Wochenende 15./16.10.2016 #WiB

Ein knallvolles Wochenende mit Schulfeier, alten Hasen, Lasagne, Wald, Sonne und Arbeit.

Samstag

6 Uhr: aufstehen, die Tochter hat Schulsamstag an der Waldorfschule. Gibt es 2x im Jahr, heute: die Herbstfeier. Die Tochter ist sehr aufgeregt, aber nicht weil sie gleich auf der Bühne steht, sondern weil sie einen alten Hasen aus dem Schulgarten mit zu uns nach Hause nehmen darf, wo er sein Gnadenbrot bekommt. Ich frühstücke mit ihr und um 7 Uhr marschiert sie los, 20 Minuten zu früh zum Bus, mit Schultasche und Katzenkorb – ein schönes Bild!

7 Uhr: der Sohn schläft noch, der war von Mittwoch bis Freitag auf Klassenfahrt und hat einiges an Schlaf nachzuholen. Zeit für mich, ein bißchen home office zu machen.

9 Uhr: ich frühstücke mit dem Sohn und wir erwischen einen E-Roller. Ich habe mich bei den Stadtwerken für E-Roller-Sharing angemeldet und es macht mir und den Kindern einen riesigen Spaß, mit dem Teil die Stuttgarter Hügel hoch- und runter zu sausen. Die Waldorfschule liegt oben am Wald, der Bus fährt Samstags nicht, also flitzen Sohn und ich auf dem Roller hin. Als ich die Miete beenden will, geht das aber nicht, weil die Schule außerhalb des Geschäftsgebietes liegt. Sehr ärgerlich, denn offiziell ist das eindeutig Stadtgebiet. Die Miete läuft also weiter, was zwar nichts kostet weil ich 100 Freiminuten habe, aber die wollte ich ja verfahren und nicht beim Parken verballern. Aber erstmal ist die Bühnenfeier wichtiger.

10 Uhr: Monatsfeier der Waldorfschule. Verschiedene Klassen singen, tanzen, musizieren, spielen Theater. Mehrstimmig, mehrsprachig, wie immer sehr anspruchsvoll, wahrlich keine Kinderlieder, und die Kinder machen das ziemlich gut. Die Klasse meiner Tochter singt mit dem kompletten Saal „Bunt sind schon die Wälder“, wobei die Kinder die 2.-4. Stimme singen. Da geht mir das Herz auf und auch der Sohn ist sehr ergriffen,er hat sich zum Mitsingen extra auf den Stuhl gestellt und so schmettern wir unser liebstes Herbstlied.

11 Uhr: ich telefoniere mit der Hotline des E-Rollers, was denn nun zu tun sei: das Geschäftsgebiet ist echt eine Ecke weg und ich würde gerne beim Herbstbasar der Schule und bei meinen Kindern bleiben. Nach viel Hin und Her und einem nun auch noch klemmenden Schloss beendet schließlich die Mitarbeiterin die Miete und ich bin raus.

12 Uhr: der Herbstbasar der Schule läuft auf vollen Toure, der Sohn flitzt mit einem Freund übers Gelände und schlägt Nägel ein, wirft Dosen um und füttert die Ziegen im Schulgarten, ich mache Smalltalk mit Ex und seiner Freundin, die samt Baby gekommen sind. Die Tochter hat den Hasen bereits eingepackt und bringt ihn gemeinsam mit einer Freundin nach Hause, im 10-Minuen-Takt ruft sie mich an, weil es irgendwas zu Hause zu organiseren gibt (Trinkflasche? Erbsenflocken? WLAN?)

14 Uhr: der Sohn und ich machen uns auf den Heimweg, wir sind müde. Den E-Roller können wir nicht anmieten, obwohl er vor unserer Nase steht, weil der auf der App nicht auftaucht. Der Ex kann uns nicht mitnehmen, weil in sein Auto nur 2 Erwachsene, 1 Baby und ein Kinderwagen passen. Wir nehmen einen Bus samt 20 Minuten Fußweg. Zu Hause sind die Mädchen beim Hasen, der Sohn spielt Lego, mir ist schlecht. Wahrscheinlich von den Tabletten, die wir alle nehmen mußten, weil einer von uns Madenwürmer hat. Wer es ist, wissen wir nicht, weil das Labor die Proben verbuxelt hat, aber das ist auch egal: es müssen eh alle Familienmitglieder die Tabletten nehmen und ich wasche sämtliche Bettwäsche, Kuscheldecken, Stofftiere etc, da bin ich auch schön beschäftigt.

16 Uhr: die Mädchen backen Schoko-Muffins und belegen die Küche: Land unter, aber die Muffins schmecken köstlich

17 Uhr: ich räume die Küche auf, wundere mich, warum man 23 Schüsselchen und Eierbecher fürs Muffinbacken braucht („für die Prise Salz, Mama!“) und bereite die Lasagne vor.

19 Uhr: ich gucke mit dem Sohne Marvels Avangers, er liebt diese Superhelden über alles und ich lache mich kaputt, weil dieser Film unerwarteterweise ein irre Komik hat.

20 Uhr: meine (!) Freundin kommt zu Besuch, wir essen Lasagne, quatschen und haben einen wundervollen Abend. Der Sohn guckt irgendwann seinen Film weiter, die Tochter bleibt bei uns. Das ist sehr nett, aber es verhindert echte Gespräche zwischen der Freundin und mir. Als die Kinder schließlich im Bett sind, ist es 22.30 Uhr, ich bin stinkmüde und verabschiede die Freundin.

23 Uhr: Küche aufgeräumt, nochmal Wäsche in den Trockner und ab ins Bett.

Sonntag

9 Uhr: alles liegt noch im Tiefschlaf, nur die Tochter ist schon angezogen und verschwindet zum Hasen. „Wie kann man nur so lange schlafen?!“ empört sie sich. Sie, die sonst bis 12 Uhr pennt!

10 Uhr: wir frühstücken mit aufgebackenen Brötchen, quatschen, und weil wir vergessen haben das Radio anzumachen, singen die Kinder ihre Lieblings-Pop-Hits selber. Ich amüsiere mich sehr über meinen Frühstücks-Kinderchor!

11 Uhr: die Tochter macht Hausaufgaben, der Sohn duscht, ich sauge und wische mal schnell die komplette Wohnung

12 Uhr: die Sendung mit der Maus ist vorbei, die Sonne scheint wie verrückt, ich will in den Wald. Der Sohn will aber noch Lego spielen. Ich überrede ihn und schleife zwei maulende Kinder zur Bushaltestelle.

13 Uhr: im Wald, es ist traumhaft! Die Kinder sind sofort begeistert, denn wir sind an die Stelle gefahren, wo sie 3 Jahre lang mit ihrer Kindergartengruppe jeden Donnerstag hingefahren sind. Bei jedem Wetter waren sie im Wald, sie haben es geliebt und nun lieben sie diese Erinnerungen. „Hier sind wir immer runtergesprungen! Hier haben wir uns versteckt! Hier haben wir gevespert!“. Wir bewundern das Kunstwerk vom Baum und gehen am Bach lang zum Bärenschlössle.

15 Uhr: nach leckerem Kuchen verschwinden die Kinder im Moor und ich liege in der Sonne. Die Stadt muß leer sein, denn der Wald und besonders das Ausflugsschlösschen sind voller Menschen. Nach einer Stunde gehe ich die Kinder suchen, denn wir müssen zurück, ich muss ja noch arbeiten heute.

16 Uhr: wir fahren im Bus zurück, die Kinder steigen aus und gehen nach Hause. Sie werden nun 2,5 Stunden alleine sein, dann kommt die Babysitterin. Der Sohn will Lego spielen (endlich mal wieder!), die Tochter will duschen und einen Film schauen, ich hoffe es klappt alles. Ich fahre 2 Stationen weiter zur Arbeit.

19 Uhr: im Saal ist Aufbau und Soundcheck, ich habe derweil einen Förderantrag geschrieben. Heute abend wird von Studenten der Musikhochschule eine Hörspiel live aufgeführt, 13 Leute auf der Bühne und sehr viel Requisiten, ich bin echt gespannt.

22 Uhr: die Aufführung war toll, wir bauen noch die Stühle ab, machen die Theke zu und ich erwische den letzten Bus.

23 Uhr: die Kinder liegen friedlich schlafend im Bett, scheint ja alles geklappt zu haben. Ich kümmere mich um die letzte Ladung Wäsche, räume die Küche auf, decke den Frühstückstisch ud falle ins Bett. Morgen um 6.15 Uhr geht der Wecker.

***

Noch mehr Wochenenden in Bildern gibt’s bei Susanne Mierau auf www.geborgen-wachsen.de

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