Willkommen auf meinem Blog!

Zwei tolle Kinder, ein voller Job, ein paar Tiere und ich alleine mit dem ganzen großartigen Quatsch.

Das ist die Kurzfassung, etwas ausführlicher steht hier wer ich bin, hier warum mein Blog mutterseelesonnig heisst und warum Bloggen für mich nicht nur eine private, sondern auch eine sehr politische Sache ist. Besonders politisch wird es natürlich, wenn ich mich direkt an die Politik wende, wie mit meinem Brief zum Unterhaltsvorschuss an Ministerpräsident Kretschmann oder dem Brief zum Extra-Kindergeld für Alleinerziehende an die damalige Ministerin Altpeter.

Oder mit politischen Aktionen wie dem Muttertagswunsch 2017 und den daraus 2017-06-29 (3)resultierenden Fragen an die Parteien zur Bundestagswahl. Die Aktion Muttertagswunsch ging dieses Jahr in die 2. Runde und versteht sich als Lobbyarbeit für Familien. Es gibt einen tollen Bericht von Frau TV im WDR über den Muttertagswunsch und in einem podcast von Alexandra Widmer erkläre ich die Aktion nochmal (ab Minute 15.30).

Volksvertreter ZDFneoFür das ZDF habe ich in der Produktion Volksvertreter mitgewirkt, bei dem ich mit dem Bundesvorsitzenden der Jungen Union, Paul Ziemiak, unter anderem über Familienpolitik, die Besteuerung Alleinerziehender, Kinderarmut und Alltagssexismus diskutiert habe. Die Sendung wurde am 29. Juni 2017 um 22.15 Uhr auf ZDFneo ausgestrahlt und ist hier in der Mediathek zu sehen.

Mein aktuellster Text ist Ich habe Kinder, aber ich habe keine Familie vom 28. Juli 2017.

Einen Ausschnitt aus meinem Alltag kann man in dem Text 48 Stunden alleinerziehend nachlesen, und wie ich meine kleine Familie, meinen Job und mich selber vereinbare, ohne ein Doppelleben zu führen, habe ich hier aufgeschrieben. Außerdem gibt es auf meinem Blog einen Text über Regrettingfatherhood und über den angeblichen Mütterthron, meinen Wunsch für 2016 (Ein bisschen Empathie bitte), es gibt Antworten für Alleinerziehende und Gedanken über rasante Kinder und deren Kernkompetenzen. Weiterhin steht hier auch, dass mir manchmal alles zu viel wird und wie ich versuche, mir Zeit zu nehmen und den Blick auf die unwiederbringliche Zeit mit den Kindern zu lenken, weil ich bei allem Stress ja nicht runterzählen will bis sie aus dem Haus sind. Manchmal komme ich vor Angst um die Kinder um, manchmal würde ich den Montag alle zwei Wochen gerne überspringen, und manchmal muß ich einfach nur weg.

Ich schreibe hier, weil ich den Ungerechtigkeiten und Schwierigkeiten, denen ich als Alleinerziehende oft ausgesetzt bin, nicht ohnmächtig gegenüber stehen, sondern sie in die Welt hinausschreien und etwas verändern will.

Und weil das Leben mit meinen Kindern so großartig, faszinierend, anstrengend, urkomisch, bizarr und bereichernd ist, dass ich es einfach aufschreiben und (mit-)teilen möchte.

Rechts oben klickt man aufs Menü und kann sich durch die Beiträge lesen oder in den Kategorien Leben, Kinder und Vernetzung stöbern.

Ich freue mich über Rückmeldungen!

IMG_4298

20 Gedanken zu “Willkommen auf meinem Blog!

  1. Sonja Lehmann schreibt:

    Hi Mutterseelensonnig,
    ich finde die Aktion #48Stundenalleinerziehend sehr gut und mache daher mit. Ich habe keinen eigenen Blog, daher schreibe ich den Text hier in deine Kommentarspalte. Hoffe, das wird nicht zu lang für dich …

    5.45 Uhr: Ich stehe auf und wanke völlig übermüdet ins Bad. Warum genau muss mein Kind in der 2. Klasse eigentlich immer zur 1.Stunde in die Schule? Und warum ist die so früh?
    6.15 Uhr: Ich mache Vesper für das Kind, für mich und die Meerschweinchen. Mir fällt ein, dass ich noch irgendwelche Zettel für die Schule unterschreiben muss. Irgendwas mit einem ehrenamtlichen Engagement für die Schule. Hahaha.
    6.30 Uhr: Wecken, Teil 1, Frühstück machen, Schulranzen checken, spülen. Da bin ich gestern Abend nicht mehr zu gekommen.
    6.45 Uhr: Das Kind kommt zum Frühstück. Ich lüfte die Wohnung, bespreche mit meiner Tochter den Tag. Sie ist noch zu müde, um alles zu verstehen. Naja, wird schon schief gehen.
    7.00 Uhr: Das Kind ist im Bad, ich packe alles, was ich für den heutigen Tag brauche. Einkaufszettel schreiben nicht vergessen.
    7.15 Uhr: Das Kind und ich verlassen das Haus. Unterwegs sammeln wir die anderen Kinder aus dem Haus ein. Es ist toll, dass in diesem Haus so viele Kinder leben. Dafür nehme ich auch die Miete von 950 Euro im Monat für 2 Zimmer in Kauf. Als Alleinerziehende hab ich ja eh nicht viel Auswahl.
    7.25 Uhr: Kind geht in Schule, ich zur Arbeit. Zum Glück arbeite ich seit kurzem nebenan. Das macht es mir möglich 100% zu arbeiten. Sonst würde das Geld vorne und hinten nicht reichen. Stuttgart ist teuer.
    12:45: Ich habe ohne Pause durchgearbeitet. Es lief gut. Jetzt noch schnell einkaufen, Mittagspause muss heute ausfallen. Milch einkaufen ist einfach wichtiger. Essen kann ich ja auch am Schreibtisch.
    13.30 Uhr: Ich sitze wieder am Schreibtisch. Um 15.00 Uhr habe ich ein Meeting. Das muss ich noch vorbereiten.
    16.30 Uhr: Das Kind kommt von der Schule und holt mich ab. Dumm nur, dass das Meeting, das bis 16.00 Uhr angesetzt war, noch andauert. Zum Glück ist das Kind einiges gewohnt, setzt sich auf meinen Schoß und ich diskutiere weiter. Es geht darum, wie der Verband attraktiver für junge Menschen wird. Bald wird mein Kind dazu eine eigene Meinung haben.
    17.15 Uhr: Endlich Zuhause. Kind hat Hunger. Zusammen machen wir uns Maultaschen und das Kind erzählt mir von seinem Tag. Wer es geärgert hat, wer nett war. Plötzlich rückt es damit heraus, dass es ein Gedicht noch auswendig lernen muss. Bis morgen. Also rezitiert es mir das Gedicht vor, während ich Wäsche in die Maschine fülle, Wäsche abhänge und die Küche sauge.
    19.00 Uhr: Das Kind darf Fernsehen. Ich nutze die Gelegenheit, um das Bad zu putzen. Nach einer halben Stunde fordert das Kind seine Kuscheleinheit ein, zurecht, und bekommt sie auch. Kurz schlafe ich ein.
    Kurz nach 20 Uhr: Das Kind geht ins Bett, Gute Nacht-Geschichte lesen, Gute-Nacht Kuss
    20.30 Uhr: Jetzt ist Bürozeit. Die hab ich mir angewöhnt, als meine beiden Eltern pflegebedürftig waren und ich ihre Betreuerin war. Da gab es immer Formulare auszufüllen. Fürs Sozialamt, die Krankenkasse, das Betreuungsgericht. Inzwischen sind beide verstorben. Meine Mutter aber erst vor kurzem. Daher gibt es immer noch Formulare auszufüllen. Den Kreditantrag für die Bank, um die Beerdigung zu bezahlen, zum Beispiel.
    21.45 Uhr: Ich bin durch und todmüde. Aber die Wäsche muss noch aus der Maschine und aufgehängt werden.
    22.15 Uhr: Ich schalte die Glotze ein, um runterzukommen. Es läuft Werbung für eine Fitness app. Ich fange laut an zu lachen.
    23.00 Uhr: Licht aus.

    Tag 2:
    5.45 Uhr: Ich hasse dieses frühe Aufstehen.
    6.15 Uhr: Mist, ich habe vergessen Brot zu kaufen. Ok, das Kind bekommt heute Knäckebrot mit.
    6.45 Uhr: Das Kind hat schlecht geschlafen und ist entsprechend gelaunt. Ich werde laut, weil es nicht in den Quark kommt mit Anziehen, Waschen ,… Morgens muss alles Schlag auf Schlag gehen. Da ist keine Zeit für rumhängen oder in die Luft gucken. Auch wenn es schön wäre.
    7.15 Uhr: Kind geht zur Schule, ich zur Arbeit. Ich erinnere das Kind daran, dass es heute nach dem Hort zu seiner Schulfreundin geht. Ich hab heute nen Termin in Mannheim, komme also später. Und da auf die Bahn ja nicht immer Verlass ist …
    7.51 Uhr: Der ICE fährt los. Die Kolleginnen erzählen vom Kongress, auf dem sie letzte Woche waren. Ich konnte nicht hin, unter der Woche einen Termin mit Übernachtung ist einfach nicht möglich. Der Kindsvater lebt in Hamburg und kommt nur ab und an am Wochenende. Die Schwiegereltern kümmern sich, wohnen aber 300 km weg. Da gehen solche Termine einfach nicht. Auch wenn sie wichtig wären, um beruflich weiter zu kommen. Aber ich habe schon mitgekriegt, dass man von mir als Mutter eh nicht erwartet, dass ich beruflich weiterkomme. Als Alleinerziehende sowieso nicht. Dass der Kindsvater parallel Karriere macht und überlegt aus beruflichen Gründen in die USA zu ziehen, macht mich manchmal wütend. Hatten wir uns nicht geschworen, gleichberechtigte Partner zu sein?
    17.24: Der Zug fährt ein, mein Termin in Mannheim war gut. Eigentlich hätte ich noch länger bleiben sollen. Die Gespräche nach dem offiziellen Teil sind ja eigentlich mit das Wichtigste an so einem Termin. Aber dann wäre es noch später geworden.
    18.00 Uhr: Ich hole mein Kind von der Schulfreundin ab. Die Mutter der Schulfreundin textet mich zu, will, dass ich zum Essen bleibe. Ich lehne dankend ab, ich kenne sie zu gut, um zu wissen, was sie eigentlich will. Spannende Details aus dem Leben der armen, bemitleidenswerten Alleinerziehenden erfahren. Sätze sagen, wie „Toll, dass E. das alles schafft, das arme Kind.“ Ich hab kein Interesse an Mitleid. An Mitgefühl schon, aber das ist was anderes. Es gibt leider viele Frauen, die so sind. Die anderen sind die, die denken, ich will ihren Mann verführen. Nein, will ich nicht. Dafür bin ich zu müde.
    19.00 Uhr: Das Kind fordert Fernsehen ein und ich merke, dass ich vergessen habe, Milch zu kaufen. Zum Glück habe ich großartige Nachbarn, die immer helfen. Danke!
    20.00 Uhr: Gute-Nacht-Geschichte, über den Tag reden, kuscheln. Schade, dass dafür immer so wenig Zeit ist.
    20.45 Uhr: Ich schreibe ein paar Nachrichten, um die nächsten Termine, an denen ich eine Betreuung brauche, zu organisieren. Danke an alle die Mütter, die mir immer wieder helfen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie wichtig ihr für mich seid.
    21.15 Uhr: Morgen kann ich früher aufhören zu arbeiten. Ich überlege, wie ich den Tag so organisiere, dass das Kind und ich was voneinander haben und ich trotzdem alles schaffe, was ansteht. Zum Beispiel Brot kaufen, und Milch. Und den Bericht fürs Betreuungsgericht wegen meiner Mutter schreiben. Und Hosen für das Kind kaufen. Naja, wird schon schief gehen.
    23 Uhr : Licht aus.

    Gefällt mir

  2. Blanka schreibt:

    Wow, was für ein toller Blogg, gerade neu entdeckt – ich hoffe, ich finde in nächster Zeit etwas von ebendieser, um hier zu stöbern!

    Gefällt mir

  3. Grossen Dank für Ihr Engagement für Alleinerziehende und deren Kinder. Es berührte mich sehr, als ich Sie heute im ZDF sah, wie Sie die Dinge beim Namen nennen, wie wir endlich eine Lobby bekommen… wie mutig und konkret Sie sind. Jetzt wird es laut um uns, jetzt wird die Schande, die die Gesellschaft uns seit Jahrhunderten antut ein Thema – und ich gehe mit Ihnen auf die Strasse, für unsere Kinder, für die Mütter, für den Kampf um deren Zukunft. Ich kämpfe dafür: Mütter und Ihre Kinder müssen von der Gesellschaft getragen werden, Wohnung, Essen, Bildung, kulturelle Teilhabe, Förderung ihrer Ideen und ihres individuellen Weiterkommens, die totale Finanzierung ihres Seins – für die Kinder die die Zukunft bedeuten. Weil Mütter und Kinder unser höchstes Gut sind, die Säulen unserer Gesellschaft überhaupt. Keine Mehrwertsteuer für Alleinerziehende und weitere Erleichterungen. Entsprechend hohe Renten, denn Kindererziehung ist das Höchste.

    Gefällt mir

  4. Marla schreibt:

    Ja so ist es bei mir auch. Keinerlei Unterhalt für Kinder, pflegebedürftige Eltern. Tochter muss im Studium deshalb jobben.
    Kraft, Zeit und Energie für Klagen fehlen.

    Gefällt mir

  5. Mir liegt auch die Tatsache sehr am Herzen,dass manche Mütter keinerlei Unterhalt für Kinder bekommen,bei mir war das so,habe es eingeklagt,der Vater ist untergetaucht und die 6000 Euro Prozesskosten wurden mir von Lohn abgezogen mit der Begründung „Sie arbeiten ja“……dann kamen noch zwei pflegebedürftig Eltern dazu…fast nicht zu leisten das alles.Aber wir haben es soweit geschafft,mein Sohn finanziert sein Studium zum Teil mit Nebenjobs,obwohl ihm ja nach wie vor Unterhalt zustehen würde.Viele wissen gar nicht,dass es auch das gibt,sogar „finanziell völlig alleinerziehend….“

    Gefällt mir

  6. Marla schreibt:

    Es fehlt Unterstützung für die (meist) Mütter , die keinerlei Unterhalt für Ihre Kinder bekommen. Frau hat im Zweifel keine Möglichkeit diesen – den Kindern zustehenden – Unterhalt zu erhalten. Für Klagen fehlt einfach Kraft neben Vollzeittätigkeit und Kinderversorgung.

    Gefällt mir

  7. J schreibt:

    Tagchen!

    Ich hab mir nie viele Gedanken über das Leben Alleinerziehender gemacht, obwohl meine Mutter das doch selbst war…Du hast mir da einiges nahe gebracht und mich sehr gut nachfühlen lassen! Unterhaltsam und berührend! Deshalb habe ich dich in meinem Liebster-Award-Post (https://unangespiesst.wordpress.com/2016/04/25/liebster-award-1/) erwähnt und quasi nominiert. Wenn du wolltest, könntest du bei diesem bloggerischen Kettenbrief mitmachen. Wenn nicht, dann wirst du die nächsten zehn Jahre vermutlich weder mehr Glück noch Pech haben als sonst sowieso.

    Liebe Grüße,
    Julia

    Gefällt mir

    1. mutterseele.sonnenschein schreibt:

      Vielen Dank, und schön dass ich einen Denkanstoß liefern konnte. Wenn ich es schaffe, werde ich bei dem Liebster-Award mitmachen, ich find die Fragen gut! Liebe Grüße!

      Gefällt 1 Person

  8. Ruth Katharina Jenke schreibt:

    Ich finde ihre Seite super ….würde gerne mit machen. Ich, dass ist Ruth Katharina heute fast 55 Jahre alt, Mutter von 5 Kindern darunter Drillinge ….bis heute lebt meine jüngste Tochter bei mir. Opfer des neuen Scheidungsrechtes ,trotz gymnasiale Bildung….. darf ich aber heute nichts mehr für meine Bildung tun, sagt der Staat: zu alt!!! Aber ich soll arbeiten bis 68 Jahre! Halte mich mit Putzjobs über Wasser oder befristeten Teilzeitjobs. Der Rücken ist schon kaputt nach 30 Jahren alleiniger Familienarbeit einer 7 köpfigen Familie plus zwei Tagespflegekindern, Haus und Tieren.Keinen Tag Urlaub, den hat der Papi alleine gemacht oder gemeint, ich muss dann ja für 7 Personen zahlen ….. So sieht die Realität aus …..und die dazugehörigen Papis dürfen ja Dank neuem Scheidungsrecht ohne eine Entschädigungszahlung jeder Verantwortung entkommen …… und angekommen im sicheren Job, denn der Papi konnte ja ….dank der Mutter, die alles regelte, ihm immer und stets den Rücken frei hielt, sich nur um seine Karriere kümmern …….und da macht der Staat Deutschland noch mit ….von wegen „Lebensleistung“ heute bin ich der grosse Verlierer ….ab in Hartz 4 ….Gelebt? Ich? wann denn? …..Lg Ruth Katharina

    Gefällt mir

    1. mutterseele.sonnenschein schreibt:

      Vielen Dank für Deinen Beitrag. Leider gibt’s hier nix zum Mitmachen, das ist mein persönlicher Blog, kein Forum. Alles Gute!

      Gefällt mir

  9. Thomas schreibt:

    Guter Artikel auf huffingtonpost – aber ehrlich gesagt: Manchmal sollte man auch verzeihen können. Aus meiner Sicht hat dein Mann eine echte Chance verdient.

    Gefällt mir

    1. mutterseele.sonnenschein schreibt:

      Danke für die Rückmeldung. Mein Mann hatte viele Chancen, aber nach der Trennung keine mehr. Er hätte mich vielleicht auch mal ernst nehmen sollen.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s