Mittagessen fürs Büro einpacken, Wäsche zusammensuchen, den lauwarmen Kaffee zu Ende trinken, alle Fenster wieder schließen.
    7.25 Uhr, auf dem Weg zum Auto die Wäsche in die Maschine stopfen. Auf dem Weg ins Büro (dauert ca. 1 Stunde – 66 km) kurz mit Schatzi telefonieren (mit Freisprecheinrichtung versteht sich).
    8.40 Uhr: im Büro angekommen, erst einmal einen Kaffe, Ruhe bewahren und auf die Arbeit konzentrieren.
    15.10 Uhr. Ab auf die Autobahn, die Ex-Schwiemu anrufen und zum Notdienst bitten, damit ist die erste Ferienwoche gerettet wiel die Ursprungsbetreuung wackelt. Dann K1 anrufen, sie soll sich schon mal in Richtung ihrer Freundin aufmachen – heute habe ich Fahrdienst zum Ballett und sammele sie dann unterwegs ein, weil wir spät dran sind. Von unterwegs K2 zuhause anrufen, Bericht über die Schule anhören, Wünsche zum Abendessen erfragen und an den Termin am frühen Abend erinnern. Zwei Mädels beim Ballett absetzen und dann schnell einkaufen gehen, pünktlich zurück sein und die Damen wieder einsammeln – es ist jetzt 17.20 Uhr. Falls sich an dieser Stelle jemand fragt warum ich so viel fahre: wir wohnen auf dem Dorf und die Busverbindungen sind einfach oft so umständlich und mit den langen Schultagen dazu kaum nützlich.
    17.40 Uhr zuhause schnell die Einkäufen wegräumen K2 überreden mitzukommen, der Termin um 18 Uhr ist doch wichtig!! Losfahren, fast zu spät, alle Ampeln auf rot und kurz vor dem Ziel an einer der vielen roten Ampel ein Blick auf den Kalender – der Termin wäre schon um 17 Uhr gewesen. Ok, ruhig bleiben, kann passieren, eine Erklärung auf Band sprechen und den Heimweg antreten.
    18.20 Uhr endlich zuhause, Abendessen kochen, Kinder nach den noch zu erledigenden Hausaufgaben befragen, Abendessen, danach aufräumen, Spülmaschine befüllen, Kinder mehrfach an das Packen des Schulranzens erinnern, alle zum Zähen putzen und Schlafanzug anziehen schicken, danach ist noch Medienzeit, ich räume noch mehr auf und fange an einen 20-seitigen Fragebogen auszufüllen, oh Mist, da war ja noch Wäsche, ab in den Keller, Wäsche in den Trockner und später bloß nicht vergessen.
    20.15 Uhr, Medienzeit beenden, alle Kinder ins Bett, dann zu K2 die Leiter hoch und noch kuscheln, trösten und Probleme besprechen. Uups die Klassenarbeit muss noch unterschrieben werden und zwar sofort, also wieder raus aus den Federn, noch mehr kuscheln und bitte noch ein Wärmekissen. Jetzt ist K1 dran, auch noch kuscheln und erzählen.
    20.50 Uhr Schatzi anrufen und den Tag Revue passieren lassen – schön einen Erwachsenen zu haben, der Verständnis zeigt. Jetzt aber noch schnell in den Keller, die Wäsche aus dem Trockner holen und zusammenlegen.
    21.30 Uhr abschminken und noch ein bisschen auf das Handy schauen was wohl in der Welt so passiert ist.
    22 Uhr Licht aus. Um 3 Uhr nachts wach werden und nicht mehr schlafen können.
    Um 5 Uhr noch mal einschlafen und dann…

    6. April
    5.45 Uhr – 7.25 Uhr ähnlicher Ablauf wie am Tag zuvor
    8.40 Uhr im Büro angekommen, erst einmal einen Kaffee und etwas Süßes, Ruhe bewahren und auf die Arbeit konzentrieren.
    11 Uhr, bitte zum Vorgesetzten! Die kinderlose, gleichaltrige Arbeitskollegin, mit der ich mir eine Ecke und einen langen Schreibtisch im Großraumbüro teile, fühlt sich von mir gestört, da ich manchmal Organisatorisches die Kinder betreffend am Telefon besprechen muss und gelegentlich nicht den Raum verlasse, weil ich versuche parallel zu arbeiten. Außerdem kann sie es nicht leiden zuviel aus meinem Privatleben mitzubekommen. In der Sache okay und verständlich, bedauerlich nur, dass sie nicht mit mir geredet hat, ich sitze ja nur zwei Meter neben ihr. Ich freue mich schon auf die gute weitere Zusammenarbeit in frostiger Atmosphäre, aber gut, da muss ich durch. Ein Jobwechsel kommt freiwillig nicht in Frage. Wenn es so viele Jobs für alleinerziehende Mütter in Teilzeit (32 Stunden) in der Medien/Druck-Branche geben würde, würde ich bestimmt nicht so weit fahren.
    15.10 Uhr: auch dieser unerfreuliche Arbeitstag ist zu Ende, jetzt rasch nach hause, Wäsche in den Trockner, das 20-seitieg Formular abschließend ausfüllen, mit K1 den Rest des Tages besprechen, K2 einpacken und zum Handballtraining (17.30 Uhr) fahren.
    18 Uhr Elterngespräch mit dem Ex
    18.50 Uhr Gesprächsende, los geht’s, Endspurt, K2 abholen, K1 anrufen, sie soll schon mal den Backofen anwerfen, es gibt zur Feier des letzten Termin vor den Ferien Pommes und Würstchen.
    19.20 Uhr Ankunft zuhause, Pommes in den Backofen K2 in die Wanne, mit Haare waschen, das gleiche Spiel mit K1, dann Abendessen
    20 Uhr, ein bisschen Medienzeit, den nächsten Tag besprechen weil die Kinder nach der Schule nicht in die Betreuung sondern zur Oma gehen. Freitags ist mein langer Tag, ich hole sie dann bei meinen Eltern um 18 Uhr ab. Dann das Abendprogramm, ein kurzes Telefonat (oh Mist, da war ja noch Wäsche im Trockner, ab in den Keller)
    21.30 Uhr ins Bett mit der Panik nicht durchzuschlafen
    22.30 Uhr K1 hat Bauchschmerzen, Wärmekissen machen und Händchen halten, nach einem Toilettengang ist der Spuk vorbei, das Kind bettschwer und ich wach. Einschlafmeditation abspielen und das Beste hoffen. Und gewiss sein, dass morgen alles von vorne losgeht, mit der ein oder anderen guten oder schlechten Variablen, aber immer mit alleiniger Verantwortung für zwei tolle Mädchen.

    Ich wünsche dir alles Gute, schöne Tage in Berlin und eine erholsame Kur

    Viele Grüße aus dem Rheinland 🙂

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  21. SilkeAusL schreibt:

    Ich habe leider kein Blog, auf das ich verlinken kann. Aber wie ich hier lese, wird es Alles etwas einfacher, wenn sie größer sind.
    Jetzt weiß ich auch, wie Du Vollzeit arbeiten kannst: nur 5 Min.zur Arbeit? Ein Traum! Ich fahre zwischen 50-60Min. Und zerreiße mich so die nächsten vier Jahre noch mindestens.
    Ab wann kann man denn wohl ca.die Kinder alleine von der Schule nach Hause kommen lassen?Aber da die Kleine erst in zwei Jahren in die Schule kommt, wird dieser „Traum“ von selbständigen Kindern noch eine Weile dauern 😦

    Gruß Silke(@gisela7809)

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  22. Claus G. schreibt:

    05.04.

    02:20 der Wecker klingelt
    Ich stehe auf, ziehe mich an.
    02:30 schmiere Brote, esse Müsli, mache Brotzeiten
    02:50 Schul- Kindergartentaschen an den vereinbarten Ort. Frühstück für die Kinder vorbereiten
    02:55 schnell ins Bad, Waschmaschine programmieren
    03:00 Abfahrt
    03:35 Dienstbeginn
    06:10 telefonisch die Kinder wecken
    12:45 Dienstende
    13:00 Einkaufen
    13:30 die Kinder von der Betreuung abholen
    13:45 Essen kochen, Essen, Erlebnisse besprechen
    14:45 Hausaufgaben Begleitung K1, Küche auf Kurs bringen
    16:00 Wäsche aufhängen, K2 zum Fußball bringen
    17:00 Wäsche von vor 2 Tagen abnehmen
    17:30 Abendbrot vorbereiten
    18:00 K2 abholen, Abendessen
    18:45 Kinder ins Bad, Sandmann
    19:05 Kinder ins Zimmer, etwas lesen
    20:00 Kinder Licht aus
    20:15 Wäsche zusammen legen, Frühstück vorbereiten
    21:00 umziehen, Bett
    21:30 Erschöpft einschlafen

    06.04.

    03:50 der Wecker klingelt
    Ich stehe auf, ziehe mich an.
    04:00 schmiere Brote, esse Müsli, mache Brotzeiten
    04:20 Schul- Kindergartentaschen an den vereinbarten Ort. Frühstück für die Kinder vorbereiten
    04:25 schnell ins Bad
    04:30 Abfahrt
    05:05 Dienstbeginn
    06:10 telefonisch die Kinder wecken
    12:00 feststellen keine Nachmittagsbetreuung gebucht zu haben
    13:00 Betreuung und Mittagessen organisiert
    15:00 Dienstende
    15:35 Kinder bei der „Notfallbetreuung“ abholen
    15:45 Hausaufgaben Kontrolle K1
    16:00 K2 geht zum Spielen in den Wald
    16:15 K1 an Tanzschule erinnern, Bad putzen
    17:00 K1 zur Tanzschule bringen
    17:45 Abendessen vorbereiten
    18:00 K2 am Waldspielplatz abholen
    18:15 Ankunft Tanzschule
    18:45 Abendbrot, Tageserlebnisse erzählen
    19:15 Kinder ins Bad
    19:25 Kinder ins Zimmer, Geschichte vorlesen
    20:00 Kinder Licht aus
    20:15 Opa anrufen
    20:45 Duschen
    21:10 Bett, Buch weiter lesen
    21:45 einschlafen

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  23. Wenn für Berlin-Reisen die Zeit fehlen, man aber dennoch Politikerinnen erreichen will, kann ich noch die Sprechstunden eurer Bundestagsabgeordneten vor Ort empfehlen, aller Parteien. Mit etwas Glück sitzen die auch gleich im richtigen Ausschuss… Und auch ruhig mal die Parteien vor Ort ansprechen, ob die nicht mal eine Veranstaltung machen wollen zum Thema und sich gleich fürs Podium anbieten. Ich glaube ja, dass es nützlich ist, alle Ebenen zu erreichen…

    Gefällt 1 Person

  24. Dazu könnte ich ganz viel schreiben – ohne die 48 Stunden zu protokollieren. Es ist wirklich etwas, was man sich wohl kaum vorstellen kann, wenn frau noch nicht in der Situation war, sich um alles immer alleine zu kümmern.

    Dass ich überhaupt gelegentlich zu politischen Events gehe, liegt daran, dass ich merke, es verändert etwas bei den Menschen, mit denen ich spreche (das sind dann meist Entscheidungsträger, von daher ist es doppelt sinnvoll), und dass die Botschaft ankommt, dass wir mehr für Alleinerziehende und ihre Kinder tun müssen. Aber hey, diese Arten von Reise zu organisieren, ist unfassbar mühsam in der Vorbereitung. Denn eigentlich kann ich nicht weg hier.

    Ich find’s toll, dass du das machst!

    Liebe Grüße,
    Christine

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    1. mutterseelesonnig schreibt:

      Danke, hoffen wir dass niemand krank wird. Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich das mache, aber dann denke ich: wenn ich schon so eine Chance bekomme, dann nehme ich die auch war, sonst ändert sich ja nie was. Und direkt nach dieser Reise fahre ich eh in Kur, die ist dann auch verdammt nötig.
      Und Du machst Dein Ding ja auch, für uns alle, und ich glaube bei Dir wirds noch ne Spur aufregender: ich drück Dir sehr die Daumen!
      Liebe Grüße!

      Gefällt 1 Person

  25. Da hoffe ich doch auch, dass sich das lohnt. Ich bin ja eigentlich nicht mehr alleinerziehend – meine Kinder sind erwachsen, aber behindert – und das wuppe ich alleine. Bin ich dann doch alleinerziehend?

    Zumindest wünsche ich dir viel Glück und eine Menge offene Ohren und Hochachtung, meine, hast du schon – der Tagesablauf ist heavy!

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    1. Adriana schreibt:

      @petra
      Ich denke, du kannst dich weiterhin als alleinerziehend betrachten. Arbeite als behindertenassistentin und sehe, was eltern weiterhin leisten müssen.
      Ich habe sehr großen respekt vor dieser lebensleistung und wünsche dir auch weiterhin viel kraft!

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