Nicht immer stark, aber immer alleinerziehend

Heute Vormittag hat sich in der Nachbarwohnung ein Vater mit seinem 9jährigen Sohn gestritten. Der Sohn rannte irgendwann aus der Wohnung, der Vater hat ihn nicht mehr reingelassen. Das Kind wollte wieder rein, es hat gewütet, geweint, gebrüllt und fast die Tür eingetreten. Nach 20 Minuten bin ich raus gegangen, hab ihm meine Hilfe angeboten. Habe dann den Vater angerufen und meinte, der Sohn habe meiner Ansicht nach genug geweint, er solle ihn bitte reinlassen. Der Vater erklärte mir den Hergang des Streits und dass er bereits die Mutter auf der Arbeit angerufen habe, die käme jetzt.

Egal wie beknackt ich den Vater finde: die sind zu zweit. Der Vater war offenbar überfordert und hat die Mutter geholt. In Situationen, wo einer nicht mehr weiter weiß und an seine Grenzen kommt, ist da noch ein zweiter Erwachsener.

Der fehlt bei uns.

Ich kann mir das nicht leisten: Die Tür zu machen, das Kind wüten lassen und warten, bis jemand kommt und das Problem löst. Ich muss immer die Starke sein, egal was hier los ist, denn ich bin alleinerziehend. Wenn ich umkippe, kippen hier alle um.

Wenn ich mit den Nerven am Ende bin, sind die Kinder auch gleich gereizt. Wenn ich mal die Kinder anschnauze, kommt niemand, der mir die Hand auf die Schulter legt und sagt „lass mich mal, Du bist ja völlig fertig“. Nein, wenn ich schnauze, schnauzen zwei zurück.

Seit Wochen liegt hier das Buch „Stark und alleinerziehend“ von Alexandra Widmer. Ich schleiche um dieses Buch herum, mal gucke ich rein, mal lege ich es zur Seite. Ich lese ein bisschen und stelle fest: Sie hat ja recht. Wenn ich dem Negativen in meinen Gedanken zu viel Macht und Raum gebe, werde ich schwerlich zu einem positiven Lebensgefühl kommen. Und ein positives Lebensgefühl ist verdammt wichtig, gerade in meiner Situation.

Und dann lache ich zynisch und denke: woher nehmen? Die hat gut reden, mit ein bissl hübschen Gedanken soll ich meine beschissene Steuerklasse wegDENKEN? Mit der richtigen Einstellung ist es egal, dass ich keinen Hort mehr für meine 11jährige habe? Wenn ich meine belastenden Gedanken hinterfrage, geht die Einsamkeit einfach zur Tür hinaus und kommt nicht wieder? Wenn ich mir nur genug selbst vertraue, kann ich die chronische Erschöpfung in eine Quelle der Kraft verwandeln?

Macht sie sich das nicht ein bisschen einfach? Und ich wittere sogar Gefahr, denn am Ende heißt es von Seiten der politischen Entscheidungsträger: das Leben als Alleinerziehende ist doch gar nicht stressig, es fehlt bloß die richtige Einstellung! Lies dieses Buch, lerne wie es Dir gut geht und diese ganze doofen harten Fakten des Kinder-alleine-erziehend-und-dabei-volle-Kanne-arbeiten sind nebensächlich.

Aber damit tue ich dem Buch und seiner Autorin Unrecht.

Denn wie gesagt: ein positives Lebensgefühl ist verdammt wichtig in einer Situation, die extrem anstrengend und deren Ende nicht absehbar ist. Natürlich gibt es noch eine Menge gesellschaftlicher, politischer und finanzieller Fakten, die benannt und geändert werden müssen. Aber dafür gibts andere Bücher, Alexandra Widmer ist Psychotherapeutin und konzentriert sich auf die innere Perspektive:

Nur wenn es Dir gut geht, geht es Deinem Kind gut!

Das ist ihr Leitsatz, und ich habe in den letzten Wochen schmerzlich erfahren, dass er auch im Umkehrschluss gilt: mir geht es seit Wochen nicht gut, ich arbeite zu viel, habe finanzielle Sorgen und bin dann noch krank geworden. Mein Sohn ist gleich mit mir zu Hause geblieben: „Mama, mir ist alles zu viel, ich habe Kopf- und Bauchweh“. Wir waren zusammen 10 Tage zu Hause, Außenstehende sprachen bereits von Schulangst. Ich eher von Solidarität mit der Mutter und durchaus auch einem massives Ruhebedürfnis des Kindes. Meine Tochter war 4 Tage ebenfalls zu Hause, hat sich dann aber ein Herz gefasst und ist wieder in die Welt hinaus gezogen. Die Schule macht ihr einfach zu viel Spaß, gottseidank!

Ich war zu Hause und konnte an mir selber mit ansehen, wie eine erschöpfte Mutter das Kind gleich mit runter zieht. Ich konnte nichts dagegen machen, die Erschöpfung verschwindet ja nicht einfach nach Erkenntnisgewinn, und auch nicht nach 1 oder 2x Ausschlafen.

Inzwischen haben wir es geschafft, ich bin gesund geworden, der Sohn hat die letzte Schulwoche überstanden und es sind endlich Schulferien. Das bringt zwar das ein oder andere Betreuungsproblem mit sich, aber auch: 6 Wochen Ausschlafen. In unserem Fall ist das Gold wert, denn die Kinder und ich sind passionierte Langschläfer, und da ich beruflich spät abends noch unterwegs bin, ist die 6.15 Uhr-Schule-Aufstehzeit einer der Hauptgründe für meine chronische Erschöpfung.

Wenn es mir nicht gut geht, geht es meinen Kindern auch nicht gut. Das habe ich aus den vergangenen Wochen gelernt, und so muss ich mich, wenn schon nicht für mich selber, wenigstens für meine Kinder, dringend nach Kraftquellen und Ausgleich umsehen.

Und da liegt immer noch das Buch von Alexandra Widmer.

Ich steht ja eigentlich nicht so sehr auf Ratgeber, auf Listen, Schemata und Übungen aus Büchern. Aber ich linse dann doch rein. Die Autorin ermuntert dazu, das innere Drehbuch kennen zu lernen und teilt uns in sieben Rollen ein. Ich überfliege das und ertappe mich in den folgenden Tagen und Wochen immer wieder dabei, wie ich mich selbst einsortiere in die bedürftige Kleine, die Flüchtende oder eben auch die gesunde Große. Alexandra Widmer hat schon sehr recht, wenn sie sagt, dass es wirklich die Kraft der eigenen Gedanken und Gefühle ist, die uns verändert. Es ist natürlich voll einfach, die trotzige Kleine zu sein, mit dem Fuß auf zu stampfen und sich brüllend über diese beschissene Steuerklasse aufzuregen. Das hilft aber nur kurz, bis die Wut raus ist, dann ist die Steuerklasse ja immer noch da. Verändern werde ich nur etwas können, wenn ich erwachsen, klug und besonnen handle. Wenn ich planvoll vorgehe und beispielsweise eine Aktion wie den Muttertagswunsch mit anderen Frauen ins Leben rufe, was uns immerhin bis ins Familienministerium führt. Man wird uns anhören, wir werden etwas bewegen, und zwar nicht, weil wir uns trotzig auf den Boden geschmissen haben, sondern weil wir die Energie unserer Wut in überlegte Bahnen gelenkt haben.

Ich lese dieses Zitat in dem Buch: „Der Vogel hat keine Angst, dass der Ast bricht. Nicht weil er dem Ast vertraut, sondern seinen eigenen Flügeln“.

Es ist das Vertrauen in meine eigene Stärke, die mich nicht abstürzen lässt. Aber es ist sauschwer, dieses Vertrauen immer wieder hervorzukramen, es am Leben zu erhalten, es nicht zu verlieren.

Ich bin seit mittlerweile 6 Jahren alleinerziehend, und ich habe das Gefühl, dass es nie so anstrengend war wie im letzten Jahr. Dabei habe ich schon wesentlich mehr gearbeitet. Und die Kinder waren kleiner. Aber es ist nicht die akute Belastung, es sind die Jahre, die mich zermürben und fertig machen. Die Jahre der Sorge und Fürsorge für die Kinder. Die emotionale Belastung, die gefühlt immer schwerer wird, weil die Kinder auf die Pubertät zumarschieren, weil sie noch mehr meiner Gedanken und Gefühle beanspruchen als je zuvor. Früher habe ich Windeln gewechselt und Pflaster geklebt, jetzt gebe ich Halt und Orientierung auf dem direkten Weg ins Erwachsenen-Leben. Ich empfinde das als wesentlich anspruchsvoller als das Leben mit einem Kleinkind. Und weil ich keinen Erwachsenen habe, mit dem ich mich wiederum austauschen kann, bin ich hier das Ende der emotionalen Nahrungskette.

Als ob ich auf alles kluge Antworten hätte. Als ob ich jeden Wutanfall auffangen könnte. Jaja, es ist ok, menschlich und fehlbar zu sein, aber ich habe manchmal das Gefühl, nicht mal das Mindestmaß an Fels-in-der-Brandung bieten zu können, das die Kinder brauchen, um nicht zu straucheln.

Meine 11 Jahre alte Tochter war gerade 3 Tage bei meiner Schwester und deren 18 und 20jährigen Töchtern. Sie kam größer, entspannter, klüger, abgeklärter und fröhlicher zurück, als ich mir das hätte denken könne. Da sehe ich, wie gut es meiner Tochter tut, noch andere Einflüsse außer mich zu haben. Es tut ihr gut und mir, weil es mir die Last nimmt, für alles selber verantwortlich zu sein.

„Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“.

Das glaube ich auch, und „alleinerziehend“ steht dem diametral entgegen. Ich empfinde es als geradezu widernatürlich, dass ich hier ganz alleine versuche, meine Kinder zu aufrechten Erwachsenen zu erziehen. Ich kann das gar nicht, und bin gar nicht stark genug dafür. Ich brauche ganz dringend die Hilfe und Unterstützung anderer. Weil es mir und den Kindern nicht gut tut, wenn wir drei nur um uns selber kreisen.

Ich bin so müde. Ganz akut, weil ich gestern Abend gearbeitet habe. Und tiefsitzend müde, weil ich seit Jahren hier die Starke bin. Ich würd mich gerne mal fallen lassen, mal nicht für alles verantwortlich sein, nicht die letzte Instanz sein, die an die sauberen Unterhosen im Wochenend-Gepäck denkt.

Ich werde noch einiges lesen in dem Buch, auch wenn ich Geschichten lieber mag als Ratgeber. Aber es ist ein guter Begleiter, ein Buch, in dem ich immer wieder etwas finde, das mir immer wieder einen Schubs gibt und mir immer wieder zuflüstert, dass ich es sehr wohl kann. Meine Gefühle zu meinen Freunden machen, auch meine Schwäche, meine Erschöpfung, meine Einsamkeit. Es gehört alles zu mir, und nichts davon wird einfach winkend zur Tür hinaus gehen.

Ich bin nicht immer stark, aber immer alleinerziehend.

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*****

Dieser Text ist keine Werbung und keine Rezension, niemand hat mich dazu aufgefordert. Ich habe das Buch von Alexandra Widmer geschenkt bekommen, weil mein Blog ganz hinten genannt wird, was mich sehr stolz macht und wofür ich mich an dieser Stelle sehr bedanke!

Ich habe diesen Text geschrieben, weil das Buch für mich sehr wertvolle Hinweise enthält, mich zu reflektieren und bei allen Zweifeln immer wieder zur Stärke zurück zu finden. Ich sehe noch nicht, wie ich der Erschöpfung entkommen kann, wie es der Untertitel verspricht, aber das Buch wird mich ganz sicher weiter begleiten und unterstützen, und deshalb lege ich es jedem alleinerziehenden Menschen ans Herz.

Alexandra Widmer: Stark und alleinerziehend.

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Nicht immer stark, aber immer alleinerziehend

13 Gedanken zu “Nicht immer stark, aber immer alleinerziehend

  1. bg schreibt:

    Ich erkenne vieles wieder, möchte aber noch auf etwas vielleicht hilfreiches hinweisen. Mir fällt oft in meinem Umfeld und z.t. auch an mir selbst auf, dass wir z.t. aus Gewohnheit oder als Zeichen der fürsorge den Kindern zu viel abnehmen (wollen). Meine Kinder sind 11 und 8. Mein tip: hol dir die Kinder mehr mit ins Boot! ! Eine 11jaehrige kann selbst an ihre Unterwäsche denken. Und die Kinder können viel mehr als die meisten mittelschicht Eltern erlauben oder denken. Mein grosses Kind fährt schon seit einem Jahr allein ubahn zum sportverein. Was bin ich blöd angeschaut worden. Und wenn ich keine Lösung oder antwort weiss dann sag ich meinen Kindern das ehrlich und sage sie sollen mal jemand anders fragen (z.b. den Lehrer). Wenn man ehrlich seine Grenzen kommuniziert können Kinder in dem alter erstaunlich gut damit umgehen. Lasst sie viel viel mehr Verantwortung für ihren eigenen Kram tragen, dann ist mehr Kraft da wenn man wirklich gebraucht wird.

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  2. nozzasdesign schreibt:

    Ich bin seid 4 Jahren Alleinerziehend mit 2 Kindern (12 und 4) und es geht mir ganz genauso wie du es beschreibst. Morgen ist mein erster Arbeitstag und es wird schwer werden, ich bin nach den drei Wochen Kindergarten Ferien so kaputt und ausgelaugt, denn nonstop den Kleinen zu haben ohne eine freie Minute ist extrem anstrengend. Auch freut es mich nicht wieder zu arbeiten (24 std./Wo.) und noch mehr Belastung zu haben und finanziell von den 100 € Eigenbehalt abgesehen keine Verbesserung zu haben. Da meine Tochter schon 12 ist bekomme ich für sie keinen Unterhalt mehr und muss also weiterhin Hartz IV beziehen, was extrem deprimierend ist. Früher hatte ich gutes Geld verdient und jetzt da ich zwei Kinder versorgen muss ist für mich eine Vollzeitstelle nicht mehr möglich und wir müssen zu dritt von der Hälfte dessen leben, was ich früher alleine hatte. Meine Tochter hat seit der Trennung traumatische Belastungsstörungen, ausgelöst durch ihren Vater und ist mir gegenüber extrem aggressiv und abweisend. Die täglichen Machtspiele und Angriffe ihrerseits machen mir immer sehr zu schaffen aber die Therapie hat zumindest bewirkt, dass sie nicht mehr körperlich auf mich los geht. Wie du es beschreibst ist es das Schwerste immer allein zu sein und je schwächer man ist desto fordernder werden die Kinder. Schlimm finde ich auch die ständige Kritik Außenstehender – als ich noch in der Beziehung war, die sich durch das sehr autoritäre Erziehungsverhalten meines Partners als sehr schädigend für meine Tochter erwies hat nie jemand etwas gesagt. Jetzt aber werde ich ständig kritisiert und unter Druck gesetzt, von meinem Eltern, den Lehrern, dem Vater, dem Jugendamt … Helfen tut aber effektiv niemand. Ich bin auch unendlich müde und die letzten Jahre haben mich sehr viel Kraft gekostet. Für den neuen Abschnitt fehlt mir jede Energie – aber das Jobcenter lässt mir sonst keine Ruhe … Und das ist für mich reine Schikane – als Alleinerziehende wird man doppelt und dreifach gestraft … Kein Amt denkt daran, dass die Kinder auch ein Recht darauf haben Zeit mit dem einzigen Menschen zu verbringen, der noch für Sie da ist …

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  3. Mattisburg schreibt:

    Danke für diesen so ehrlichen Text. Und ich kann Dir in vielen Punkten aus vollster Seele zustimmen. Ich bin jetzt seit fünf Jahren Alleinerziehend und habe auch das Gefühl, dass die Kraft nicht reicht und früher doch viel mehr los war und ich das gewippt habe…
    Es holt uns wohl irgendwie ein…
    Ich setze meine Segel jetzt gerade in Richtung „Regeneration “ und „Aufladen“ doch wie du sagst ist es mit ein paar Mal ausschlafen nicht gelöst.
    Danke, und euch schöne Ferien und dass Deine Planung für diese Wochen klappt und trägt! Lg

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  4. Deine Beschreibung greift genau die Punkte auf, die ich mir immer als ‚kritisch‘ am Status alleinerziehend vorgestellt habe. Nachvollziehen konnte ich es bisher (zum Glück) noch nicht, aber in der frühen Zeit mit den Zwillingen habe ich öfter so Sachen gesagt wie: „Wir sind zu dritt und das ist furchtbar anstrengend … wie schaffen das Leute tatsächlich alleine?!“

    Einer der größten Vorteile unserer ungewöhnlichen Familienkonstellation ist praktisch gesehen die höhere Anzahl an Elternpersonen. Erwachsene, die gemeinsam Verantwortung übernehmen, die jeder eine Familie im Rücken haben die wiederum Hilfe anbietet … das ist Gold wert und auch wenn wir damit kein ganzes Dorf stellen können, für die Kinder sind die Einflüsse unersetzbar. Soweit gehe ich also von meinen Beobachtungen her ganz konform mit dir.

    Es tut mir ehrlich leid zu lesen, dass es so schwer ist. Und dass keine Änderung in Sicht ist, was noch einmal mehr an der Energie nagt, da es keinen Schlusspunkt gibt, auf den man hinarbeiten könnte. Ich hoffe, dass die positivere Einstellung sich nicht nur zügig einstellt, sondern dann auch wirklich fühlbar etwas entlastet.

    Ich ziehe den Hut vor deinem täglichen Kraftaufwand und Durchhaltevermögen.

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  5. Daniza schreibt:

    Ich war vor ein paar Wochen vollkommen am Ende.Konnte die einfachsten Dinge nicht mehr erledigen.Krank werden ging absolut nicht. Mein Sohn war dementsprechend unaustehlich – der merkt ja auch, was mit Mama los ist und bekommet Angst.
    Also hab ich meinen Kleinen für eine Woche zur Oma gebracht.Einen Vater gibt es nicht – auch nicht im Notfall.
    Was hab ich mir teilweise anhören müssen ?????!!!!
    Rabemutter, vergnügungssüchtig, egoistisch.
    Dabei hab ich in der „freien“ Woche Volltzeit gearbeitet und JA -ich hab es genossen, dass ich in der übrigen Zeit NICHTS tun musste.
    Ich hab nicht gekocht, nicht gewaschen, nicht geputzt.
    Nur draussen gesessen, gelesen, geschlafen.
    Und danach war es viel besser.
    Ich hatte wieder Energie, Kraft und ein bisschen mehr Mut.
    Und es gab nicht nur böse Stimmen – es gab auch ganz viel Verständnis und Unterstützung.
    Kinder brauchen glückliche Eltern !!!!!!!!!!!!
    Ich hab jetzt noch 3 Wochen durchgehalten und heute fahren wir in den Urlaub – auch allein – aber das ist grad nicht so schlimm.

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  6. Und noch etwas: Schade, dass Außenstehende gleich „Schulangst“ ins Spiel bringen. Als ob Du nicht gerade schon genug Sorgen hattest. Vielleicht kann man mal die Gesamtumstände betrachten und ein Auge zudrücken. Ich glaube, dass das manchmal zu genaue Beäugen von Kindern und allzeitige Interpretieren und Diagnostizieren Alleinerziehende wie Nicht-Alleinerziehende regelmäßig zusätzlich zum normalen Alltagstress unter Druck setzt. Dass Ihr zusammen zuhause geblieben seid, war wahrscheinlich der beste Weg, um wieder auf die Beine zu kommen.

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  7. Das Zitat werde ich mir merken. Aber manchmal oder sogar ziemlich oft zweifele auch ich – als nicht alleinerziehende Mutter – durch die Belastungen im Alltag daran, dass meine Flügel mich davontragen, wenn der Ast bricht. Ich kann Deine Beschreibungen der chronischen Erschöpfung so gut nachvollziehen. Insbesondere das Summieren der Belastungen, wenn man über Jahre Schlafmangel hat und immer weiter funktionieren muss. Ich wünsche insbesondere den Alleinerziehenden, dass die Politik sich ihrer annimmt, denn, wie sollen sie das alles schaffen, wenn schon Paare die Belastungen zu Zweit oft nicht mehr schultern können. Und ich hoffe sehr, dass die Aktion „Muttertagswunsch“ dazu beiträgt, Alleinerziehenden das Leben zu erleichtern.

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