Wochenende in Bildern 23./24. April 16

Bereits Freitag abend war ich nach Nürnberg gefahren, um auf der Bloggerkonferenz denkst die reale Existenz all der virtuelle Charaktere zu überprüfen, die, so wie ich, ein Blog betreiben weil sie Eltern sind. Und ja: sie sind alle echt, und sehr nett! An der Hotelbar habe ich bereits viele erkannt von ihren Blogs, von ihren Wochenenden in Bildern, von ihren Tweets & Posts. Mich hat natürlich kein Mensch erkannt, weil ich erst seit ein paar Monaten blogge und weil es keine Playmobil-Figur mit Locken gibt.

Samstag früh musste ich feststellen, dass ich auch 6 Jahre nach der Trennung noch auf meiner Seite im Bett schlafe, allerdings lasse ich jetzt die andere Seite meist für Katzen und Kinder frei, aber die waren ja gar nicht mitgefahren. Ich Gewohnheitstier. Auf der denkst gab es nach einem komischen Kinderarzt viele interessante Vorträge von inspirierenden und sehr klugen Menschen: Christine Finke mit ihrer ungeheuer sympathischen und kompetenten Art hat die Welle im Internet erklärt, Bea Beste ist echt die Beste wenn’s um Marken und den unvergleichlichen Pfiff auf den Fingern geht, die schlaue Alu (aus) Berlin hat uns klar gemacht, dass wir nicht nur eine politische Relevanz, sondern auch Verantwortung haben mit unseren Blogs – das hat mir nochmal die Augen geöffnet! Andrea Reif (ver) folge ich schon lange und war ganz begeistert, dass Mut und Authentizität nicht nur der Titel ihres Vortrages, sondern auch ihr ganz persönlicher Leitfaden sind. Nachmittags habe ich mich geärgert, daß ich Silke Plagge und ihr Storytelling verpasst habe zugunsten des Vortrags „Erfolgreich bloggen“ von Svenja: ich will ja gar keine Quarkbällchen-Rezepte verticken bei maximalem Traffic, ich will doch Geschichten erzählen, Mensch. Hätte ich mich mal besser vorher informiert. So bleibt mir zu hoffe, dass ich Silke Plagge irgendwo nochmal wieder treffe und von ihr Storytelling lernen darf. Zum Schluss hat Patricia Cammarata sehr fundiert und humorvoll darauf hingewiesen, dass Kinderfotos sehr wohl ins Netz gehören. Und zwar nicht im Profil und natürlich nicht nackig, sondern geschickt getarnt und unter Wahrung der Persönlichkeitsrecht, aber ein Internet ohne Kinder wäre eine Gesellschaft ohne Kinder, und das geht ja mal gar nicht!

Dann war ich platt, mein Kopf gleichzeitig voll und leer, ich konnte mich auch gar nicht mehr unterhalten und hab mich in die Regionalbahn gesetzt: 2 Stunden und 43 Minuten ohne Akku, ohne was zu essen, auf harten Bänken. In Stuttgart bin ich ohne Umwege zum Italiener gestürmt und habe mit unendlicher Erleichterung ein Glas Rotwein, eine Pizza und ein gutes Buch genossen. Die Katze hat später wieder den Grund dafür geliefert, warum ich immer noch auf meiner Hälfte des Bettes schlafe.

 

Sonntag durfte ich ausschlafen und feststellen, wie präsent die Kinder überall in der Wohnung sind, auch wenn sie nicht da sind. Unser Fön, der es nie zurück ins Bad schafft, weil die Tochter sich so gerne auf dem Sofa fönt. Leonie, die wir wegen ihres Körnerbauchs gerne in die Mikrowelle stecken, weil sie dann wunderbar duftet und gegen Bauchweh hilft, und Karlsson vom Dach: nach 7 vorgelesenen Harry Potter-Büchern kichern sich meine großen Kinder abends herrlich was zusammen beim Vorlesen. Wann hört das eigentlich auf? Vielleicht nie.

Um 10 Uhr bin ich zur Arbeit gegangen, public viewing „Die Sendung mit der Maus“, und wir haben uns hinter der Theke wellig gelacht über ein kleines Kerlchen, das gerade erst laufen, aber schon sehr verwundert die Maus gucken konnte. Danach eine kleine nette Mitarbeiter-Versammlung und um 15 Uhr war Feierabend. Zu Hause das übliche Set aus Wäsche und Aufräumen und: ein Nickerchen, herrlich! Als ich aufwachte, tobte draußen ein Schneeregen, also bleib ich bis zum Tatort auf dem Sofa liegen.

***

Mehr Wochenenden in Bildern gibt’s bei Susanne Mierau auf geborgen wachsen.

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Wochenende in Bildern 23./24. April 16

Ein Gedanke zu “Wochenende in Bildern 23./24. April 16

  1. Solche Blogartikel sind der Grund, weshalb ich zum Bloggen kam und noch immer geblieben bin: echte Menschen, echte Erlebnisse und ich kann das alles sehr gut verstehen und nachvollziehen.

    Es war schön, mit Dir über die Quarkbällchen lachen zu können… 😀

    Gefällt 1 Person

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